Neubewertung Hitzeschutz
CDU fordert Neubewertung der Hitzebelastung an Schulen
aus Grafschaft
Kreis Ahrweiler. „Der heiße Sommer 2026 ist Anlass, eine neue Bewertung der Hitzebelastung an den kreiseigenen Schulen vorzunehmen,“ so der Fraktionsvorsitzende der CDU im Kreistag Ahrweiler, Michael Korden. Er verweist auf eine Initiative seiner Fraktion aus dem Jahr 2023, die damals die Prüfung von Belüftung und Klimatisierung in den Schulen des Kreises verlangt hatte. Daraufhin hatte die Kreisverwaltung ein Gutachten vorgelegt, wonach sich Klimaanlagen nur in Schulneubauten wirtschaftlich darstellen lassen und stattdessen vorgeschlagen, prioritär bauliche Maßnahmen zur passiven Kühlung einzusetzen. Dazu gehörten etwa Sonnenschutzverglasungen und außenliegende Sonnenschutzanlagen.
Die Christdemokraten im Kreistag fordern nun im Sinne einer Klimafolgenanpassung, dass die Wirtschaftlichkeit solcher Maßnahmen zur Klimatisierung jetzt neu bewertet wird. Damals hatte das Gutachten Kosten für alle Kreisschulen von 14 bis 20 Millionen Euro für Belüftungseinheiten mit Klimatisierungsmöglichkeiten ermittelt. Die CDU will, dass insbesondere bei den laufenden Planungen für Schulen im Wiederaufbau – so im Are-Gymnasium, an der Berufsbildenden Schule oder bei der Don Bosco-Schule - eine Berücksichtigung von Maßnahmen oder technischen Einrichtungen zur Klimatisierung vorgesehen werden müsse. Bei Neubauten sollten wir auf der Höhe der Zeit sein, so Korden. Die Kreisverwaltung soll entsprechende Planungen für die kommenden Bauprojekte anpassen und bei den weiteren Kreisschulen untersuchen, ob der bestehende Hitzeschutz ausreicht und wo gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen angezeigt sind.
„Das muss uns ein solches Modernisierungsprogramm für uns unsere Schüler und Lehrer Wert sein,“ betont Korden. Ständig steigende Temperaturen führen zu immer höheren Belastungen im Unterrichtsbetrieb, so dass eine Klimatisierung unabdingbar wird.“ Aus den „Containeranlagen“ im Are-Gymnasium und der Boeselager-Realschule weiß man heute, dass die Temperaturen in den Räumen durch den nachträglichen Einbau von Klimageräten deutlich erträglicher geworden sind, so die CDU-Kreistagsfraktion.
Michael Korden, CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistags Ahrweiler Foto: C. Lipowski