Moderationsverfahren zur Zukunft des TWIN
Bürgerinitiative hat klare Präferenzen
Die Bürgerinitiative „Rettet das TWIN“ kann sich nur mit der Firma von Prof. Roland Fritz und Piet Sellke als Moderator anfreunden
Bad Neuenahr. Die Bürgerinitiative „Rettet das TWIN“ begrüßt es, dass die Frage nach der Zukunft des Familienbades neu und ergebnisoffen aufgerollt wird.
„Auch das Mittel der Moderation ist für uns ein guter Weg, Transparenz herzustellen und den Bürger mitzunehmen,“ betonen die Vertreter der Initiative. Zentraler Punkt in der neuen Entscheidungsfindung ist das Moderationsverfahren, das von professionellen Moderatoren geleitet werden soll. Der Stadtrat hat in der vergangenen Sitzung eine Auftragsvergabe an eine der drei zur Auswahl stehenden Moderatoren vertagt. Die Bürgerinitiative erklärte nun zu diesem Themenkomplex: „Wir müssen nun feststellen, dass zwei der drei Unternehmen für uns nicht akzeptabel sind.“ Die Bürgerinitiative hat sich mit anderen betroffenen Bürgerinitiativen kurzgeschlossen und stellte so fest, dass zwei Firmen oftmals eine ausgeprägte Nähe zu den Stadtverwaltungen unterstellt wurde. Die Bürgerinitiative „Rettet das TWIN“, betrachten nun einzig die Frankfurter Firma von Prof. Roland Fritz und Piet Sellke als möglichen Moderationspartner. Die Voraussetzungen zur Gestaltung einer professionellen Moderation eines solchen Prozesses erfordern nach Meinung der Bürgerinitiative „Rettet das TWIN“ neben dem zugrunde liegenden Konzept eine entsprechende „Qualifizierung“ der Moderatoren und gegebenenfalls auch einen Nachweis über geleistete Prozesse dieser Art. Die Bürgerinitiative favorisiert eine Moderation durch die Firma Fritz und Sellke, da ihr Angebot, nach Meinung der Bürgerinitiative, die nicht zu unterschätzende Voraussetzung eines „klaren Mandats für den Beteiligungsprozess“ beinhalte. „Wir dürfen dies als Ausdruck verstehen, dass den Moderatoren dieses Teams deren Neutralität im Prozess von besonderer Wichtigkeit ist – aber nicht nur des Moderatorenteams sondern vielmehr auch die des Auftraggebers, also der Stadtverwaltung Bad-Neuenahr-Ahrweiler,“ erklärt die Bürgerinitiative. Zudem planen diese Moderatoren bei entsprechenden Sachfragen Experten hinzu zu ziehen. Dies jedoch nur in Absprache mit dem Gremium des „Runden Tischs “, in dem alle Parteien vertreten sind. Dies ist in den Augen der Bürgerinitiative im Sinne der Neutralität wünschenswert. Die Bürgerinitiative „Rettet das TWIN“ wandte sich nun an die Mitglieder des Stadtrates von Bad Neuenahr mit der Bitte, dass die Kommunalpolitiker die Auswahl des Moderators in ihrem Sinne entscheiden, um so bei der kommenden Stadtratssitzung den Grundstein für ein in ihrem Sinne neutrales und wirklich ergebnisoffenes Verfahren zu legen.
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