Politik | 17.08.2015

Neues Fernverkehrskonzept der Deutschen Bahn

Chancen für Bahnhof Remagen nutzen und Anschluss nicht verpassen

Remagen. Endlich wieder eine positive Nachricht für den Bahnhof Remagen und die Rhein-Ahr-Region: Wie Wolfgang Groß, Sprecher der Ahrtalbahnfreunde, mitteilte, hat die Deutsche Bahn (DB) Fernverkehr vor einigen Wochen ein neues Fernverkehrskonzept vorgestellt.

Im Rahmen dieses neuen Konzepts sollen ICE- und IC-Züge künftig Metropolen und Regionen noch öfter, schneller und direkter miteinander verbinden. Auch sollen wieder Verbindungen, die auch den Bahnhof Remagen betreffen, angeboten werden. Bekanntlich wurden in den letzten Jahren immer mehr IC-Verbindungen auf der linken Rheinstrecke ersatzlos gestrichen bzw. ICE fuhren ohne Halt in Remagen.

Damit entfielen wichtige Verbindungen für Pendler aus dem Ahrkreis, die ihre Arbeitsstätten in Köln, Düsseldorf oder anderen Städten in Nordrhein-Westfalen haben. Von der Reduzierung der Fernverkehrsverbindungen sind aber auch touristische Besucher betroffen, die Ziele im Ahrkreis per Bahn ansteuern. Günstige Direktverbindungen entfielen, als Ersatz dienen langsame Regionalzüge.

Schnell reagiert

Und Wolfgang Groß hat nach dieser Ankündigung der neuen Planungen von DB-Fernverkehr schnell reagiert und die Landtagsmitglieder Guido Ernst und Marcel Hürter sowie Landrat Pföhler auf diese für den Kreis Ahrweiler wichtigen Planungen hingewiesen.

Er teilt mit, dass der Wegfall von Halten im Bahnhof Remagen aus zwei Gründen erfolgt sei. Zum einen wurden ganze Fernverkehrslinien gestrichen (beispielsweise Luxemburg-Emden). Zum anderen setze die Bahn zunehmend mehr ICE-Züge anstatt lokbespannter Wagenzüge ein.

Die ICE-Züge könnten jedoch aus technischen Gründen nicht an den Bahnsteigen 1 und 2/3 im Bahnhof Remagen halten, da die Bahnsteige zu niedrig seien.

„Die Deutsche Bahn will ein Kernnetz für den ICE-Verkehr etablieren, auf dem sie die deutschen Metropolen zweimal pro Stunde verbindet. Nach den aktuellen Plänen sollen wieder mehr Züge über die linke Rheinstrecke verkehren. So sollen auch wieder unter anderem IC von Luxemburg in Richtung Ruhrgebiet/Nordsee eingesetzt werden. Hiervon könnte auch der Ahrkreis wieder von mehr ICE/IC-Halten im Bahnhof Remagen profitieren. Um nicht von dieser neuen Entwicklung abgekoppelt zu werden, ist aber aus unserer Sicht eine Modernisierung der zwei Bahnsteige in Remagen unbedingt notwendig. Wie vor beschrieben, sind die Bahnsteighöhen ein entscheidendes Kriterium, damit ICE-Züge im Bahnhof Remagen halten können. Wir möchten Sie daher bitten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Planungen der Bahn für den Bahnhof Remagen zu erfragen und wenn notwendig auf die notwendigen Modernisierungsmaßnahmen hinzuweisen und um Aufnahme in die entsprechenden Ausbaupläne zu drängen. Es gilt aus unserer Sicht, die neuen Chancen zu nutzen und auf diesen Zug aufzuspringen“, so Groß in seinem Schreiben abschließend.

Antwort des SPNV

Schnell und zielführend erhielt Groß Antwort von Dr. Thomas Geyer, Verbandsdirektor des Zweckverbands SchienenPersonenNahVerkehr (SPNV) Rheinland-Pfalz Nord. Dr. Geyer teilte in seinem Schreiben jetzt folgendes mit: „Ich kann Ihnen mitteilen, dass unabhängig von den von Ihnen beschriebenen Planungen der DB-Fernverkehr eine Erhöhung der Bahnsteige in Remagen geplant ist. Diese ist nämlich auch erforderlich, um ab dem Frühjahr 2019 die Züge des Rhein-Ruhr-Express, die die bisherige RE 5 ersetzen, weiterhin in Remagen halten zu lassen.

Die Modernisierung der Verkehrsstation Remagen ist inzwischen in die Rahmenvereinbarung zur Ertüchtigung von Bahnhöfen und Haltepunkten in Rheinland-Pfalz eingeflossen. Vereinbart ist dort, dass mit Baubeginn im Jahre 2017 die Bahnsteige an den Gleisen 1 und 2/3 auf 76 cm Höhe gebracht werden, dass die Beleuchtungsanlagen sowie die Bahnsteigausstattung erneuert werden und die Zugänge zu den Aufzügen auf die neue Höhe angepasst werden. Die dafür derzeit veranschlagten Kosten von rund 3,8 Millionen Euro sollen aus Mitteln der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung finanziert werden“.

Pressemitteilung

der Ahrtalbahnfreunde

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