Politik | 01.12.2015

Landesgartenschau 2022 soll in Bad Neuenahr-Ahrweiler gefeiert werden

Bewerbung für Landesgartenschau beschlossen

Bewerbungsunterlagen sollen erstellt werden – Vorhandene Strukturen nutzen – Konzept „Fließende Energie“ einbauen-

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler will sich für die Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahr 2022 bewerben. Das beschloss der Stadtrat bei zwei Enthaltungen in seiner jüngsten Sitzung.

Die Verwaltung soll die dafür notwendigen Unterlagen erstellen lassen, wobei die Zeit drängt, denn am 31. März 2016 endet schon die Bewerbungsfrist.

Bereits für die Landesgartenschau 2018 hatte sich die Kreisstadt beworben, doch die findet aller Voraussicht nach nicht statt, weil das Land kein Geld dafür zur Verfügung hat. Die nächste Landesgartenschau ist erst für 2022 vorgesehen. Deshalb will man jetzt einen neuen Anlauf zum neuen Termin wagen und dabei zumindest teilweise auf die bereits vorhandenen Unterlagen zurückgreifen.

Zumal der Erste Beigeordnete Detlev Koch (CDU) darauf hinwies, dass der Bewerbungsschluss Ende März den zeitlichen Rahmen für die Bearbeitung äußerst eng setze. Beispielsweise seien die Anforderungen an Qualität und Öffentlichkeitsbeteiligung, die schon für die Bewerbungsphase gefordert würden, nur mit enormen Aufwand zu erfüllen.

Stadt strebt veränderte Bewerbungsstrategie an

In den Bewerbungsleitlinien gefordert seien außerdem ein nachhaltiges und finanzierbares Nachnutzungskonzept beispielsweise für eine Konversionsfläche. Außerdem ein erheblicher städtebaulicher, landesplanerischer oder naturschutzrechtlicher Handlungsbedarf sowie die Ausweisung einer geeigneten, auch überregional mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbaren Kernfläche von mindestens 15 Hektar als Zentrum der Gartenschau.

Angesichts dieser Vorgaben strebe die Stadt eine teilweise veränderte Bewerbungsstrategie bei hoher Gesamtqualität vor. Ziel sei es, eine standort- und marketingorientierte Bewerbung auf den Weg zu bringen, die die Nutzung der bereits umfangreich vorhandenen städtischen Grün- und Tourismusstrukturen in den Vordergrund rücke und damit in der Umsetzung deutlich kostengünstiger sein könne als eine komplett neue Gartenschauplanung auf der „Grünen Wiese“. Das Erstellen der dafür notwendigen Bewerbungsunterlagen soll daher schwerpunktmäßig gemeinsam mit einer einschlägigen Fachagentur erfolgen. Im Haushalt seien bereits 50.000 Euro für die Bewerbung eingestellt, so Koch auf Nachfrage von Dr. Jürgen Lorenz (Wählergruppe Jakobs).

Chance ergreifen, die Stadt positiv zu verändern

Mit diesem Konzept möchte auch der Stadtrat ins Rennen gehen, wurde in der kurzen Diskussion deutlich. „Wir haben Flächen, die überholt und saniert werden müssen“, wusste etwa CDU-Sprecher Ralf Wershofen. Zudem eröffnet die Landesgartenschau die Möglichkeit, die Ideen des bereits beschlossenen Konzeptes „Fließende Energie“ zeitnah umzusetzen. Schließlich sei nicht das Vorhandensein einer Brache für den Erfolg einer Gartenschau verantwortlich, sondern was dadurch entstehe, wie die Besucher es annähmen, wie die Bevölkerung dahinter stehe und die Chance ergreife, ihre Stadt positiv zu verändern.

Grünen-Fraktionschef Wolfgang Schlagwein schlug in die gleiche Kerbe: „Die Bundesgartenschau war für Koblenz ein enormer Gewinn, wenn wir das auch für Bad Neuenahr-Ahrweiler erreichen könnten, wäre das den Versuch auf alle Fälle wert.“ Auch Wolfgang Huste (Die Linke) war prinzipiell nicht dagegen, hielt aber ein nachhaltiges Konzept für erforderlich und wollte gerne die Nachbarkommunen Remagen, Sinzig und Bad Breisig mit einbeziehen. „Das bekommen wir, in der dafür notwendigen Abstimmungen, zeitlich leider nicht mehr hin“, erteilte Bürgermeister Guido Orten (CDU) diesem Ansinnen jedoch eine Absage.

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  • Boomerang : Ein 3er BMW unmittelbar vorm Haus des Döners. Mehr Klischee geht nicht ????
  • Jörg Schneider : Sehr interessanter Artikel, danke dafür. Allerdings ist hier eine Richtigstellung notwendig. Frau Schäfer ist zwar Mitglied der freien Bürgerliste, ist aber nicht von dieser als Bürgermeisterkanidatin nominiert worden.
  • Boris Klug: Wohl ist durch die Beschädigungen an den Verteilerkästen - einer wurde komplett "abrasiert" - die Versogung mit Telefon, Fernsehen und Internet in der Innenstadt erheblich gestört.
Ralf Schweiss
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