Ortumgehung Lohrsdorf
647 Unterschriften an Minister Lewentz übergeben
Hans-Jürgen Juchem und Konrad Gasper legten Petitionsantrag vor
Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Minister Roger Lewentz, Staatsminister im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur, kommt am 28. Juni in den Kreistag nach Ahrweiler“. Diese Meldung veranlasste letzte Woche den Ortsbeirat von Lohrsdorf und Green um Ortsvorsteher Hans-Jürgen Juchem eine Petition zu verfassen und von möglichst vielen Mitbürgern mit unterschreiben zu lassen:
„Die Unterzeichnenden beantragen, dass die Weiterführung der B266 von Ehlingen bis Bad Bodendorf wieder mit vorrangiger Priorität in den Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgenommen und die Realisierung mit Nachdruck vorangetrieben wird.
Begründung: Bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde eine Umgehung für Lohrsdorf geplant. Die Beeinträchtigung ist mit den Jahren ins Unerträgliche gewachsen und wird nach der Beseitigung des Nadelöhrs „Heerstraße“ 2015 den nächsten Schub erhalten.“
Wie bereits in verschiedenen Veröffentlichungen berichtet, soll - entsprechend der Meldung der Landesregierung Rheinland-Pfalz - im neuen Bundesverkehrswegeplan 2015 die Umgehung für Lohrsdorf nicht einmal mehr aufgeführt werden, obwohl sie im bisherigen Bundesverkehrswegeplan 2003 als „Ahrquerung 1.FB“ unter vordringlichem Bedarf geführt wurde.
Den Petitionsantrag mit 647 Unterschriften betroffener und unterstützender Bürgerinnen und Bürger übergaben Hans-Jürgen Juchem und Ortsbeiratsmitglied Konrad Gasper dem Minister bei seiner Ankunft in Ahrweiler.
Dabei erläuterten sie ihm die Probleme und luden ihn ein, sich vor Ort ein Bild zu verschaffen.
In seinem Anschreiben zur Petition wies Juchem mit Nachdruck auf die unerträgliche Belastung der Bürger durch mehr als 20.000 Fahrzeuge pro Tag hin. Bei den nicht seltenen Staus auf der Ahrtalbrücke ist die Durchgangsstraße im Ort kaum mehr gefahrlos zu überqueren und mit Sicherheit steigt nach der Beseitigung des Nadelöhrs Heerstraße ab 2015 die Belastung auf Dauer noch in ungeahnte Höhen. Auch auf den FFH-Riegel, quer zur möglichen Trasse, der nach Lohrsdorfer Ansicht mit dem Ziel der Verhinderung eines Weiterbaus so gelegt wurde, ging das Anschreiben ein.
Es sei in der Tat nicht nachvollziehbar und auch nicht akzeptabel, dass hier dem Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung weniger Bedeutung als einem FFH-Gebiet gegeben wird.
Es muss doch möglich sein, weniger als 200 m Umwelt verträglich zu queren (der Rest ist landwirtschaftlich genutzte Fläche).
Den Unterschriften wurde eine Dokumentation der Aktionen, Besuche, Versprechen, Planungen und Verschiebungen im Laufe der letzten 60 Jahren beigefügt.
