Förderverein Zoo Neuwied eröffnete Anlage
Trampeltiere „Aitai“ und „Sulaika“ fühlen sich im neuen Heim wohl
Neuwied. Seit einiger Zeit wird fleißig gebaut im Zoo Neuwied. Im Rahmen der Neubauprojekte „Afrika“ und „Südamerika“ haben nun die Trampeltiere ein neues Zuhause bekommen. Gegenüber der Känguruwiese im oberen Bereich des Zoos ist das neue Gehege mit Stallungen fertiggestellt worden. Diese Baumaßnahme war notwendig, da die alte Trampeltieranlage auf dem Gelände steht, wo demnächst die neue Prinz-Maximilian-zu-Wied-Halle errichtet werden soll. Die neue Anlage wurde im Beisein vom Vorsitzenden des Fördervereins Zoo Neuwied, Oberbürgermeister Nikolaus Roth, vom stellvertretenden Vorsitzenden, Bürgermeister Reiner Kilgen, vom Vertreter der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz, Joerg Kämper, vom Wirtschaftsberater Dieter Rollepatz und vom Zoodirektor Mirko Thiel eröffnet.
In ihrer neuen Heimat scheinen sich die beiden Trampeltiere „Aitai“ und „Sulaika“ schon eingelebt zur haben. Auch ihre neuen Nachbarn, die Kängurus und Emus, lernen sie allmählich kennen. Trampeltiere stammen ursprünglich aus den Wüstengebieten Asiens, wo die wilde Form fast ausgestorben ist und nur noch Restpopulationen in der Wüste Gobi leben. Dort kann es im Winter empfindlich kalt werden, wogegen die Trampeltiere mit einer sehr nützlichen Anpassung ausgestattet sind: Sie lassen sich einen dicken Pullover wachsen.
Wenn die Tage kürzer werden, wird automatisch ein Prozess in Gang gesetzt, der das Fellwachstum ankurbelt. Die Trampeltierwolle kann bis zu zehn Zentimeter dick werden und ist ein sehr wirksamer Schutz gegen Kälte. Und wenn die Tage im Frühjahr wieder länger werden, fällt das dicke Winterfell ganz einfach büschelweise aus. Ganz schön praktisch.
