Allgemeine Berichte | 04.02.2014

Sascha Korf gastierte mit seinem Programm in Waldbreitbach

„Wer zuletzt lacht, denkt zu langsam“

Künstler Sascha Korf.privat

Waldbreitbach. „Das war ein toller Abend!“ - Da waren sich alle am Ende einig. Dabei hatte der Künstler Sascha Korf mit seinem Programm „Wer zuletzt lacht, denkt zu langsam“ selbst im Vorfeld keine Ahnung wie sich der Abend entwickeln würde, denn das Meiste war reinste und feinste Improvisation und das Publikum war maßgeblich am Verlauf der Veranstaltung beteiligt. Ganz begeistert von ihm war auch noch das Hotelier-Ehepaar Juliane und Jürgen Grünwald vom Waldbreitbacher Traditionshaus „Zur Post“, welche ihn wenige Tage zuvor noch einmal (nach der Verpflichtung in 2013) auf der Freiburger Kulturbörse erleben durften. „2013 gewann er die Freiburger Leiter, eine Auszeichnung, die von den Einkäufern aus ganz Deutschland vergeben wird“, so Jürgen Grünwald, der bereitwillig durchblicken ließ, dass es auch für die Saison 2014/15 wieder ein sehr ansprechendes Programm geben wird. Wenn sich alle dabei so wohlfühlen wie Sascha Korf, dann wird es allemal sehr lustig. Sein erster Eindruck - und dieser zählt bekanntlich - „Wahnsinn!“ - minutenlanger Applaus in gemütlicher Atmosphäre „was ganz anderes als in den großen Städten - auch die Betreuung seit meiner Ankunft, hier kriegste einen Grauburgunder nach dem anderen, da musst du ja hier schlafen“, so der Kölner. Zunächst einmal sortiert er das Publikum und begrüßt mit einem Spickzettel die erste Reihe persönlich „ganz schön mutig“ - er teilt den restlos ausverkauften Ritter-Saal in zwei Bereiche, ein Bereich, in dem gelacht wird, und ein Bereich, über den gelacht wird. „Ich bin seit elf Jahren alleinstehend, bei meinem letzten Sex gab es noch Deutsche Mark und das weiß ich auch nur, weil ich damit gezahlt habe“, zeigt er erste Vorstellversuche. „Ich bin in einem Alter, wo der Körper der Kleidung entgegen wächst“. Nach ausführlichen Erlebnissen über eine Kreuzfahrt mit der Aida - „die Rosamunde-Pilcher-Tour“ ruft er sich seinen ersten Gast aus dem Publikum auf die Bühne. Zufällig ein Lehrer, der unter dem Motto „Ich bin ein Lehrer, holt mich hier raus“ mit Korf eine Griechenland-Reise improvisiert. Als Nächstes fühlt der Protagonist des Abends sich berufen, ein Drehbuch für das Fernsehen zu schreiben „deutsches Fernsehen kannste nicht mehr gucken, ich vermute RTL hat ein Labor, wo Assis gezüchtet werden - ich verstehe `Frauentausch´ nicht, wenn der eigene Mann sie nicht will, warum soll sie jemand anderes wollen“. Vom Publikum aufgegriffene Wörter reihen die Geschichte zusammen und wird in verschiedenen Genres - von einer jungen Dame aus dem Publikum assistiert - improvisiert. „Bei Euch geht mir das Herz auf, das ist für mich der schönste Sonntag in dieser Woche“. Nach der Pause, in dem sowohl Korf ein Gedicht, als aber auch die Zuschauer kräftig weitere Begriffe für eine Improvisation geschrieben haben, steht Edeltraud vom Hagen im Mittelpunkt, ihr widmet der Künstler, der selbst an diesem Abend unheimlichen Spaß auf der Bühne hat, liebevoll gereimte Zeilen, was die Stammkundin bei den Kleinkunstveranstaltungen im Hotel „Zur Post“ gerne mit nach Hause nehmen darf. Korf ist ständig in Bewegung - er sammelt Weight-Watchers-Punkte und ernährt sich täglich ausschließlich von sechs Gläsern Wein und einer Gurke, darüber hinaus lebt er im Kalorien-Dispo. Bevor er weiter improvisiert, outet er sich als großer Fußballfan. „Wenn Ronaldo nach Athen wechselt, ist er mehr wert als das ganze Land!“ Weiter geht es mit den Zetteln des Publikums, die er in einem Gedicht in der Rolle von Dr. Martin Joch aus Linz zusammenfasst, das Publikum muss nun höllisch aufpassen, dass es sich nicht gänzlich kaputt lacht - es wird keine Rücksicht genommen. Spätestens, als in dem Arztgedicht auch noch der Zettel „An apple a day keeps the doctor away“ vorgelesen wird, ist für viele (inklusive Korf) scheinbar alles zu spät. Mit diesem Gedicht besteht Korf übrigens seine Zwischenprüfung, die er nachholt, da er auf der Schauspielschule damit durchgefallen ist. Zum Schluss macht er sich als Hubert Durst aus Köln (eine Person aus verschiedenen Publikumseigenschaften zusammengesetzt) auf die Suche nach dem Bernsteinzimmer in Waldbreitbach. Jörg Hühner aus Hausen begleitet ihn dabei und übernimmt scheinbar professionell sämtliche Geräusche und alle anderen Personen -ein toller Abschluss. Live ist Comedy immer besser, als das, was uns von RTL glaubhaft gemacht wird, was lustig ist - da waren sich zum Ende alle einig. Und mit der Zugabe „Seht nun, wie ein Sascha an die Bar läuft, um Wodka zu trinken“, wobei auch hier die Worte aus dem Publikum stammten, wurde ein toller Abend beendet.

Künstler Sascha Korf.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Monatliche Anzeige
Daueranzeige
Holz Loth-Entsorgung
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Oster-Anzeige
Ostergruß
Osterangebot
Anzeige KW 14
Ostergrußanzeige
Empfohlene Artikel
U. Bahles-Graben
25

Bad Hönningen. Auch in diesem Jahr hatte der AWO-Ortsverein Bad Hönningen-Rheinbrohl zu einem vorösterlichen Nachmittag in seinen Freizeittreff am Bärenplatz eingeladen. Viele Gäste folgten der Einladung und so waren die frühlingshaft dekorierte Tagesstätte und das Foyer schon bald bis auf den letzten Platz besetzt. Die Besucherinnen und Besucher erhielten ein buntes Osterei, ließen sich die hausgebackenen Ostertorten und Kuchen schmecken und probierten die fruchtige Osterbowle.

Weiterlesen

Kletterhallen in ehemaligen Kirchen können eine Bereicherung für das Ortsleben sein.
97

Leutesdorf. Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal von Stadtbild Deutschland e.V. regt an, für die derzeit häufig ungenutzte Wallfahrts- und Filialkirche Heilig Kreuz in Leutesdorf eine zukunftsfähige Nutzungsperspektive zu prüfen. Ziel ist es, das ortsbildprägende Gebäude langfristig zu erhalten und gleichzeitig neue Impulse für Sport, Tourismus und lokale Wirtschaft zu schaffen.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
51

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2299

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
134

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Kleinanzeigen
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Titel
Schulze Klima -Image
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Container Anzeige
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Dauerauftrag 2026
Unterstützeranzeige