Wasser trinken, konzentriert lernen und gleichzeitig die Umwelt schützen
Astrid-Lindgren-Schule ist jetzt Wasserschule
Rheinbrohl. An der Astrid-Lindgren-Schule gibt es seit Kurzem eine neue Trinkwasserstation. Die Grundschule ist ab sofort offiziell Wasserschule und möchte damit Gesundheit, Bildung und Nachhaltigkeit miteinander verbinden.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Idee, Kindern einen unkomplizierten Zugang zu Trinkwasser zu ermöglichen und gleichzeitig ein Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser zu schaffen. Unterstützt wird das Projekt von der fit4future Fundation Germany, der Initiative „Gesunde Erde-Gesunde Kinder“ sowie der RTL-Stiftung und ihren Partnern. Die Schülerinnen und Schüler können an der neuen Station gefiltertes Trinkwasser zapfen – sowohl still als auch mit Kohlensäure. Dafür bringen die Kinder ihre eigenen verschließbaren und auslaufsicheren Trinkflaschen mit. Damit gibt es während des gesamten Schultages eine unkomplizierte Möglichkeit, ausreichend zu trinken. „Wir möchten, dass Wassertrinken für unsere Kinder zu einer ganz selbstverständlichen Gewohnheit im Schulalltag wird“, erklärt Schulleiterin Kerstin Doetsch. „Gerade für Kinder ist regelmäßiges Trinken wichtig.
Ein gut versorgter Körper unterstützt auch Aufmerksamkeit und Konzentration beim Lernen.“ Ein besonderes Element der Wasserschule ist der Bildschirm mit Lerneffekt oberhalb der Trinkwasserstation. Dort können die Kinder unmittelbar sehen, welchen Beitrag die Schulgemeinschaft zu dem Projekt „Wasserschulen“ leistet. Angezeigt wird unter anderem, wie viel Wasser am jeweiligen Tag und insgesamt getrunken wurde. Gleichzeitig wird dargestellt, wie viele Plastikflaschen durch das Auffüllen der eigenen Trinkflaschen eingespart werden konnten. Darüber hinaus gibt der Bildschirm den Kindern Tipps rund um das Thema Wasser und Wassersparen. So wird die Trinkstation gleichzeitig zu einem kleinen Lernort: Die Schülerinnen und Schüler erleben unmittelbar, wie sich das eigene Verhalten auf die Umwelt auswirken kann. Das Projekt verfolgt damit gleich mehrere Ziele. Zum einen soll das regelmäßige Trinken von Wasser im Schulalltag gefördert werden. Zum anderen möchte die Schule den Verbrauch von Einweg-Plastikflaschen reduzieren und bei den Kindern ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit entwickeln. „Besonders schön ist, dass die Kinder die Wirkung ihres Handelns direkt sehen können“, so Doetsch.
„Wenn auf dem Bildschirm die Zahl der eingesparten Plastikflaschen steigt, wird sichtbar, dass jeder einzelne Beitrag zählt.“ Mit der neuen Wasserschule möchte die Astrid-Lindgren-Schule ihren Schülerinnen und Schülern daher nicht nur eine zusätzliche Trinkmöglichkeit bieten, sondern Gesundheit, Lernen und Umweltbewusstsein ganz selbstverständlich miteinander verbinden. Unter dem Motto der Initiative gilt dabei: Wasser trinken. Wasser schützen. Ein besonderer Dank gilt der Verbandsgemeinde Bad Hönningen als Schulträger. Sie unterstützt die Teilnahme der Astrid-Lindgren-Schule an dem Projekt und stand der Schule auch bei den notwendigen vorbereitenden Arbeiten rund um die Installation der Trinkwasserstation hilfreich zur Seite. Damit wurde eine wichtige Grundlage dafür geschaffen, dass das Projekt nun im Schulalltag umgesetzt werden kann.