Qualifikationsrennen für den 24h-Langstreckenklassiker
BMW triumphiert mit vierfachem Erfolg
Nürburgring. Mit dem am vergangenen Wochenende erstmals ausgetragenen 6h-Qualifying-Rennen zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring vom 19. bi 22. Juni, etablierte der ADAC Nordrhein eine weitere Veranstaltung im Kalender der Langstreckenscene. Der „kleine Bruder“ des 24h-Rennens, wie die Verantwortlichen des ADAC das Qualifikationsrennen auch gerne bezeichnen, blieb allerdings mit 53 gemeldeten Fahrzeugen gegenüber den Läufen zur VLN und dem 24h-Rennen deutlich in den Kinderschuhen.
Für Rennleiter Walter Hornung schien dieses keine Überraschung zu sein: „Mit dieser Zahl sind wir bei so einem Debütrennen schon zufrieden“, erklärt er. Anders als bei den Teams wurde das Rennen von den Fans bei herrlichem Frühlingswetter in vergleichbar großer Zahl wie der ersten VLN Lauf besucht. Und ihr Kommen sollte sich lohnen. Bestand das Feld neben den Akteuren, die sich in den kleineren Klassen durch ihre Teilnahme die Startberechtigung zum 24h-Rennen sichern konnten, doch zum größten Teil aus den PS-Boliden der SP9- und SP7-Klasse. Auch wenn mit den Teams von Manthey, Frikadelli und Phoenix, drei etablierte Teams das Quali-Rennen ausließen, sorgte die große Zahl an GT3-Fahrzeugen (SP9) mit ihren hochkarätigen Fahrer-Besatzungen für packenden Motorsport. Auch wenn Audi das größte Fahrzeugkontingent ins Rennen schickte, sicherte sich BMW am Ende der 6h-Distanz die alleinige Vorherrschaft auf dem Podium.
Es siegte die Mannschaft des belgischen Teams von Marc VDS mit Maxime Martin, Uwe Alzen und Marco Wittmann. Gefolgt vom Team Schubert mit Jens Klingmann, Dominik Baumann und Claudia Hürtgen, vor dem Schwester BMW mit Dirk Werner, Dirk Müller, Lucas Luhr und Alexander Sims. Rang 4 belegte mit Bas Leinders, Markus Palttala, Nick Catsburg und Dirk Adorf ein weiterer BMW des Teams Marc VDS. Die lokalen Farben wurden bei diesem Rennen durch die Teams von Black Falcon, GetSpeed Performace, RTR und Prosport vertreten. Das Team von Black Falcon war es auch die mit dem Mercedes-Benz SLS AMG auf Rang 5 die beste Nicht-BMW-Platzierung einfuhren. Pilotiert wurde der Flügeltürer von Abdulaziz Al Faisal, Stephan Rösler, Christian Menzel und Jeroen Bleekemolen. Schnellstes Audi-Team war G-Drive Racing mit Roman Rusinov, Stephane Ortelli, Edward Sandström und Nico Müller, die das Rennen auf Platz sechs beendeten. Während sich das Team von GetSpeed Performace als bestes Porsche Team neben dem 7. Gesamtrang auch den Klassensieg in der SP7 sicherte, landet der RTR-Porsche nach einem längeren unplanmäßigen Boxenstopp wegen einer defekten Schaltung abgeschlagen auf Position 35. Einen weiteren Klassensieg gab es auch noch für das Team von Black Falcon in der Klasse V6, wo man den einen Porsche Carrera vor einem Porsche Cayman von Prosport-Performance ins Ziel brachte. Der prominente Starter dürfte sicherlich Stratosphären-Fallschirmspringer Felix Baumgartner gewesen sein, der in einem Audi R8 LMS ultra der Audi Race Experience sein erstes Nordschleifenrennen bestritt und gemeinsam mit den Werkspiloten Marco Werner, Frank Biela und Pierre Kaffer, den 14. Rang belegte.
Als schnellster Nicht-BMW erreichte der Mercedes-Benz SLS AMG von Black Falcon das Ziel, hier vor dem späteren Sieger BMW von Marc VDS.
Foto: BURG
Beim 24h-Qualifying-Rennen hatten die Piloten auch die Möglichkeit zu einem Zeittraining in der Dunkelheit hier der Porsche von RTR aus Adenau. Foto: BURG
Der prominente Starter dürfte sicherlich Stratosphären-Springer Felix Baumgartner gewesen sein. Foto: BURG
