Jahreshauptversammlung der AKG
„Der Nachhall des Jubiläums“
Dank an die Helfer - neue Vorstandsmitglieder gewählt
Ahrweiler. Zwar war das 150. Jubiläum bereits Mitte April gefeiert worden, dennoch stand das große, dreitägige Fest - natürlich - auch noch im Zentrum der Jahreshauptversammlung der Ahrweiler Karnevals-Gesellschaft 1863 (AKG). Vor 52 Mitgliedern dankte Vorsitzender Udo Willerscheid nicht nur für die rege Teilnahme an dieser Sitzung, sondern auch für die tatkräftige Mithilfe „aller Mitglieder und selbst vieler Nichtmitglieder“ bei den Feierlichkeiten. „Darauf können wir alle stolz sein“, betonte der Vereinsvorsitzende. „Wir von der AKG haben gezeigt, dass wir Feste von dieser Größenordnung ausrichten können.“ In der Tat stellten die Ahrweiler Karnevalisten gerade am zweiten Jubiläumsabend eine echte Großveranstaltung auf die Beine. Genau 1717 Karten, davon rund 150 am Abend selber, hatten sie an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht, wie Beisitzer Alexander Klein, in der Festsession Bauer Alex I., berichtete. Zwar sei das bewusst hochgesteckte Ziel von 2000 verkauften Tickets damit nicht ganz realisiert worden, dennoch war auch das Erreichte ein toller Erfolg. „Wir mussten so an keine finanziellen Reserven gehen“. Dies sei umso höher zu bewerten, weil die kölschen Bands Paveier und Bläck Fööss, die beiden Headliner des Jubiläumskonzerts, in jüngster Zeit einige Gastspiele an der Ahr gegeben hatten und im Vorfeld daher ein Sättigungseffekt befürchtet worden war.
Festjahr mit Überraschungsdreigestirn
Auch Chronist Godehard Uthoff ging in seinem Jahresbericht noch einmal auf das 150. Vereinsjubiläum ein. Gefreut hätten ihn die gelungene Festmesse und der „beindruckende Festzug“ von der Laurentiuskirche zum Festzelt am Ahrtor am ersten Abend, dem Festkommers. Am zweiten Abend zum Konzert sei die „Stimmung grandios gewesen“, merkte Uthoff an. Schön sei es für die Mitglieder an diesem Tag gewesen, dass sie selber auch mitfeiern konnten, weil die Durchführung zu großen Teilen in den Händen von Festwirt Bienefeld lag. Vielleicht sei die gute Feierlaune bis in den Morgen auch der Grund gewesen, dass der Frühschoppen am nächsten Morgen etwas schleppend begann, bevor dann doch noch eine große Zahl von Mitgliedern und Gästen am Zelt begrüßt werden konnte. Dem Organisationsteam des Jubiläums bescheinigte Uthoff eine „hervorragende, effiziente Arbeit.“ Schon weit im Vorfeld des großen Ereignisses habe man Werbung dafür gemacht, so im September beim Winzerfest. Vorbereitet worden sei es durch unzählige Arbeitskreissitzungen, berichtete der Chronist. Bereits am 30. November sei die Jubiläumsbroschüre erschienen. Nach der prinzlosen Vorjahressession habe die Verkündung eines „Überraschungsdreigestirns für das Festjahr“ (Uthoff) am 16. November wie eine Bombe in Ahrweiler eingeschlagen. Natürlich bestand das vergangene Vereinsjahr nicht nur aus dem Jubiläum. Eingehend befasste sich der Chronist daher auch mit der abgelaufenen Session. Nach den Feierlichkeiten am 11. November startete das neue Jahr Anfang Januar mit dem Senatsempfang und dem ausgiebigen Test der Hofburg. Ein großer Erfolg war die Sitzung am 12. Januar - vor allem dank des „beeindruckenden Auftritts der Alten Garde“, so Uthoff. Auch andere Veranstaltungen wie die Seniorensitzung am 3. Februar oder die 16 Auftritte der Funkencorps an Weiberfastnacht seien erfolgreich absolviert worden. Besonders lobende Worte hatte der Chronist für „The Voice“ Manfred Kolling. Der ehemalige AKG-Sitzungspräsident und Ehrenmitglied des Festausschusses Karneval in Bad Neuenahr-Ahrweiler (FAK) war kurzerhand an Rosenmontag als Zugkommentator für den erkrankten Ahrweiler Ortsvorsteher Horst Gies eingesprungen.
Erfolgreiches Geschäftsjahr
Eine Veranstaltungsänderung für die kommende Session verkündete AKG-Vorsitzender Udo Willerscheid. „Das Männerballett wird für ein bis zwei Jahre auf Eis gelegt.“ Stattdessen soll es eine Herrensitzung bzw. -frühschoppen geben. Außerdem fällt das Sommerfest in diesem Jahr wegen der Nähe zu den Feierlichkeiten des 150. Jubiläums aus und wird durch einen „Winterzauber“ am 30. November ersetzt. Einen positiven Verlauf attestierte Schatzmeisterin Annette Willerscheid dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Gerade die Prunksitzung sei sehr erfolgreich verlaufen. Schlechter habe der Weinverkauf am Winzerfest abgeschnitten; Grund dafür sei das schlechte Wetter und der unvorteilhafte Standplatz gewesen - Faktoren, auf die man keinen Einfluss habe. Insgesamt stände die AKG „auf soliden finanziellen Füßen“. Auf Antrag von Kassenprüfer Dieter Zimmermann, der eine grundsolide Kassenführung bescheinigte, wurde daraufhin der Vorstand einstimmig entlastet. Turnusgemäß und durch das Ausscheiden einiger langjähriger Vorstandsmitglieder standen anschließend einige Neuwahlen an. Verabschiedet wurden zuvor Pressesprecher Günther Wolf und mit Blumen die stellvertretende Schatzmeisterin Claudia Diewald, außerdem in Abwesenheit der stellvertretende Geschäftsführer Frank Kuschel. Ersetzt werden sie künftig durch Dieter Zimmermann (Pressesprecher), seine Frau Petra (stellvertretende Geschäftsführerin) und Kambiz Bardjasteh (stellvertretender Schatzmeister). Neu im Vorstand ist zudem Stefan Heinzen als Beisitzer. In ihren Ämtern bestätigt wurden der zweite Vorsitzende Udo Groß, der stellvertretende Sitzungspräsident Udo Willerscheid und Beisitzer Alexander Klein. Neuer Kassenprüfer neben Oliver Adeneuer ist Volkmar Grimm. Mit dem Programmierer übernimmt ein waschechter Kölner ein Amt in der AKG, für die er seit fünf Jahren im Männerballett aktiv ist.
Neue Trainingssituation
Neben der Vorstellung der neuen Betreuerinnen bei den Kleinen Funken, Manuela Kleinteich und Claudia Lingen, ging es unter dem Punkt Verschiedenes vor allem um die neue Situation am Trainingsort der Mini-, Mittleren und Großen Funken, der Grundschule Ahrweiler. Da der dortige Hausmeister Werner Knieps als langjährige Vertrauensperson längerfristig krankheitsbedingt ausfällt, müssen für die Trainings künftig Anträge gestellt und detaillierte Auflagen durch den Träger der Schule, die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, akzeptiert werden. Eltern dürfen beispielsweise Schule und Aula nur kurz betreten, um die Kinder abzuliefern, dürfen sich dort aber nicht aufhalten. Letzteres gilt auch für Freunde und Bekannte, zudem müssen Fenster und Türen sorgsam nach den Trainings verschlossen werden. Weiterhin wird es keine Trainingseinheiten in den Schulferien geben, Zusatztrainings müssen zuvor bei der Stadt angemeldet werden.
