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Die Deutsche Weinkönigin Julia Bertram gibt ihr Amt mit einem lachenden Gesicht und ein paar Tränen ab

Abschiedsfeier für eine Königin

25.09.2013 - 08:00

Dernau. Fast ausschließlich lachende Gesichter gab es zu sehen bei einer von Humor und Lockerheit geprägten Abschiedsfeier zu Ehren der scheidenden Deutschen Weinkönigin Julia Bertram. Doch so manche Träne floss auch im Verlaufe dieses bewegenden Abends, bei dem noch einmal deutlich wurde, welch ausgezeichnete Repräsentantin des deutschen Weines die Dernauerin Julia Bertram ist.

In der Eventhalle der Dagernova Weinmanufaktur in Dernau begrüßte zunächst Ahrwein-Präsident Marc Adeneuer die Gäste aus Politik, Weinbau, Wirtschaft, Familie und dem Freundeskreis der Weinkönigin.

Besonders freute er sich, dass auch die erst vor wenigen Tagen gewählte neue Deutsche Weinkönigin Nadine Poss von der Nahe samt ihren beiden Weinprinzessinnen Sabine Wagner und Ramona Diegel unter den Gästen waren.

Natürlich war auch die Ex-Deutsche Weinkönigin Mandy Großgarten aus Dernau mit von der Partie, ebenso wie zahlreiche amtierende und ehemalige Weinkönigin von der Ahr. Die politische Abteilung wurde angeführt von Landrat Dr. Jürgen Pföhler, dem Landtagsabgeordneten Horst Gies, Altenahrs Verbandsbürgermeister Achim Haag, dem ersten Beigeordneten der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Rudi Frick, sowie Dernaus Ortsbürgermeister Alfred Sebastian.


Die Jury konnte gar nicht anders


Adeneuer erzählte in seinem kurzweiligen Grußwort, wie vor 16 Monaten, zwei Tage vor Pfingsten, Julia Bertram zur Weinkönigin proklamiert wurde. Kurz darauf bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin habe sie kein Glück gebraucht, „denn du warst so souverän, dass die Jury gar nicht anders konnte, als dich zu küren“, rief er unter dem Beifall des Publikums. Sie habe mit Selbstbewusstsein, Fachkompetenz, Humor, Schlagfertigkeit und ein wenig „Dernauer Schnabbelschnüss“ das Publikum sofort auf ihre Seite gezogen.

Doch nach einem anstrengenden Jahr könne sie sich jetzt wieder ganz dem heimischen Wein und dem Weinanbau widmen, schmunzelte er. Peter Zetsche, Vorsitzender des Verkehrsvereins Dernau, lobte Julia Bertram, sie habe als oberste Repräsentantin den deutschen Wein in aller Welt auf das Prächtigste vertreten. Dafür gebühre ihr der Dank aller deutschen Winzer.

In einer kurzen Anekdote erinnerte er daran, dass er vor 50 Jahren bei seinem allerersten Besuch in Dernau schon ihre Mutter kennen gelernt habe, die damals noch ein Baby war: „Wer hätte damals gedacht, dass sie mal eine Deutsche Weinkönigin zur Welt bringen wird?“


Aus edlem Holz


Die Eltern der Weinkönigin, Andrea und Walter Josef Bertram, schenkten ihrer Tochter zum Andenken an ihr Jahr als Deutsche Weinkönigin ein nagelneues Halbstück-Weinfass, was Bürgermeister Achim Haag gleich als Steilvorlage aufnahm für seine Charakterisierung einer idealen Weinkönigin, wie es Julia Bertram sei. Aus edlem Holz geschnitzt, absolut dicht, verschaffe es dem Inhalt eine gewisse Reife, sei dann aber im richtigen Moment leicht abrufbar und immer ein großer Genuss. Über allem stehe aber die große Menschlichkeit, die Julia Bertram nun einmal besitze. „Die Weinfreunde aller Länder werden die weltoffene Weinmajestät vermissen“, sagte auch Kreisstadt-Beigeordneter Rudi Frick voraus. Sie sei eine Repräsentantin des deutschen Weines gewesen, „die uns Ahrtaler alle stolz gemacht hat.“ Landrat Dr. Jürgen Pföhler schloss sich den Dankesworten an: „Die Art ihrer Amtsführung war ein einziges Superlativ.“ Sie habe zwar den deutschen Wein insgesamt repräsentiert, dabei aber immer deutlich gemacht, dass sie aus Deutschlands bestem Rotweinanbaugebiet komme. „Sie ist natürlich, authentisch und niemals aufgesetzt - man merkt einfach, dass sie den Wein liebt“, sagte er, bevor er ihr als Abschiedsgeschenk eine hübsche Halskette umlegte.


Neue Markenbotschafterin der Volksbank


„Sie hat ihr Amt perfekt ausgefüllt, doch jetzt ist sie wieder Herrin über ihre eigene Zeit“, erklärte Elmar Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel eG, die sich als „Hauptsponsor“ um das Wohlergehen der Deutschen Weinkönigin kümmerte. Unter anderem stellte die Genossenschaftsbank der Majestät ein schwarzes Cabriolet zur Verfügung, mit dem sie nicht weniger als 30.000 Kilometer auf dem Weg zu 250 verschiedenen Terminen zurücklegte und zeitweise beinahe darin wohnte. Er habe große Hochachtung vor der enormen Leistung, die Julia Bertram gezeigt habe, „und dabei hat sie mit ihrer fröhlichen Art stets einfach gute Laune verbreitet.“ Deshalb freue er sich besonders, sie als neue Markenbotschafterin der Volksbank begrüßen zu dürfen. Ortsbürgermeister Alfred Sebastian war ebenfalls hellauf begeistert: „So viele Weinmajestäten auf einen Schlag hat es in Dernau noch nie gegeben.“ Gleich drei deutsche Weinkönigin und vier deutsche Weinprinzessinnen sowie zahlreiche ehemalige Ahrweinköniginnen und Ortsweinköniginnen hatten sich hier zum Abschiedsabend für die scheidende Deutsche Weinkönigin Julia Bertram versammelt. „Aber es ist das tollste Erlebnis, dass ich in meiner Amtszeit erleben durfte, gleich zwei Deutsche Weinköniginnen aus meinem Heimatort begleiten zu dürfen.“ Kreissparkassen-Direktor Dieter Zimmermann lobte die unvergleichliche Art und Weise, wie Julia Bertram das herausragende aber auch herausfordernde Amt gemeistert habe. Und Ahrtal-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Wittpohl wies darauf hin: „Sie hat stets auch Werbung für das Ahrtal gemacht, auch in dieser Hinsicht war sie einfach unbezahlbar für uns.“


Als Kind wollte Julia niemals Weinkönigin werden


Die scheidende Deutsche Weinkönigin schaffte es wieder einmal in wenigen Sekunden, den Saal mit einer sensationellen und herzerfrischenden Rede komplett auf ihre Seite zu ziehen. „Als Kind wollte ich niemals Weinkönigin werden - als ich aber eine Beziehung zum Wein und zum Weinbau aufgebaut habe, kam die Lust darauf dann doch.“ Der Tag der Wahl zur Deutschen Weinkönigin bleibe für immer unvergesslich, zumal er auch noch auf das Dernauer Winzerfest gefallen sei. „Das größte Geschenk überhaupt für mich war, dass das Winzerfest zu meinen Ehren um einen Tag verlängert worden ist“, strahlte sie im Rückblick. Sie habe jedenfalls ein Jahr erlebt, dass anders war als alle anderen und ihr sehr viel für ihren weiteren Lebensweg mitgegeben habe. Sie habe viele ferne Länder besucht und dabei so manches Abenteuer erlebt, von denen sie einige, sehr zur Freude des Publikums, noch einmal augenzwinkernd schilderte. Der Terminkalender sei jedenfalls randvoll gewesen, und oftmals sei es tatsächlich um Minuten gegangen. Durch ihre zahlreichen Auftritte sei sie zu einer schlagfertigen Moderatorin gereift, das stellte sie nicht nur an diesem Abend eindrucksvoll unter Beweis. Sie dankte allen ihren Unterstützern und den Menschen, ohne die sie die Herausforderung kaum geschafft hätte: „Ihr seid für mich unbezahlbar“, rief sie aus. Aber am Ende ihrer Amtszeit müsse sie eindeutig feststellen, dass ihre Oma schon damals recht gehabt hätte mit ihrer Weisheit: „Deheem iss et am schönste, un dat bliev ooch so!“

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S. Schmidt:
Ohne eine minimale Disziplin der Staatsbürger gerät diese Spaß- und Null-Risiko-Gesellschaft nun an den Rand des Scheiterns. Über die Jahre hat sich diese höchst fragwürdige Einstellung gegenüber Recht und Ordnung, Disziplin und Sorgfalt ausgebildet, ja sogar Menschen dies danach lebten und verlangten wurden in die „rechte“ Ecke phantasiert. Nun ist „Not am Mann“ und wir können in Teilen unserer Gesellschaft nicht auf ebendiese Tugenden zurückgreifen, die aktuell zum Schutz der Risikogruppen gebraucht werden.
juergen mueller:
Ja - Frau Dreyer, wissen WIR. Und da müssen WIR durch - auch ohne die andauernden Ermahnungen der Politik, auch wenn diese aufgrund der Uneinsichtigkeit eines Teiles der Bevölkerung man als notwendig erachtet. Sieht man sich die Medien an, dann geht alles an u.für sich normal weiter. Da ist ein Xavier Naidoo tagtäglich präsent in den Medien - dessen rechtspopulistische Gesinnung jedem bekannt sein müsste,der sich seine Texte einmal näher verinnerlicht,der jahrelang hofiert wird,dem seine Alben aus den Händen gerissen werden,ohne sich Gedanken darüber zu machen,was hinter seinen Texten wirklich steckt,einer,der mit der Blödheit u.auf Kosten seiner Fan`s zum Millionär geworden ist, einer, der mit seinen vermeintlich geistreichen Texten nur eines im Sinne hat, von seiner eigentlichen Gesinnung abzulenken, die er zu gegebener Zeit offen zur Schau tragen kann.
Jean Seligmann:
Ja, die gute alte SPD, auch sie hat sich verändert. So biedert sich Frau Esken bei den Linken an indem sie jetzt, wo viele Menschen vieles verlieren und gigantische Vermögenswerte vernichtet werden, eine Vermögensabgabe zur "Abmilderung der Coronafolgen" fordert. Gehts noch?

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juergen mueller:
Man sollte sich auch einmal in Krisenzeiten darüber im Klaren sein, dass man nicht auf die Kommunalpolitik angewiesen ist zu wissen, was falsch oder richtig ist, sondern einzig u.alleine der gesunde Menschenverstand zählt,den nicht jeder besitzt,was die Ausnahme sein dürfte.Politiker sind auch nur Menschen,die zwar meinen,etwas besser zu wissen u.für unser Wohl zu entscheiden,aber eben nur Menschen,die letzten Endes genauso Fehler in ihrem (ich-bezogenen) Denken machen,wie wir ebenso. Sich alleine auf das Denken anderer zu verlassen,vor allem politisches,damit macht man es sich zu einfach,beraubt sich seiner eigenen Selbstständigkeit u.liefert sich den Fehlern anderer aus.
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