Allgemeine Berichte | 22.04.2026, 14:23 Uhr

Freiwillige Feuerwehr Verbandsgemeinde Altenahr

Bevölkerungsschutz in der VG Altenahr: Feuerwehr stellt Alarmierung auf digitale Technik um

Die Sirenensignale sollte man kennen. Zum Jahreswechsel wurde die digitale Alarmierung in der Verbandsgemeinde Altenahr in den Wirkbetrieb überführt und die Erprobungsphase erfolgreich abgeschlossen. Für die Bevölkerung bringt dies eine spürbare Veränderung im Alltag mit sich: Die Sirenen werden künftig deutlich seltener zu hören sein.
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Stille Alarmierung wird ausgeweitet und Sirenenalarm für Einsatzkräfte reduziert

VG Altenahr. In der Verbandsgemeinde Altenahr bricht für die Freiwilligen Feuerwehren ein neues technologisches Zeitalter an: Zum Jahreswechsel wurde die digitale Alarmierung in den Wirkbetrieb überführt. Für die Bevölkerung bringt dies eine spürbare Veränderung im Alltag mit sich: Die Sirenen werden künftig deutlich seltener zu hören sein.

Bisher war die Sirene auf den Dächern oft das erste Anzeichen für einen Feuerwehreinsatz. Mit der Einführung der neuen digitalen Meldeempfänger (DME) ändert sich dies. Die Einsatzkräfte tragen die neuen, hochmodernen Geräte ständig bei sich. Im Ernstfall erfolgt die Alarmierung nun für die Bevölkerung primär lautlos durch ein DME-Signal direkt am Gürtel der Feuerwehrleute. In der Fachsprache spricht man deswegen auch von „stiller Alarmierung“.

„Die digitale Alarmierung ist eine deutliche technische Verbesserung. Unsere alten Funkmeldeempfänger alarmierten ebenfalls zunächst mit einem Signal, gefolgt von einer je nach Standort mehr oder weniger gut verständlichen Sprachdurchsage. Die digitalen Meldeempfänger versenden die für die Kräfte relevanten Informationen schriftlich, sodass diese auf dem Gerätedisplay nachgelesen werden können“, erklärt Florian Ulrich, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Altenahr. „Das ermöglicht es uns, die Einsatzkräfte bei kleineren Einsätzen ohne Lärmbelästigung durch die Sirenen für die Bevölkerung zu erreichen. Weiterhin bietet es den Vorteil dass die Kameraden und Kameradinnen bei Alarmierung schon wissen, um welches Einsatzstichwort es sich handelt. Bei größeren Einsätzen werden wir aber nach wie vor die Sirenen als zusätzliches Alarmierungsmittel verwenden.“

Technische Umsetzung und Einsatzsystem

Die neue Technik wird durch die Integrierte Leitstelle (ILS) in Koblenz zur Erstalarmierung der Feuerwehren angesteuert, bis danach die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) der Verbandsgemeinde Altenahr besetzt ist. Das System gilt als verlässlich und löst damit den bisherigen Standard der analogen Funkmeldeempfänger (FME) und der Sirenenalarmierung ab.

Die Reduzierung der Sirenenalarmierung ist eine bewusste Entscheidung im Sinne des Bevölkerungsschutzes. In der Vergangenheit führte die häufige Auslösung auch bei kleineren Einsätzen – wie etwa bei kleinen Bränden oder der Unterstützung des Rettungsdienstes in unwegsamem Gelände – zu einem Gewöhnungseffekt. Um diesen Effekt zu vermeiden und die Sirene wieder als Warninstrument für die Bevölkerung ins Bewusstsein zu rücken, wird sie für die Feuerwehralarmierung künftig nur noch bei größeren Lagen wie Wohnungsbränden mit Menschenrettung, schweren Verkehrsunfällen oder Gefahrgutunfällen ausgelöst. So soll sichergestellt werden, dass die Bürgerinnen und Bürger wieder aufmerksamer reagieren, wenn das akustische Sirenensignal ertönt.

Ausnahmen und Sirenenfunktion

Eine technische Ausnahme bildet vorerst das Gebiet der Ortsgemeinde Heckenbach. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten und der aktuellen Abdeckung des digitalen Alarmierungsnetzes wird die Feuerwehr Heckenbach mit ihren acht Ortsteilen bis auf Weiteres weiterhin über Sirenen alarmiert, um die Erreichbarkeit der Einsatzkräfte dort lückenlos zu garantieren.

Die Wehrleitung der Verbandsgemeinde weist ausdrücklich darauf hin, dass diese neue Regelung ausschließlich die Alarmierung der Einsatzkräfte betrifft. Die Funktion der Sirene als Warnmittel für die Bevölkerung bleibt hiervon völlig unberührt. Im Falle von akuten Gefahrenlagen für die Bevölkerung oder Katastrophen können die Sirenen jederzeit unabhängig von der ILS oder FEZ ausgelöst werden, um die Menschen mit den bekannten Warnsignalen (auf- und abschwellender, unterbrochener oder durchgehender Signalton) zu warnen. Durch die Ausweitung der stillen Alarmierung im Feuerwehralltag wird sichergestellt, dass das Warnsignal der Sirenen im Ernstfall wieder die notwendige Aufmerksamkeit erhält.

Die Umstellung auf die moderne Alarmierung schlägt in der Verbandsgemeinde Altenahr mit rund 110.000 Euro zu Buche. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Verbandsgemeinde mit rund 44.000 Euro.

Zum Jahreswechsel wurde die digitale Alarmierung in der Verbandsgemeinde Altenahr in den Wirkbetrieb überführt und die Erprobungsphase erfolgreich abgeschlossen. Für die Bevölkerung bringt dies eine spürbare Veränderung im Alltag mit sich: Die Sirenen werden künftig deutlich seltener zu hören sein.

Zum Jahreswechsel wurde die digitale Alarmierung in der Verbandsgemeinde Altenahr in den Wirkbetrieb überführt und die Erprobungsphase erfolgreich abgeschlossen. Für die Bevölkerung bringt dies eine spürbare Veränderung im Alltag mit sich: Die Sirenen werden künftig deutlich seltener zu hören sein. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

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Die Sirenensignale sollte man kennen. Zum Jahreswechsel wurde die digitale Alarmierung in der Verbandsgemeinde Altenahr in den Wirkbetrieb überführt und die Erprobungsphase erfolgreich abgeschlossen. Für die Bevölkerung bringt dies eine spürbare Veränderung im Alltag mit sich: Die Sirenen werden künftig deutlich seltener zu hören sein. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

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