Allgemeine Berichte | 30.03.2014

Treffen am Hammergraben in Neuwied anlässlich des Weltwassertages

„Wasser und Energie“

Treffen am ehemaligen Turbinenhaus Hammergraben: Vertreter der Stadtwerke Neuwied, der Firma Rasselstein, der Energiegenossenschaft Wawiso und der Kreisverwaltung Neuwied. Privat

Kreis Neuwied. Der Weltwassertag stand unter dem Motto “Wasser und Energie“ - zwei Komplexe, die eng miteinander verbunden sind und in gegenseitiger Abhängigkeit stehen. Zugang zu einer sicheren Wasser- und nachhaltigen Energieversorgung sind Grundvoraussetzungen für ein menschenwürdiges Dasein. In vielen Teilen der Welt ist beides nicht gesichert. Knapp eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser und 1,5 Milliarden keine Elektrizitätsversorgung. Wasser und Energie sind zudem wichtige Faktoren für die Nahrungsmittelproduktion und wirtschaftliche Entwicklung. Alle Prognosen und Szenarien weisen auf einen steigenden globalen Bedarf nach beiden Ressourcen hin. Die Zusammenhänge zwischen Wasser und Energie sind vielfältig. Wasser spielt eine wichtige Rolle bei der Gewinnung von Energierohstoffen und bei der Elektrizitätserzeugung; auf der anderen Seite verbrauchen Wasserversorgung und landwirtschaftliche Bewässerung Energie. Der Tag des Wassers 2014 will auf diese Zusammenhänge aufmerksam machen und für deren Berücksichtigung in wasser- und energiepolitischen Strategien und Maßnahmen werben. Das diesjährige Thema des Weltwassertages war auch der Anlass für ein Treffen am Hammergraben in Neuwied: Die Stadtwerke Neuwied, die Energiegenossenschaft Wawiso und die Kreisverwaltung Neuwied wollen gemeinsam mit der Firma Rasselstein ausloten, ob der Werksgraben wieder für die Energieerzeugung genutzt werden kann.

Bis in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts haben hier zwei Turbinenanlagen das Werk mit Strom versorgt. Der ehemalige Standort am Mittellauf des Hammergrabens ist heute überbaut; das Kraftwerk nahe dem Wiedhafen ist wohl kurz nach dem Bau des Hochwasserdeiches aufgegeben worden. Die Teilnehmer am Ortstermin waren sich aber einig, das Potenzial, welches der Hammergraben für eine Stromerzeugung bietet, näher zu untersuchen. Wenn Wasserkraft wirtschaftlich und mit den gewässerökologischen Zielen vereinbar genutzt werden kann, soll dieses Potenzial nicht länger brachliegen.

Hintergrund: Wasserkraft

Im Landkreis Neuwied wird an sieben Standorten die Kraft des Wassers zur Energieerzeugung genutzt. An Wied, Saynbach und Holzbach sind Wasserkraftanlagen zu finden.

Ungefähr 1.400 Kilowatt elektrische Leistung mit einem Arbeitsvermögen von 4.300 Megawattstunden pro Jahr sind zurzeit installiert. Dabei ist die Anlage der Süwag in Altwied mit einer installierten Leistung von 930 KW die größte Anlage.

Ausbaumöglichkeiten für die Wasserkraft sind im Landkreis Neuwied - wie in Deutschland insgesamt - nur noch in beschränktem Maße möglich. Durch neue Technologien wie z.B. Wasserkraftschnecke oder moderne Wasserräder können in der heutigen Zeit wieder auch kleinere Gewässer zur Erzeugung von Strom genutzt werden.

Treffen am ehemaligen Turbinenhaus Hammergraben: Vertreter der Stadtwerke Neuwied, der Firma Rasselstein, der Energiegenossenschaft Wawiso und der Kreisverwaltung Neuwied.Foto: Privat

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