Ökumenische Allerheiligen-Feier
Allerheiligen anders: Hoffnung zwischen den GräbernÖkumenische Feier auf dem Friedhof in Ahrweiler
aus Bad Neuenahr-Ahrweiler
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Hunderte Kerzen tauchten den Ahrtor-Friedhof am Abend von Allerheiligen in ein besonderes Licht. Ringsum Dunkelheit, dazwischen die vielen kleinen Flammen auf den Gräbern. Es war eine stille, berührende und zugleich tröstliche Atmosphäre, in der sich zahlreiche Menschen zur ökumenischen Feier „Allerheiligen anders“ versammelt hatten.
Eingeladen hatten Pfarrer Sung Kim und Pfarrer Jörg Meyrer. Gemeinsam gestalteten sie einen Abend, der dazu einlud, einmal anders auf Allerheiligen zu schauen: innezuhalten, an die Menschen zu denken, die fehlen, der eigenen Endlichkeit nachzuspüren und sich von der Hoffnung über den Tod hinaus berühren zu lassen.
Texte, Gebete und stimmungsvolle Musik gaben dem Abend seinen besonderen Charakter. Der Gedanke, dass es manchmal wichtig ist, nicht vor der Trauer und der Dunkelheit davonzulaufen, sondern sich ihnen zu stellen, zog sich durch die Feier. Eine längere Zeit der Stille lud die Besucherinnen und Besucher ein, über den Friedhof zu gehen, die Gräber ihrer Angehörigen aufzusuchen, sich zu erinnern und innezuhalten. Mit bereitgestellten Palmzweigen konnten die Gräber gesegnet werden.
So wurde die Botschaft des Abends ganz konkret erfahrbar: Das Leben ist endlich. Menschen, die wir lieben, fehlen. Und doch bleibt die Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Diese Hoffnung wurde an diesem Abend nicht nur ausgesprochen, sondern in der Gemeinschaft, im Licht der vielen Kerzen, in der Musik und im gemeinsamen Gebet leibhaftig erfahrbar.
Mit dem Vaterunser und dem österlichen Lied „Christ ist erstanden“ fand die Feier ihren Abschluss. Ein Abend, der Menschen zusammenführte und den Friedhof für eine Weile zu einem Ort machte, an dem neben Trauer und Erinnerung auch Trost und Hoffnung ihren Platz hatten.
Allerheiligen Anders Foto: Klaus Geck
Allerheiligen Anders Foto: Klaus Geck