Chefarzt an der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik in Ahrweiler
Bundesverdienstkreuz für Dr. Christoph Smolenski
Staatsminister Alexander Schweitzer würdigt den 64-Jährigen in seiner Laudatio
Ahrweiler. „Das ist toll!“ - das war die erste Reaktion von Dr. Christoph Smolenski, als er von der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erfuhr, im Volksmund kurz Bundesverdienstkreuz genannt.
Am Freitagnachmittag erhielt der Chefarzt für Psychiatrie an der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik in Ahrweiler nun die Auszeichnung in den Räumen des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Mainz aus den Händen von Staatsminister Alexander Schweitzer. „Sie haben sich auf zwei wichtigen Gebieten des Gesundheitswesens Verdienste erworben“, sagte der Staatsminister während seiner Laudatio. „Zum einen kümmern Sie sich seit vielen Jahren um die Belange der privaten Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen in Rheinland-Pfalz. Zum anderen haben Sie sich in außerordentlicher Weise für die Verbesserung der psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosomatischen Versorgung in Rheinland-Pfalz eingesetzt.“
Wirken in Deutschland und der Schweiz
Nach dem Abitur am Peter-Joerres-Gymnasium in Ahrweiler absolvierte Smolenski sein Studium der Medizin in Bonn, Bern und Würzburg. Seine Facharztausbildung durchlief er an den Universitäten Bern (Schweiz) und Köln. 1974 promovierte er als Arzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapeutische Medizin und Psychoanalyse. Nach der Approbation war Smolenski zunächst an verschiedenen Kliniken in Deutschland und der Schweiz tätig. So leitete er 1979 kommissarisch als Chefarzt eine neurologische Klinik im schweizerischen Montana. Nach der Rückkehr nach Deutschland setzte er seine Facharztausbildung in der Universitätsklinik in Köln fort. Ab 1982 war er dort als Oberarzt tätig.
Er erwarb die Qualifikationen für die Zusatz- beziehungsweise Bereichsbezeichnungen „Psychotherapie“, „Facharzt für psychotherapeutische Medizin“, „Psychoanalyse“, „Spezielle Schmerztherapie“, „Geriatrie“ und „EMDR-Therapeut“. Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) ist eine hochwirksame Trauma bearbeitende Psychotherapiemethode. Seit 1983 ist der heute 64-Jährige als Chefarzt für Psychiatrie an der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik in Ahrweiler unmittelbar neben dem Obertor und der Stadtmauer tätig. Die Klinik ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie in privater Trägerschaft. Seit 1991 ist Smolenski Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor der Klinik. Darüber hinaus nimmt er ehrenamtlich Lehraufträge im Gebiet Psychosomatische Medizin an der Medizinischen Universitätsklinik in Bonn und der Fachkrankenpflegeschule in Andernach wahr. Viele Jahre war er zudem Ärztlicher Leiter des Instituts für Psychotherapie und Psychoanalyse Rhein Eifel in Sinzig, einem staatlich anerkannten Ausbildungsinstitut für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.
Umfangreiche Verbandsarbeit
Neben seinem beruflichen Wirken setzt sich der erfahrene Mediziner seit 1994 als Vorstandsmitglied und seit 1997 als Vorsitzender des Landesverbands für die Interessen der privaten Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen in Rheinland-Pfalz ein. Ebenfalls seit 1997 ist er Vorsitzender des Arbeitskreises der Krankenhäuser im Verband der Privatkliniken in Rheinland-Pfalz. Von 1991 bis 1996 gehörte Smolenski der gemeinsamen Tarifkommission der Landesverbände der Privatkliniken in Hessen und Rheinland-Pfalz an. Von 2003 bis 2006 war er Mitglied im Vorstand des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken und arbeitete in verschiedenen Ausschüssen des Bundesverbands. Und schließlich fungierte er seit 1986 als Vorsitzender des Vereins leitender Krankenhausärzte privater Kliniken.
Neben der erfolgreichen Leitung seiner Klinik lag Smolenski in allen Jahren auch eine gute psychiatrische, psychotherapeutische und psychosomatische Versorgung in Rheinland-Pfalz am Herzen. Als Mitglied des Ausschusses für Krankenhausplanung hat er beratend bei der Landeskrankenhausplanung für das Bundesland mitgewirkt. Auch im Psychiatriebeirat und in der Arbeitsgruppe Psychiatrieplanung des Landeskrankenhausplanungsausschusses war er Mitglied. Er stand der Landesregierung jederzeit beratend zur Verfügung - und das kostenlos. Hierfür wendete er viel Zeit auf, beispielsweise für die Begutachtung von psychiatrischen Kliniken, die Begutachtung psychosomatischer Angebote oder die Gremienarbeit. Last but not least war er beim Aufbau der psychiatrischen Netze und der Umsetzung der Psychiatrie-Enquete des Bundes im Landkreis Ahrweiler wesentlich beteiligt.
Gesellschaftliches Engagement
Doch nicht nur im medizinischen, sondern auch im allgemeinen gesellschaftlichen Bereich engagiert sich Smolenski. Lange Zeit war er Mitglied im Elternbeirat des Peter-Joerres-Gymnasiums Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nach wie vor gehört er der St. Sebastianus Bürgerschützengesellschaft Ahrweiler an. Dort ist er Vorstandsvorsitzender des Königsglieds sowie Verwaltungsratsmitglied.
„Ich greife Ihre Worte gerne auf und sage, es ist toll, sehr geehrter Herr Dr. Smolenski, was Sie in all den Jahren geleistet haben“, sagte Staatsminister Alexander Schweitzer zum Abschluss seiner Würdigung. „Deshalb freue ich mich, dass ich Ihnen heute das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen darf.“ Übrigens ist Christoph Smolenski nicht der erste Bundesverdienstkreuzträger der Familie. Auch sein 2009 verstorbener Vater Otto hatte die Auszeichnung im Jahre 1983 erhalten.
