Lokalsport | 30.09.2013

Grafschafter SV

C-Jugend kann in Heimspielen nicht überzeugen

Unentschieden im Lokalderby gegen JSG Bengen - Schlappe gegen Oberwinter

Ausgleich kurz vor Schluss gegen Bengen: Vinzenz Schneider. privat

Vettelhoven. Nicht wirklich überzeugen konnte die C-Jugend des Grafschafter SV in ihren beiden Heimspielen zum Ende der Hinrunde. Während im Lokalderby gegen die JSG Bengen ein zähes und unspektakuläres 2:2 beim Schlusspfiff zu Buche stand, verlor man gegen zu Hause gegen Oberwinter nach enttäuschender Partie mit 0:5. In beiden Partien schlug sich das Team von Michael Schneider und Lars Breustedt unter Wert und muss in der Rückrunde nach den Herbstferien doch noch deutlich zulegen.

Das Spiel gegen die Lokalrivalen aus der Unteren Grafschaft stand insgesamt beidseitig auf keinem hohen Niveau. Während die Gäste sich deutlich auf hohe und weite Bälle auf ihre schnellen Stürmer und damit auf das Konterspiel konzentrierten, versuchte der GSV, die Partie zu beherrschen, was aber aufgrund zu vieler Fehler nicht wirklich gelang. Die Probleme der gesamten Saison traten bei den Platzherren immer wieder zu Tage: zu viele Ballverlauste im Aufbauspiel, zu viele unsaubere Passspiele und zu wenig Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor. Lange dauerte es in der ersten Hälfte, bis eine der durchaus vorhandenen Chancen zum 1:0 in der 27. Spielminute durch Alexis Gäb führte. Kurz darauf erzielte der Gegner aber nach nicht konsequenter Abwehrleistung das 1:1 und markierte damit den Pausenstand. Nach dem Wechsel brauchte der GSV lange, bis er wieder ins Spiel fand. Dies genügte den Bengenern, um nach 38 Minuten nach schnellem Konter das Führungstor zu erzielen. Der GSV war durchaus bemüht, das Spiel an sich zu reißen, was aufgrund der höheren Spielanteile auch gelang, aber ohne zählbaren Erfolg. In der 50. Minute war es dann aber doch soweit, als Vinzenz Schneider einen schönen und schnellen Angriff zum Ausgleich abschloss. Danach gab es bis zum Schlusspfiff noch ein Chancenplus für die Platzherren, aber das Unentschieden nach 70 Minuten ist durchaus als gerecht zu bezeichnen.

Gegen die Gäste aus Oberwinter stand in der nächsten Partie auf heimischem Geläuf erst einmal eine taktische Umgewöhnung auf dem Programm, denn die Gäste haben eine 9er-Mannschaft für die Spielrunde angemeldet. Sportlich nicht ganz gerecht und durchaus unverständlich seitens des Fußballverbandes, denn während der Gegner stets zu neunt antreten kann, müssen alle anderen Staffelgegner sich jeweils neu sortieren, da sie ansonsten in der 11er-Formation gegeneinander spielen.

Zu Beginn der Partie konnte der Grafschafter SV jedoch durchaus Akzente setzen und sich auch Chancen erspielen, alles deutete auf eine knappe Partie hin. In der 15. und 17. Minute zeigte sich aber, dass die Gäste von der Rheinhöhe ihre Möglichkeiten clever zu Ende spielen können und energisch den Abschluss suchen. Nach dem Wechsel gestaltet sich die Partie durchaus ausgeglichen und der Anschlusstreffer für den GSV war jederzeit im Bereich des Möglichen. Mehr Konsequenz zeigte jedoch Oberwinter und erzielte ab der 46. Minute im 10-Minutentakt seine Tore drei bis fünf. Sicherlich täuscht das Ergebnis von 0:5 etwas über die Spielanteile, wobei der Sieg für die Gäste sicher verdient war. Woran fehlte es beim GSV? 95 Prozent Einsatz bei allen eingesetzten Akteuren reichen einfach nicht!

Nächstes Spiel nach der Herbstferienpause: Fr., 25. Oktober, 18 Uhr, auswärts gegen Kripp.

Ausgleich kurz vor Schluss gegen Bengen: Vinzenz Schneider. Foto: privat

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