„Komplementäre Medizin für Krebspatienten - Sinn oder Unsinn?“
Sinnvolle Ergänzungen zur klassischen Tumortherapie
Region. Viele Krebspatienten haben das Bedürfnis, selbst einen Beitrag zu ihrem Therapieerfolg zu leisten. Besonders groß ist das Interesse an sog. komplementären Behandlungsmethoden - was auch an der enormen Resonanz auf den Vortrag abzulesen war, den die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz im April gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse in Koblenz im April angeboten hatte. „Grundsätzlich begrüßen wir diese Eigeninitiative von Patienten“, sagte Referentin Dr. Jutta Hübner, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Prävention und integrative Onkologie der deutschen Krebsgesellschaft. Allerdings sei es angesichts der vielfältigen Tipps, Mittel und Methoden nicht ganz einfach, zwischen wissenschaftlich fundierten und unseriösen Angeboten zu unterscheiden „Im harmlosesten Fall hat man vielleicht viel Geld für ein unwirksames Präparat ausgegeben. Im schlimmsten Fall können aber auch schädliche
Neben- bzw. unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten“, so die Ärztin weiter. In ihrem jüngsten Vortrag im Koblenzer Informations- und Beratungszentrum der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz plädierte die Expertin für komplementäre Behandlungsmethoden nicht nur für einen besonnenen Umgang mit Vitaminen, Spurenelementen, Misteltherapie, Heilkräutern & Co., sondern insbesondere auch für einen intensiven Dialog zwischen Arzt und Patient. Aufgrund der großen Nachfrage bietet Frau Dr. Hübner am 5. Juni ab 16 Uhr einen Zusatztermin zu diesem Thema an.
Interessenten können sich ab sofort bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, Tel.: (02 61) 9 88 65-0, koblenz@krebsgesellschaft-rlp.de) anmelden. Die Teilnahme an der Veranstaltung, die von der Techniker Krankenkasse unterstützt wird, ist kostenfrei.
