Allgemeine Berichte | 17.07.2026, 13:23 Uhr

Verehrung des Hl. Suitbertus in Rheinbrohl und Kaiserswerth

Restaurierter Schrein kehrt nach fünf Jahren zurück

Der Suitbertus-Altar in der Rheinbrohler Kirche.
189

Rheinbrohl. Wenn wir in Rheinbrohl Anfang September unsere traditionelle St. Suitbertus-Kirmes feiern, ist dies natürlich auch in Kaiserswerth jedes Jahr ein großes und in diesem Jahr ein ganz besonderes Fest.

Die Verbindung zwischen beiden Orten ist tief verwurzelt: Beide Gemeinden teilen die Verehrung für den heiligen Suitbertus, den angelsächsischen Missionar, der im frühen 8. Jahrhundert das Kloster auf der Rheininsel Kaiserswerth gründete.

Während der Heilige dort seine historische Wirkungsstätte fand, zeugt auch die Rheinbrohler Pfarrkirche St. Suitbert vom Wirken und der überregionalen Bedeutung dieses Glaubensboten.

Die historische Suitbertus-Tradition verbindet über den Rhein hinweg, und so blickt man in diesem Jahr mit besonderer Spannung nach Düsseldorf-Kaiserswerth.

Ein Hauptwerk kehrt zurück

Zum dortigen diesjährigen Suitbertusfest am 6. September erwartet die Basilika St. Suitbert ein herausragendes Ereignis: Der Suitbertusschrein, ein Meisterwerk mittelalterlicher rhein-maasländischer Goldschmiedekunst, kehrt an seinen Standort zurück.

Nach dem Suitbertusfest 2021 wurde der Schrein in die Kölner Domgoldschmiede und Metallrestaurierung gebracht. In den vergangenen Jahren wurde das bedeutende Stück mit unendlicher Sorgfalt in seine etwa 1100 Einzelteile zerlegt. Dabei wurden nicht nur Schäden behoben, sondern auch kunsttechnologische Untersuchungen durchgeführt. Parallel dazu wurde der Zustand des Holzkerns geprüft und die in Kaiserswerth verbliebenen Reliquien durch Anthropologen und Diözesanverantwortliche fachgerecht untersucht. Nach der feierlichen Ausstellung wurden die Reliquien am 1. März (Todestag im Jahre 713) in diesem Jahr durch Kardinal Rainer Maria Woelki gemeinsam mit den restaurierten historischen Bleitafeln in der Reliquienkiste neu versiegelt. Nun warten sie darauf, zum Fest wieder in den historischen Schrein gebettet zu werden.

Ein besonderer Dank gilt dabei der Erzdiözese Köln, die maßgeblich die Kosten für diese aufwendige Restaurierung trägt.

Feierlichkeiten am 6. September 2026

Der Höhepunkt der Kaiserswerther Feierlichkeiten findet (zeitgleich mit der Rheinbrohler Kirmes) am Sonntag, 6. September, statt:

Um 11 Uhr beginnt zunächst ein Pontifikalamt mit Weihbischof Theodorus Cornelis Maria Hoogenboom aus Utrecht.

Am Abend um 19.30 Uhr folgt eine feierliche Suitbertus-Vesper mit Schrein- und Lichterprozession. In diesem Rahmen werden die Reliquien in den restaurierten Schrein gebettet. Erstmals wird dieser nach der Rückkehr an seinem neuen Standort in der Stiftskirche zu sehen sein, wo auch die Kerze der Stadt Düsseldorf entzündet wird.

A. Kossmann

Der Suitbertus-Altar in der Rheinbrohler Kirche. Foto: Thomas F. Müller

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Rund um´s Haus
Premium-Titel 2
Empfohlene Artikel
In großer Gemeinschaft lässt es sich fleißig arbeiten und gemütlich feiern.
232

Rheinbrohl. Wenn die Männer des Gaulentals auf der Rheinbrohler Ley ehrenamtlich zur Tat schreiten und die Grünflächen reinigen, ist das weit mehr als reine Arbeit – es ist gelebte Dorfgemeinschaft mit Kultstatus. Und dies machen sie inzwischen schon seit Jahrzehnten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Vorsitzende der Senioren Union Koblenz, Monika Artz
54

Koblenz. Die Senioren Union Koblenz lädt Mitglieder und Interessierte zu einem informativen Vortrag ein. Der Fachanwalt für Erbrecht Dr. Markus Artz referiert zum Thema „Gut vorgesorgt mit Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament“ und beantwortet im Anschluss Fragen.

Von CDU Koblenz aus Koblenz

Weiterlesen