Karnevalsgesellschaft Grün-Weiß Esch feierte Sommerfest
Der knallrote Flammkuchen-Wagen war die Attraktion auf dem Dorfplatz
Escher Bürgerinnen und Bürger tanzten zu stimmungsvoller Musik bis in den frühen Morgen
Esch. Nicht nur in der fünften Jahreszeit sind die Jecken der Karnevalsgesellschaft Grün-Weiß Esch aktiv. Bereits zum vierten Mal luden die 20 aktiven und 30 passiven Mitglieder um den langjährigen Vorsitzenden Ludwig Weil Anfang August zum Sommerfest auf dem gemütlichen Dorfplatz in Esch ein.
Den Auftakt machte ein Dämmerschoppen am Samstagabend mit Musik und Tanz bis in den frühen Morgen. Einen Tanzboden brauchen die Escher dafür nicht, solange der Asphalt auf dem Dorfplatz nur einigermaßen gerade ist. „Das war vielleicht der schönste Samstagabend, den wir je hier gefeiert haben“, freute sich Weil. Glücklich war er auch darüber, dass eine Reihe befreundeter Karnevalsgesellschaften, darunter die Ringener Wendböggele, die KG „Bunte Kuh“ Walporzheim und die KG Odendorf, das närrische Sommerfest besuchten. Dabei waren auch schon wieder die ersten kölschen Karnevalslieder zu vernehmen.
Die Attraktion auf dem Platz war aber der knallrote ehemalige Bauwagen, in dem Philipp Röhrig aus Bonn Original Elsässer Flammenkuchen frisch zubereitete. Sein Onkel Heinz Sommer, langjähriges KG-Mitglied, hatte ihn zu einem zweitägigen Gastspiel auf der Grafschaft überreden können. Der Erfolg gab ihm recht, denn die leckeren Flammenkuchen gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Dazu wurde auch noch jede Menge Wein von der Ahr ausgeschenkt, was ebenfalls zur guten Stimmung beitrug.
Am Sonntagmorgen traf man sich zum geselligen Frühschoppen, der nahtlos in den Nachmittagskaffee überging, zu dem es natürlich selbst gebackenen Kuchen gab, den die weiblichen KG-Mitglieder und auch zahlreiche Nichtmitglieder aus dem Ort gerne ihre Backwerke gespendet hatten. Für den Nachwuchs gab es das beliebten Kinderschminken, für das Birgit Hilberath verantwortlich zeichnete, und eine großen Hüpfburg, auf dem die Pänz mit großem Vergnügen herumhopsten.
Nachwuchssorgen haben die Escher Karnevalisten derzeit ohnehin nicht, denn mittlerweile sind nicht weniger als 50 Kinder und Jugendliche in der grün-weißen Funkenausbildung, in der kommenden Session will man mit vier Tanzgruppen in verschiedenen Altersstufen auftreten.
„Wir können uns glücklich schätzen, dass sich immer wieder Kinder bereit erklären, in unseren Tanzgarden mitzumachen“, erklärte weil und dankte besonders den Trainerinnen, die fast das ganze Jahr über allwöchentlich zu Übungsstunde bitten. So soll auch der Erlös der Veranstaltung in die Jugendarbeit fließen, denn schließlich wollen die zahlreichen Gardeuniformen und Tanzstiefel der Nachwuchsstars auch bezahlt werden.
Alles in allem zeigte sich Weil sehr zufrieden mit dem Verlauf des Festes und stellte fest: „Die hervorragende Beteiligung der Bevölkerung ist ein klarer Beweis dafür, dass die Karnevalsgesellschaft im Ort anerkannt ist und einfach dazugehört.“
Er hob besonders die Hilfsbereitschaft der Familie Wolber hervor, die am Dorfplatz wohnt und alle Feste dort nach Kräften unterstützt, beispielsweise indem sie kostenlos Strom und Wasser zur Verfügung stellt.
„Das ist absolut nicht selbstverständlich“, so Weil.
Schon jetzt fangen die Vorbereitungen an für die kommende Karnevalssession, die von der KG Grün Weiß voraussichtlich ohne Tollitäten beim karnevalistischen Frühschoppen am 5. Januar 2014 im Escher Vereinstreff offiziell eröffnet wird.
