Jugendliche gestalteten ein Wandbild am Feuerwehrgerätehaus in Brück
Alte Kunst trifft auf Moderne
Ahrbrück. Zum Rahmen des Jubiläums "750 Jahre Brück-Denn" in der Gemeinde Ahrbrück gehörte auch die Fertigung eines Wandbildes am Feuerwehrgerätehaus in Brück, organisiert und betreut vom Kulturverein Mittelahr. Dazu hatte die Vorsitzende Angelika Furth die Jugendlichen aufgerufen, unter Anleitung des Staffeler Künstlers Wolfgang Kutzner die Fertigung des Wandbildes mitzugestalten.
Da das alte Spritzenhaus im Blick des Wahrzeichens von Brück, der Katharinen Kapelle steht, war das Motiv schnell ausgemacht und nach einiger Zeit der Recherche wurde man im Archiv des ehemaligen Kreisarchivars Ignatz Görtz in Altenahr fündig. Die Vorlage, eine Lithographie des Bonner Aimè Henry aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, warf der Künstler Wolfgang Kutzner an die Wand und skizzierte den Entwurf - und das gleich nebeneinander, in doppelter Ausführung. Zuvor jedoch hatte Günter Hupperich die benötigte Fläche verputzt und für das Gemälde vorbereitet.
Zur weiteren Ausgestaltung hatten sich Marcel Schäfer, Daniel und Bastian Wieland, Dominic Müller sowie Lisa Löhndorf und Johanna Weidenbach zur Künstlergruppe formiert und ließen sich von Kutzner in die Geheimnisse der Malerei einweihen. Die Jugendlichen waren von Anfang an mit Begeisterung dabei und hatten schnell begriffen, wie man acht verschiedene Lasuren Strich für Strich nebeneinander setzt. Auf dem rechten Bild mit der Kapelle wurde nach alt meisterlicher Art verfahren, während links die Moderne ihren Einzug hält.
Seine vollkommene Wirkung zeigt das Gemälde mit einem gewissen Abstand des Betrachters, was vom Künstler und der Vorsitzenden des Kulturvereins aber auch so gewollt ist. Da der Fahrradweg über die Ahrbrücke führt, nimmt das Bildnis den Radfahrer mit, und je näher man rankommt, umso unschärfer wird das Bild in der Kunst der Modernen, wo Strich neben Strich gesetzt ist. Die Jugendlichen freuten sich, mit den letzten Pinselstrichen ihr Werk zu vollenden, das wetterbedingt ein klein wenig in Verzögerung geraten war.
