Lokalsport | 02.04.2013

Frauenfußballbundesliga - SC07 Bad Neuenahr -

Arbeitssieg über den Aufsteiger

SC 07 besiegt Gütersloh mit 1:0 (0:0)

Sarah Gregorius erzielt den goldenen Treffer im dichten Schneetreiben.Guido Kölzer

Bad Neuenahr. Im dritten Spiel binnen sieben Tagen besiegte der SC 07 Bad Neuenahr den FSV Gütersloh mit 1:0 (0:0) und kletterte damit auf den sechsten Tabellenplatz der Frauenfußballbundesliga. Sarah Gregorius erlöste ihre Mannschaft mit dem goldenen Tor in der 67. Minute. 263 Zuschauer sahen über weite Strecken eine schwache Partie, die sich den wieder einmal winterlichen Witterungsverhältnissen anpasste. Sechs Punkte aus drei Spielen lautet die Ausbeute für den SC 07 aus den letzten drei Spielen, wobei es erstmals gelang zwei Ligaspiele hintereinander zu gewinnen. Mit 20 Punkten können die Kurstädter nun beruhigt für die neue Saison planen.

Mit Marie Pyko für die gelb- gesperrte Antonia Hornberg hatte Colin Bell nur eine Änderung zur siegreichen Jena Elf vornehmen müssen. Sein Kollege Markus Graskamp musste indes noch kurz vor Anpfiff einen Wechsel auf der Torhüterposition vornehmen. Ein Rückenwirbel von Tessa Rinkes hatte blockiert und Laura Giuliani ersetzte die Stammkeeperin spontan. „Das hat aber unserem Spiel nicht geschadet, denn Laura hat ihre Sache gut gemacht“, meinte Graskamp nach dem Spiel. Sieht man einmal von der einen oder anderen Unsicherheit ab, hatte der FSV Coach damit Recht. Giuliani riskierte bereits nach 50 Sekunden Kopf und Kragen, als CèliaOkoyino da Mbabi von Jessica Bade steil geschickt wurde, aber an der Torhüterin scheiterte. Ob es nun am einsetzenden Schneefall lag, kann nicht abschließend gesagt werden, aber diese Chance war das Beste, was die frierenden Zuschauer im ersten Durchgang geboten bekamen. Ein riskanter Abwehrversuch von MirteRoelvink, die eine Yaren Flanke fast ins eigene Tor bugsierte, war in der 19. Minute ein weiterer Aufreger. Genau wie die sehr lässige Spieleinleitung von Giuliani, die bei einem Befreiungsschlag Anja Selensky anschoss, aber das Glück der Tüchtigen hatte, das die Kugel nur wenige Zentimeter am Tor vorbei ging. Im zweiten Durchgang begann Gütersloh mit viel Schwung und hatte Pech, als ein Heber von Marie Pollmann nur auf dem Gehäuse von Almuth Schult landete (47.). Der SC 07 übernahm nun immer mehr das Kommando und hatte in Person von Okoyino da Mbabi zwei Riesenchancen. Zunächst donnerte die Nationalspielerin einen Schuss aus sechs Metern vehement an die Unterkante der Latte, ehe sie wenige Minuten später die Zuschauer zur Verzweiflung brachte. Einen harmlosen Schuss von Aylin Yaren ließ Giuliani abprallen und vor die Füße der SC 07 Kapitänin prallen. Da Mbabi scheiterte aber mit ihrem Nachschuss aus kürzester Distanz an der nun glänzend reagierenden Gästetorhüterin (60.). Einige Minuten später kam es dann zur spielentscheidenden Szene. Nadine Rolser wurde in 17 Meter Torentfernung gefoult und Peggy Kuznik versuchte sich als Freistoßschützin. Zunächst wehrte die vielbeinige Abwehr der Gäste noch ab, aber über da Mbabi, Bade und Maier kam das Spielgerät zur freistehenden Sarah Gregorius, die keine Mühe hatte aus acht Metern einzunetzen. Zehn Minuten vor dem Ende kam es dann noch besser für den SC 07 Bad Neuenahr, denn Franziska Bröckl wurde nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb Rot vom Platz gestellt und sorgte damit für numerische Überzahl der Gastgeber. Das nun bis zum Schluss noch gezittert werden musste, war zwar ärgerlich, gab aber auch Almuth Schult noch einmal Gelegenheit ihre Klasse zu beweisen. Einen Volleyschuss von Anne van Bonn entschärfte die Torsteherin drei Minuten vor dem Abpfiff, in Klassemanier und sicherte ihrer Mannschaft damit die drei Punkte. Beide Trainer waren sich nach dem Spiel einig über den verdienten Sieger.

„Glückwunsch an Bad Neuenahr, die durch die Mehrzahl der Chancen den Sieg verdient haben. Ich weiß nicht ob der Siegtreffer aus Abseitsposition gefallen ist. Wenn es aber so war, dann ist das doppelt bitter für uns“, so FSV Trainer Graskamp.

Colin Bell war erleichtert und meinte: „Wichtig war heute der Sieg und das Erreichen der 20 Punkte Marke. Das Auf und Ab in dieser Woche geht natürlich an die Substanz, aber letztendlich konnten wir unserem Publikum wieder einen Sieg bieten. Es war zwar eine eher mäßige Partie, aber die Punkte bleiben hier und nur das zählt. Gütersloh hat sich als der erwartet schwere Gegner erwiesen. Was mich ärgert ist die Tatsache, dass wir auch in Überzahl keinen richtigen Zugriff auf das Spiel bekommen haben.“

Es spielten für SC 07: Almuth Schult, Laura Störzel, Jessica Bade, CèliaOkoyino da Mbabi, Nadine Rolser, Marie Pyko, Sarah Gregorius (81. Emma Kete), Leonie Maier, Peggy Kuznik, Aylin Yaren, Anja Selensky

Tor: 1:0 Sarah Gregorius (67.)

ZS: 263

SR: Nathalie Eisenhardt (Holzgerlingen) mit ihren Assistentinnen Christina Biehl und Daniela Schmaderer.

Bes. Vorkommnis: Franziska Bröckl wird mit gelb- roter Karte nach wiederholtem Foulspiel des Feldes verwiesen (80.).

Sarah Gregorius erzielt den goldenen Treffer im dichten Schneetreiben.Foto: Guido Kölzer

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