Tegernsee mit der Reisegruppe Beul
„Bayern...wo es am schönsten ist“
Kreisstadt. Kürzlich fiel der Startschuss zur diesjährigen Sechstagesfahrt an den Tegernsee. In zügiger Anreise erreichte die Reisegruppe Beul ihr Urlaubsdomizil, Bad Wiessee. Das Hotel „Zur Post“ sollte für die nächsten Tage der Ausgangspunkt sein. Das erste Ziel am nächsten Tag war in Kreuth die Naturkäserei Tegernseer Land. Hier erfuhr die Gruppe Informatives über den Meierei-Betrieb. Von der ersten Idee bis zum Produktionsbeginn stellten 19 Milchbauern mit hohem Unternehmerrisiko eine Käserei auf die Beine. Der Betrieb verarbeitet täglich circa 5.000 Liter Milch und bietet dem Kunden eine bunte Palette seiner Heumilch-Produkte an. Eine Probe der Käsesorten war natürlich eingeschlossen. Die Weiterreise führte nach Rottach-Egern zur Talstation der Wallbergbahn. Die Gondelbahn hat ein Zweiseilumlaufsystem und fährt auf Bayerns Sonnenberg am Tegernsee. Der Blick vom Panorama-Restaurant auf die Bergwelt ist ebenfalls Highlight wie der „Schwebezustand“ mit Aussicht auf das Tegernseer-Tal, bei der Bergabfahrt. Der folgende Tag führte auf den „Heiligen Berg“ in Andechs. Es ist der älteste Wallfahrtsort Bayerns. Die Klosterkirche ist genauso bekannt wie das hier hergestellte Klosterbier. Die Besucher diskutierten heftig über das „Wirtschaftsgut“ der Benediktiner und schlossen den Besuch ab mit dem Wilhelm Busch Zitat: „Hoch von gnadenreicher Stelle winkt die Schenke und die Kapelle.“ Der Bus brachte die Gruppe nach Starnberg zum Bootsanleger. Leinen los, für die MS Starnberg. Es fuhr quer über den See nach Seeshaupt. Bekannteste Sehenswürdigkeit Kaiserin Sissi`s Schloss Possenhofen. Der nun folgende vierte Tag sah eine große Schiffsrundfahrt auf dem Tegernsee vor. Für viele Besucher gilt der Tegernsee als schönster See in Oberbayern. Die Reise mit der MS Rottach-Egern konnte zweimal unterbrochen werden und jeder hatte die Möglichkeit, seinen Tag individuell zu gestalten. Vorbei an malerischen Orten, war der obligatorische Besuch des Bräustüberl in Tegernsee natürlich ein „Muss“. Für den fünften Reisetag nahm man die Reiseleiterin Frau Rombach an Bord. Rasch war Bad Tölz erreicht. Diese Stadt, Luftkurort im mittleren Isartal gelegen, geht auf eine römische Siedlung zurück. Es kehrte Wohlstand durch den Salzhandel und die Holzflößerei ein. Vorzeigeobjekt ist natürlich die Marktstraße mit ihren Patrizierhäusern, deren Fassaden mit Lüftl-Malereien geschmückt sind. Bemerkenswert die Front des Marienstifts, die viel Historie zeigt. Hier findet eine Prozession statt, an der an die hundert Gespanne mit vier Pferden teilnehmen. Die Weiterfahrt führte nach Benediktbeuren. Das Kloster hat eine wechselvolle Geschichte. Über 600 Jahre waren hier ein Frauen- und ein Männerkloster untergebracht. Seit 1930 gehört das Kloster, ein Bildungs- und Kulturzentrum, dem Orden Don Bosco an. Es dient häufig Ausstellungen und Veranstaltungen jeder Art. „Zum Ahornboden in die Eng“ lautete der letzte Programmpunkt. Vorbei am Sylvenstein-Stausee führte der Weg in die Bayerischen Alpen, ins Rißtal. An dessen Ende bis nach Eng, über eine Mautstraße, sahen die Besucher einen lichten Wald von Bergahorn-Bäumen. Diese Baumbestände sind zwischen 300 und 600 Jahre alt und stellen ein landschaftliches Phänomen dar. Am Ende der Straße, eine Weiterfahrt nicht möglich, ist eine Höhe von circa 1300 m erreicht. Das Gebiet gehört zum Alpenpark Karwendel und der Besucher ist in Tirol/Österreich. Hier war Gelegenheit zu einem Rundgang über die Enger-Alm oder alternativ zum Kaffeetrinken, wozu sich die meisten Mitfahrer entschlossen haben. Denn der Wettergott hatte als Überraschung drei Zentimeter Neuschnee geschickt. Der sechste und letzte Tag diente der Heimreise.
