Kolpingsfamilie Dernau
Bis auf den letzten Platz ausgebucht
Ein ansprechendes Programm erwartete die Teilnehmer zum diesjährigen Ganztagesausflug nach Köln
Köln. Die diesjährige Sommertour führte die Kolpingsfamilie Dernau nach Köln. Das dreiköpfige Organisationsteam um Tanja Schlösser, Gabi Kreuzberg und Stefan Kalt hatte im Vorfeld ein ansprechendes Programm für den Ganztagesausflug zusammengestellt. Wie groß die Resonanz bei den Mitgliedern war, zeigte sich bei den Anmeldungen. Schon nach kurzer Zeit war der Bus bis auf den letzten Platz ausgebucht.
Das Ziel war bewusst gewählt: Der Vorstand wollte den Ausflug aus Anlass des 200. Geburtstages Adolph Kolpings eine besondere inhaltliche Bedeutung geben. So hatte wurde zuvor bei einem eher zufälligen Treffen dem Generalpräses des internationalen Kolpingwerkes, Ottmar Dillenburg die Absicht bekundet, mit ihm zusammen in der Minoritenkirche in Köln den Sonntagsgottesdienst feiern zu wollen. Monsignore Dillenburg hatte sich spontan dazu bereit erklärt, zumal der Termin so gewählt war, dass er dann gerade von einer Südamerikareise zurück sei.
Nach Tagen der Kälte und des Regens startete die Kolpingfamilie um 8 Uhr ab Dernau bei herrlichem Sonnenschein. Nach knapp einstündiger Fahrt entließ der Bus die Truppe direkt vor der Minoritenkirche, wo eine emsige Schar in aller Eile einige Sitzgarnituren und Tische für ein Frühstück aufstellte. Bis zur Messe um 10 Uhr war noch ausreichend Zeit dafür. Monsignore Dillenburg begrüßte die Kolpingsfamilie und gesellte sich gerne dazu.
Kurz vor 10 Uhr zog die KF Dernau dann geschlossen in die Kirche ein. Die jüngeren Mitglieder hatten sich spontan zum Ministrantendienst bereit erklärt, was auch den Hausherrn erfreute, da die Minoritenkirche nicht als Pfarreikirche fungiert und auch sonntags die Besucherzahlen eher gering sind. Gemeinsam mit Banner vorweg, getragen von Rolf Nietgen, gingen sie durch den Mittelgang zum Altar.
In seiner Predigt stellte Präses Dillenburg die besondere soziale Verantwortung und das christliche Bekenntnis in einem schwieriger werdenden gesellschaftlichen Umfeld heraus.
„Man sei jedoch nicht allein gelassen, sondern in einer Familie Gleichgesinnter gut aufgehoben. Das Engagement im Sinne Kolpings sei gefordert, um Gesellschaft mitzugestalten und Hoffnungszeichen zu setzen. Zuletzt sei auch die Freude zu erwähnen, die nicht fehlen dürfe.“
Er wünschte der Kolpingsfamilie diese Freude für den Ausflugstag und bat darum, dass etwas von dem guten Wetter, das nach Köln mitgebracht wurde, zurückgelassen wird.
Nach der heiligen Messe versammelten sich alle am Grab Kolpings, um für seine Heiligsprechung zu beten und seiner zu gedenken.
Vor der Kirche wartete dann ein zweites Frühstück mit Kuchen und einem Gläschen Sekt, zu dem auch die übrigen Kirchenbesucher und auch ein paar Obdachlose, die sich vor der Kirche aufhielten eingeladen wurden.
Mittags begaben sich alle in verschiedenen Alters- und Interessengruppen auf geführte Entdeckungstouren durch Kölns City. Die Kinder „suchten etwas, was du nicht siehst“. Die älteren Semester entdeckten zeitgleich die Eigenheiten kölscher Braukunst in einschlägigen Brauhäusern, ließen sich aber auch die Geschichte der Heinzelmännchen nahebringen.
Eine Schiffsrundfahrt unter den Kölner Brückenbauwerken hindurch und entlang des neu gestalteten Rheinauhafens mit Kranbauten und Schokoladenmuseum rundete den Nachmittag ab. Um 17 Uhr wartete der Bus, der alle auf verschlungenen Wegen zum Bahnhof Kottenforst brachte. Dieser wurde als „Geheimtipp“, Abschluss eines harmonischen Ausfluges, empfohlen. Bei Zigeunerschnitzel und einem Glas Radler klang der Tag aus.
In seiner Predigt betonte Präses Dillenburg die besondere soziale Verantwortung und das christliche Bekenntnis.
