Allgemeine Berichte | 14.12.2015

kfd Dekanat-Neuwied

Sternstunden im Advent

Julia Klöckner (re.) besuchte zusammen mit Landtagskandidat Jörg Röder die Veranstaltung der kfd. privat

Neuwied. Das kfd-Dekanat Neuwied hatte zu Sternstunden im Advent ins Foyer des Marienhaus Klinikum St. Elisabeth eingeladen. Als Ehrengast konnten die kfd-Frauen um Vorsitzende Ruth Solbach die Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU, Julia Klöckner begrüßen, die zusammen mit Landtagskandidat Jörg Röder die Sternstunden besuchte.

In adventlich geschmückter Atmosphäre freuten sich die kfd-Frauen über mehr als hundert Besucher im Foyer des Marienhaus Klinikum St. Elisabeth. Therese Schneider begrüßte als Hausherrin, danach sprach die Vorsitzende des kfd-Dekanats Neuwied Ruth Solbach über Sternstunden. Sternstunden bedeuten immer etwas Großartiges; Stefan Zweig schreibt in seinem Buch: „Sternstunden der Menschheit“ von 1927 „Solche dramatisch geballten, schicksalsträchtigen Stunden, in denen eine zeitüberdauernde Entscheidung auf ein einziges Datum, eine einzige Stunde und oft nur eine Minute zusammengedrängt ist, sind selten im Leben eines Einzelnen und selten im Laufe der Geschichte. Ein Klarinettenquartett spielte adventliche Musik und gemeinsam wurde gesungen.

Starke Frauen unserer Zeit

Nach starken Frauen in der Bibel: die Richterin Deborah, die entschlossene Judith und den Zusammenhalt von Rut und Naomi sprach Julia Klöckner, eine starke Frau unserer Zeit, über aktuelle Themen, wobei sie zahlreiche Anliegen der kfd aufgriff. Zu Beginn betonte Klöckner allerdings: „Starke Frauen gibt es viele in unserer Gesellschaft. Und es sind nicht immer nur die, die in der Öffentlichkeit stehen. Starke Frauen sind Mütter und Großmütter, die sich um Familien kümmern. Starke Frauen finden sich auch im Berufsleben in vielen verantwortungsvollen Positionen wie hier im Krankenhaus – sowohl in der Pflege, wie als Ärtzinnen oder in der Leitung.“ Die katholische Theologin Klöckner betonte mit Blick auf die Herausforderungen durch Krieg und Terror, dass es unsere christliche Pflicht sei, Menschen bei uns aufzunehmen, die um Leib und Leben fürchten müssten. Zugleich gebe es eine faktische Grenze der Aufnahmekapazität. Fluchtursachen müssten bekämpft und eine europäische Lösung zur Aufnahme und Versorgung der Kriegsflüchtlinge müsste gefunden werden. Für diese Lösung arbeite die Kanzlerin. „Unsere Aufgabe im Land und hier vor Ort besteht darin, die Herausforderung der Integration zu leisten. Wir müssen darauf hinweisen, dass es eine Hausordnung für unser Land gibt, an die sich alle halten müssen, wenn wir weiterhin gut zusammenleben wollen. Dazu gehört zum Beispiel die Gleichberechtigung von Mann und Frau,“ so Klöckner. Sie erteilte zudem all jenen eine Absage, die mit markigen Sprüchen Angst vor einer Islamisierung schürten: „Diejenigen, die Parolen auf Marktplätzen schreien, haben nicht das Recht, für sich in Anspruch zu nehmen, sie verteidigten das christliche Abendland. Die Werte des christlichen Abendlandes bestehen nicht in Haß und Gewalt, sondern vor allem aus christlicher Nächstenliebe.“

Abschließend ermutigte Julia Klöckner alle Frauen, auch in der katholischen Kirche stark und engagiert zu sein. Was wäre die Kirche ohne starke Frauen?

Mit einen Sternstundengedicht und einem gemeinsamen Lied, sowie Plätzchen und Glühwein endete eine Sternstundenzeit, die viele Besucher berührt hat.

Julia Klöckner (re.) besuchte zusammen mit Landtagskandidat Jörg Röder die Veranstaltung der kfd. Foto: privat

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