Kulturverein Mittelahr e.V.
Bilder von Vakhtang Megrelishvili
Ausstellungseröffnung am 2. April im Rathaus Altenahr
Altenahr. Der Kulturverein Mittelahr e.V. lädt ein zu einer Ausstellung mit Bildern des georgischen Künstlers Prof. Vakhtang Megrelishvili ins Rathaus Altenahr. Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, 2. April, 19 Uhr, im Foyer des Rathauses statt. Schon als fünfjähriger Knirps wusste er ganz genau, was er werden wollte: „Entweder werde ich Maler oder gar nichts“ - Vakhtang Megrelishvili, seit 2011 Professor der Nationalakademie der Schönen Künste in Tiflis und unter anderem Träger des Ehrentitels Bester Künstler Georgiens im Fach Graphik, verliehen durch die Nationale Kunstwissenschaftliche Vereinigung Georgiens. 1979 entschied er sich für die akademische Ausbildung und immatrikulierte an der Nationalakademie der Schönen Künste Georgien, Tiflis. Der sensible Künstler genoss hier die Aufmerksamkeit, die ihm zu Teil wurde. Sein Studium schloss er 1985 mit seiner Promotion ab. 1987 bis 1990 setzte er seine Ausbildung mit einem Praktikum am „Serge Kobufadse Kreativstudio“ fort. 1990 kehrte er als Dozent an die Akademie zurück. Seine persönliche Sicht auf das Sein ist von einer aufgeklärten Spiritualität geprägt, die aus traditionellen Wurzeln genährt wird. Der Künstler stellt sich den Problemen des 21. Jahrhunderts immer mit so viel humorvollem Abstand, wie nötig ist, eine Realität jenseits der Oberfläche zu erschließen, und einer Weisheit, die seine Werke auch nach wiederholter Betrachtung zu den Menschen sprechen lässt. Vakhtang Megrelishvili fühlt sich unübersehbar den Gesetzen der akademischen Malerei verpflichtet. Seine künstlerische Sprache in Malerei und Graphik verbindet meisterhaft den archaisch-direkten Ausdruck der vorgeschichtlichen Felsenmaler Georgiens mit den akademischen Gesetzen der Gegenwart. Formen und Kompositionen bleiben häufig offen und geheimnisvoll, schweben bisweilen in Maß und Stärke zwischen Ordnung und Chaos einerseits, andererseits zeigen sie sich im formalen Widerstreit von Dichte und Transparenz. Sie vermitteln oft den lebendigen Reiz des Gesehenen und Geschehenen. Seine Liebe zur Musik spiegelt sich nahezu in jedem seiner Bilder wieder, beispielsweise, wenn er die vier Jahreszeiten in seiner Heimat Georgien zum „Klingen“ bringt, denn dieses Land ist klein, seine Geschichte aber groß. Es blickt auf 3.300 Jahre Geschichte zurück. Tiflis war Knotenpunkt der legendären Seidenstraße, die Handels- und Informationsweg war. Hier befanden sich 16 Karawansereien, wo des Nachts Reisende aller Himmelsrichtungen Geschichten erzählten, die sie aus ihrer Heimat mitgebracht hatten. Gastfreundschaft und Freude an Märchen, Mythen, Epen und Legenden haben sich die Georgier bis heute bewahrt und teils auch umgesetzt. Der Künstler Vacho ist verheiratet mit Maja einer Designerin und Vater einer 19-jährigen Tochter und eines fünfzehnjährigen Sohnes.
