Ahrtal-Motorsport
Comeback nach unfallbedingter Pause
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Am 1. Juni war es bei extrem schwierigen Bedingungen geschehen: Der bekannte grün-weiße BMW 325i mit der Startnummer 257 (Roitzheim/Ewen)war im Streckenabschnitt Fuchsröhre bei recht hoher Geschwindigkeit von der Strecke abgekommen und rückwärts in die Leitplanken eingeschlagen. Der Fahrer blieb zum Glück unverletzt, der Wagen allerdings schien zunächst nicht reparabel. Und auch der Wagen von Westphal/Nett hatte an der Ex-Mühle Anlehnungsbedürfnis an die Leitplanken gehabt, konnte jedoch weiterfahren. Den nächsten Lauf am 29. Juni fuhren Roitzheim/Westphal dann auf dem reparierten Wagen von Westphal. Aber dann klappte es doch: Am 31. August trat das junge Motorsport-Team wieder mit beiden Wagen an. Auch die Fans freuten sich, die beiden Rennwagen von Ahrtal-Motorsport wieder im Renntempo zu sehen. Diesmal fuhren Roitzheim und Westphal die gesamte Distanz alleine in ihren Fahrzeugen, Roitzheim wird dies bis zum Ende der Saison auch weiterhin tun. „Zunächst glaubten wir eher, dass wir das Rennen nach der langen Reparatur dafür benötigen würden, den Wagen auf Herz und Nieren zu testen. Dass dann sogar eine Runde in 8:33 Min drin war, hat uns alle unheimlich gefreut!“, strahlt Roitzheim. In der Folge setzte vereinzelt Regen ein, der viele Teilnehmer dazu bewegte, die Box aufzusuchen und mit Regenreifen auf Nummer Sicher zu gehen. Roitzheim blieb auf Slicks draussen. „Da war noch viel trockener Asphalt, den wollte ich noch nutzen!“ Roitzheim grinst und räumt ein: „Es war schon Arbeit. Im Nassen ging mir der Wagen schon häufig quer. Aber es lohnte sich, das Risiko zu gehen. In der letzten Runde wurde es wieder trocken und ich konnte mich durch den eingesparten Boxenstop und die nun wieder besseren Slicks bis auf den zweiten Platz in meiner Klasse vorarbeiten.“ Ein sehr viel besseres Ergebnis wird Ahrtal-Motorsport mit dem gegenwärtig verfügbaren Material nicht erreichen können, denn die Konkurrenz in der Klasse ist stark: gegen 300 PS in knapp 1000 kg schwerem BMW M3 kommt man mit 192PS im BMW E36 nicht an.
Auch Marcus Westphal freute sich über ein gut laufendes Auto - die Teilnahme am VLN-Training zur Abstimmung des Fahrwerks hatte sich ausgezahlt: „Der Wagen lag sehr gut und die 9:09 Min spricht für einen BMW 318is eigentlich für sich.“ Beim Boxenstop wurden Intermediates aufgezogen und damit konnte Westphal kurzfristig die V2 sogar anführen. Am Ende war ein sehr guter dritter Platz Lohn der vielen Arbeit der vergangenen Wochen. Da die Autos unbeschadet nach Hause kamen, war dann endlich auch mal wieder Zeit zum feiern.
