Lokalsport | 27.07.2015

Athleten des TuS Ahrweiler erwischten bei der DM in Verl einen rabenschwarzen Tag

Die Erwartungen wurden nicht erfüllt

Im nordrhein-westfälischen Verl lief es für die TuS-Athleten nicht gerade rund.privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für die Kaderathleten des TuS Ahrweiler lief es bei der deutschen Meisterschaft im Triathlon im nordrhein-westfälischen Verl nicht rund. Nach den guten Ergebnissen zu Beginn der Saison und bei den Leistungsüberprüfungen nach Abschluss der harten Trainingswochen waren die Athleten zuversichtlich nach Nordrhein-Westfalen gereist. Madleina Jahner war nach ihrem deutschen Meistertitel im Duathlon und einem sehr guten achten Platz beim DTU-Cup als große Hoffnung für den RTV angetreten. Eine fiebrige Erkältung zwei Tage vor dem Rennen machte aber alle Hoffnungen zunichte. Im Gegensatz zu ihrem Teamkollegen Tim Hellwig, der als Medaillenanwärter für Rheinland-Pfalz mit dem gleichen Problem auf den Start verzichtete, wollte Madleina unbedingt starten und machte sich mit ihren Konkurrentinnen aus ganz Deutschland auf die 400 Meter lange Schwimmstrecke im Verler See.

Schon beim Schwimmen hatte sie Probleme mit der Atmung, und auch bei ihren beiden Paradedisziplinen Radfahren und Laufen war es ihr nicht möglich, ein hohes Tempo anzuschlagen. Mit einem enttäuschenden 31. Platz endete der Wettkampf für sie alles andere als erwartet. Bei Majtie Kolberg war das Problem ähnlich gelagert, mit dem Unterschied, dass sie in der Vorbereitungsphase aufgrund von Pfeifferschem Drüsenfieber zwei Monate pausieren musste und diesen Rückstand nicht aufholen konnte. „Obwohl die Leistungen im Training immer besser wurden, wussten wir, dass Majtie noch weit entfernt von ihrer maximalen Leistungsfähigkeit war“, bilanzierte ihr Trainer Gerd Uhren nach dem Rennen.

Hinzu kamen Probleme beim Schwimmen, so dass trotz einer starken Laufleistung am Ende nur der 25. Rang heraussprang. Von beiden Athletinnen kam aber schon mit etwas Abstand nach dem Rennen die Kampfansage für das kommende Jahr, in dem sie gemeinsam in der A-Jugend an den Start gehen. Doch noch vorher steht für beide die nächste Herausforderung an: Sowohl Madleina als auch Majtie haben sich für die deutsche Meisterschaft der Leichtathleten über 800 Meter qualifiziert, Majtie am kommenden Wochenende in Jena, Madleina eine Woche später in Köln. Und hoffentlich für beide mit einem versöhnlichen Saisonabschluss.

Lennert Kolberg hatte ebenfalls im Vorfeld mit guten Ergebnissen bei den Liga-Wettkämpfen des TuS Ahrweiler für Hoffnung gesorgt. Besonders auf dem Rad war es schwer, ihm zu folgen. Allerdings erwischte auch er einen schwachen Start beim Schwimmen und fuhr den großen Radgruppen hinterher. Auch die Laufleistung stimmte am Ende nicht. So musste er sich mit dem 66. Platz zufrieden geben. Auch er kann sich bei der DM in Jena, wo das Sprinttalent über 200 Meter an den Start gehen wird, noch rehabilitieren. Für die weiteren drei Athleten des TuS Ahrweiler war es der erste Start bei einer deutschen Meisterschaft überhaupt. Lisa Mahlberg steigerte sich nach dem Schwimmen und fuhr auf dem Rad noch weit nach vorn. So kam sie nach guter Laufleistung völlig entkräftet als 31. ins Ziel. „So schnell bin ich in meinem ganzen Leben noch nicht Rad gefahren“, gab sie atemlos zu und war mit ihrer Leistung zufrieden.

Für Bastian Müller und Pascal Thielke hingen die Trauben sehr hoch in der B-Jugend. Im größten Starterfeld des Tages belegten sie am Ende die Plätze 60 (Pascal) und 65 (Bastian) und mussten am eigenen Leib erfahren, wie viel professioneller die Athleten aus den Nachwuchs-Stützpunkten trainieren. 20 bis 30 Trainingsstunden pro Woche sind auf den Sportgymnasien auch in diesem Alter keine Seltenheit. Umso erstaunlicher ist es dann doch, dass die Athleten aus Ahrweiler, die mit einem viel geringeren Aufwand und wesentlich schlechteren Bedingungen auskommen müssen, trotzdem noch im Mittelfeld mithalten können. Gemeinsam mit ihren Trainern Swantje Kolberg und Gerd Uhren werden die Athleten die Saison analysieren und einige Änderungen für das kommende Jahr vornehmen. Und hoffentlich verschont von Erkrankungen bleiben.

Im nordrhein-westfälischen Verl lief es für die TuS-Athleten nicht gerade rund.Foto: privat

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