Salon-Gespräch in Bad Neuenahr
Auf der Suche nach Gerechtigkeit
Gesprächsreihe fragte nach Definitionen und nach den Auswirkungen – Dr. Sebastian Merk referierte
Bad Neuenahr. Was ist Gerechtigkeit? Was ist darunter zu verstehen, und wie wirkt sie sich auf die Rechtsordnung aus? Diese Thematik stand im Mittelpunkt des jüngsten „Salon-Gesprächs“ an bekanntem Ort in der Villa Aurora. Als Referenten konnten die Organisatoren - das Ehepaar Gudrun und Rudolf Raethel – den Kölner Juristen und Richter Dr. Sebastian Merk gewinnen.
Normen, die sich eine Gesellschaft setzt
Der wusste zu berichten: „Der Begriff der Gerechtigkeit ist ubiquitär. Er hat im Laufe der Jahrhunderte eine unterschiedliche inhaltliche Ausfüllung erhalten.“ Wichtig aus rechtlicher Sicht seien Normen, „die sich eine Gesellschaft setzt. Gegenseitige Interessen sind hierbei zu einem Ausgleich zu bringen“, so Dr. Merk. Die aus dem römischen Recht kommende „suum quique“-Formel habe seiner Meinung nach auch heute noch Bestand: „Letztendlich ist jedoch der materielle Gerechtigkeitsinhalt den Gegebenheiten des parlamentarischen Gesetzgebers ausgesetzt“, erläuterte Dr. Sebastian Merk. Anders sehe es hingegen aus, wenn der Gerechtigkeitsbegriff auf die Transzendenz des Seins erweitert werde. „Hier folgt aus der uralten Frage Luthers, wie der Mensch gerecht vor Gott wird, eine Akzentverschiebung. Die Wesensgerechtigkeit Gottes spiegelt sich hier an dem Sein des Menschen und macht die Erlösungsbedürftigkeit der Menschen deutlich“, zog der Referent einen Schlussstrich unter seinen Vortrag.
Der nächste Termin
Das nächste Salon-Gespräch findet aufgrund der starken Nachfrage des Referenten ausnahmsweise am Donnerstag, 6. November, um 18:30 Uhr in dem Jugendstilhotel Villa Aurora statt. Prof. Dr. Werner Gitt referiert dann über das Thema: Der prophetisch-mathematische Gottesbeweis. Kontakt, Tel. (0 26 4) 91 36 36 oder raethel@gmx.com.
