Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler
35. Geburtstag mit Festakt
Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil (CDU) und MdL Horst Gies (CDU) gratulierten
Bad Neuenahr. Zwei Tage feierte der Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler sein Herbstfest verbunden mit dem 35-jährigen Vereinsjubiläum. Schauplatz war das alte Telekom-Gebäude in Bad Neuenahr. Andere Räumlichkeiten standen den Katzenfreunden aus Kostenfreunden nicht zur Verfügung. „Das Mehrgenerationenhaus oder der Pfarrsaal St. Pius ist für uns finanziell für die beiden Tage nicht zu stemmen“, erklärte die Vereinsvorsitzende Anita Andres. Doch sie schöpft Hoffnung für die nächsten Feste: „Der Stadtbeigeordnete Rudi Frick hat angeregt, beim nächsten Mal auf die Verwaltung zuzugehen. Da ließen sich gemeinsam mit Bürgermeister Orthen Lösungen finden.“ Er war nicht der einzige Ehrengast, der zum Gratulieren in die Ravensberger Straße gekommen war. Auch die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil - auf dem Sprung nach Berlin -, Ahrweilers Ortsvorsteher, Landtagsmitglied Horst Gies und die Zweite Beigeordnete der Grafschaft Helga Dohmganz (alle CDU) hielten Wort und statteten dem Verein einen Besuch ab. Zentrales Thema der kleinen Feierstunden: die Kastrationspflicht von Katzen.
Für die Samtpfoten im Einsatz
Seit Jahren arbeitet der Verein an der Gewährung von Schutz und Hilfe für herrenlose und notleidende Katzen. 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag sind die ehrenamtlichen Helfer für die Samtpfoten im Einsatz. In ihren Begrüßungsworten gab Anita Andres einen Einblick in die Arbeit des Vereins. Sie berichtete von den positiven Ereignissen, wenn Katzen geholfen werden konnte oder sie erfolgreich vermittelt wurden, rief aber auch die schockierenden Begebenheiten in Erinnerung. Dann, wenn sie und ihr Team auf verwahrloste, leidende Tiere treffen, wenn nur noch stille Wut über das Verhalten von Menschen gegenüber den hilflosen Vierbeinern übrig bleibt. „Wer sich an einem Tier vergreift, macht vor Menschen nicht Halt“, ist die Vorsitzende überzeugt. Sie erhielt Zuspruch aus allen Reihen. „Es gibt schon Momente, da überlegt man, einfach alles hinzuschmeißen“, berichtete die Vorsitzende sichtlich gerührt. Fehlalarme, Pöbeleien – das alles zerre an den Nerven, so Andres. In der allgemeinen Wahrnehmung werde die Arbeit des Katzenschutzvereins als „Selbstverständlichkeit“ aufgenommen. Sätze wie „Die sind ja schließlich dafür da“, sind den Katzenfreunden nicht zum ersten Mal zu Ohren gekommen, so Andres, die den Vereinsvorsitz einst von Doris Efferz übernahm.
Ehrung für großes Engagement
Sie hatte 13 Jahre lang die Geschicke des Schutzvereins geleitet und wurde nun entsprechend dafür geehrt. Urkunden und Applaus erhielten auch die drei Gründungsmitglieder Eva Buhck, Christa Ulrich und Ursula Schade. Zahlreiche weitere Mitglieder wurden für ihre 30-, 25-, 20- beziehungsweise 15-jährige Bereitschaft geehrt. Unterstützung finanzieller Art erhielten die aktuell 135 Vereinsmitglieder für ihre Arbeit von Petras Lädchen, dessen kompletter Wochenerlös in Höhe von 566 Euro den Katzen zugutekommt. Gleich tat es das Koblenzer Tierheim. Anita Andres war überwältigt von der enormen Spendenbereitschaft: „Das ist kaum in Worte zu fassen“, freute sich die engagierte Vorsitzende. Die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil brachte das Thema Katzenkastrationspflicht zur Sprache. Sie selbst sei damit im Landwirtschaftsausschuss in Berlin in Berührung gekommen. „In Rheinland-Pfalz werden sich daran seit Jahren die Zähne ausgebissen“, kritisierte Anita Andres. Derzeit seien Gespräche mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und der Grünen Ulrike Höfken, Landwirtschaftsministerin in Rheinland-Pfalz, über das Streitthema im Gange. Mechthild Heil versprach den Katzenfreunden von der Ahr eine entsprechende Gesprächsplattform, und Horst Gies sicherte ebenfalls ein Einsetzen für diesen „wichtigen Vorstoß“ im Landtag von Rheinland-Pfalz zu. Der Landtagsabgeordnete überbrachte zudem die Grüße des Landrates Jürgen Pföhler und lobte weiterhin das Engagement des Vereins. Im Kreis Ahrweiler leben ebenso zig streunende Katzen. „Umso wichtiger, dass es Vereine gibt, die sich für den Tierschutz und die Belange der Katzen einsetzen“, so Gies. Liebe und Hilfsbereitschaft für die Katzen sei das eine, hinzu komme eine beachtliche finanzielle Leistung für Impfungen und Kastrationen, allgemein die medizinische Versorgung kranker Tiere.
Hingabe, Ausdauer und Sachkenntnis
„Die ehrenamtlichen Helfer zeichnen sich durch Hingabe, Ausdauer und Sachkenntnis aus“, sagte Horst Gies, „sie alle haben sich dem Wohl der Tiere verschrieben und setzen sich engagiert dafür ein. Für dieses vorbildliche Engagement spreche ich den Mitgliedern und den freiwilligen Helfern im Namen des Kreises Ahrweiler Dank und Anerkennung aus.“
