Eine Klavier-Matinee im Alten- und Pflegeheim St. Vinzenz Heimersheim
Aber die Musici bleiben bestehen!
Heimersheim. „Musik ist die Sprache der Seele“ hat der deutsche Dichter Peter Hiller vor einigen Jahrzehnten gesagt. Dass die Musik die Tiefen der Seele eines Menschen berührt, dass das gemeinsame Singen Gefühle und Stimmungen zum Ausdruck bringt, Menschen begeistert und den Alltag bereichert, konnte man wortwörtlich spüren, als vor Kurzem drei junge Musiker in der Kapelle des Alten- und Pflegeheimes St. Vinzenz Heimersheim eine Klavier-Matinee gaben.
Drei junge Musiker
In der beinah bis zum letzten Platz besetzten Kapelle zeigten die 16-jährigen Musiker Greta Neff, Katja Gerischer und Micho Praml ihr Können. Die engagierten Pianisten, die seit mehreren Jahren ihren Musikunterricht in verschiedenen Fächern nehmen und mehrere Instrumente spielen, hatten unter der Leitung ihrer Lehrerin, Dipl.-Musikerin Ekaterina Londarenko, die im Sozialen Dienst des Hauses tätig ist, ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm zusammen gestellt.
"Bravo"-Rufe
Ob Bach oder Beethoven, Chopin, Grieg oder Saint-Saens – die breite Palette der Klaviermusik ließ keinen Wunsch offen. Zwischen einzigen Musikwerken wurden von den jungen Musikern Gedichte vorgetragen, Fragen zu einzelnen Werken gestellt und natürlich gemeinsam einige bekannte Volkslieder gesungen. Die musikalischen Darbietungen wurden im gesamten Haus übertragen. Ob die höchstsensible Interpretationen von Greta Neff, die Virtuosität und Klarheit von Katja Gerischer - die leuchtenden Augen der Bewohner, ihre Tränen der Rührung oder die herzlichen „Bravo“-Rufe nach dem Trompeten- Solo „Amasing Grace“, gespielt von Micho Pralm, wie Frau Ilse Schröder, die Vorsitzende der Bewohnervertretung in ihrer berührenden Dankesrede am Ende des Konzertes betonte: “Ihr alle habt uns sehr glücklich gemacht. Wir hoffen auf ein Wiedersehen mit euch! Danke von uns allen!“
Fast wie eine Hymne
Zum Abschluss, fast wie eine Hymne an die Musik sangen alle Bewohner und die Mitwirkende: “Himmel und Erde müssen vergehn. Aber die Musici bleiben bestehn!“ Der lang anhaltende Applaus, die liebevollen Geschenke, die rührende Atmosphäre und die Dankesworte werden den jungen Musikern gewiss eine lange Zeit in Erinnerung bleiben und sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten.
