Feuerwehr Ahrbrück führt erste Einsatzübung des Jahres durch
Brand in der Unterkirche
Ahrbrück. Jüngst führte die Feuerwehr Ahrbrück ihre erste diesjährige Einsatzübung durch. Diese spezielle Form der Übung, in welcher die Kameraden in absolut unbekannte Situationen gerufen werden, um dort unter annähernden Echtbedingungen eine Einsatzsituation zu üben, führt die Feuerwehr Ahrbrück mehrmals pro Jahr durch, zusätzlich zum regulären Übungsplan.
Simuliert wurde nun ein Brandgeschehen in der Unterkirche. Übungsannahme war, dass es in der dort eingerichteten Küche bei Elektroarbeiten zu einem Unfall gekommen war, in Folge dessen der Brand ausbrach. Bei Eintreffen der „alarmierten“ Feuerwehr Ahrbrück war die gesamte Unterkirche bereits so verraucht, dass ein Betreten des Bereiches ohne Atemschutzgeräte nicht mehr möglich war. Mehrere Handwerker wurden vermisst. Zudem erhielten die Wehrleute die Information, dass die in der Unterkirche befindliche Bibliothek zum Zeitpunkt des Brandausbruches geöffnet war und auch hier Personen zu vermuten seien. Zudem war der unmittelbar vor der Unterkirche befindliche Unterflurhydrant defekt, sodass das Löschwasser über längere Distanz herbeigeführt werden musste. Schnell waren die ersten Trupps unter Atemschutz im Einsatz und suchten nach vermissten Personen. Weitere Trupps waren unterwegs, das Feuer in der Küche zu bekämpfen und eine Brandausbreitung so zu verhindern. Eine leblose Person wurde schnell gefunden und ins Freie getragen, ebenso wie zwei panische Besucher der Bibliothek, welche sich in einen rauchfreien Raum gerettet hatten. Nachdem alle vermissten Personen gefunden und außer Gefahr gebracht waren, verunglückte ein Feuerwehrmann bei der Brandbekämpfung und musste wiederum durch seine Kameraden gerettet werden. Anschließend wurde die Übung beendet. Wehrführer und Übungsleiter Torsten Claesgens zog ein insgesamt zufriedenstellendes Fazit:
„Das Einsatzziel wurde erreicht. Die Löschgruppen der Feuerwehr haben Hand in Hand gearbeitet und alle erteilten Aufträge abgearbeitet. Einzelne kleine Fehlerquellen wurden erkannt und angesprochen. Solche Einsatzübungen, welche wir zusätzlich zu unseren turnusmäßigen Übungen durchführen, sind wichtig, um den Ausbildungsstand der Kameraden festzustellen und Übungsdefizite zu erkennen.
Wir werden solche Großübungen daher auch weiterhin regelmäßig durchführen.“ Wie realistisch das Übungsszenario aufgebaut war, zeigte indes das Echo in den sozialen Netzwerken. So schrieb eine Nutzerin auf Facebook: „Die Kirche in Ahrbrück an der B257 soll brennen. Feuerwehr soll da sein, daher könnte es zu einer Sperrung kommen.“
