LitGruppe im SNW Heinrich Heine
Die Harzreise – Ein Bildvortrag
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wer seinen Heine kennt, weiß, dass die „Harzreise“ keine Reiseschilderung im herkömmlichen Sinne ist.
Nein, Heine nimmt Personen und Verhältnisse seiner Zeit teils humorig, teils ironisch teils sarkastisch aufs Korn. Nachdem er 1819/20 in Bonn sein Jurastudium aufgenommen hatte, wechselte er schon bald nach Göttingen.
Hier forderte er nach einer antisemitischen Beleidigung ein Duell, prompt flog er für ein Semester von der Uni und nach einem Bordellbesuch auch aus der Verbindung, in die er eingetreten war.
Sein Studium setzte er dann in Berlin fort, promovierte aber in Göttingen. Zu seiner rund vierwöchigen Harzreise brach der 27-Jährige dann im September 1824 auf.
Auf seiner Wanderung durch den Harz über den Brocken bis nach Ilsenburg begegnete er bekannten und unbekannten Zeitgenossen, die er mitunter ausgiebig und ironisch beschreibt.
Poetisch aber wird er bei seiner Beschreibung der Natur, wo die „Tannenwälder wogten wie ein grünes Meer und die Wildheit der Gegend durch ihre Einheit und Einfachheit gleichsam gezähmt wurde. Auch diese Veranstaltung der LitGruppe im SNW findet wegen Renovierungsarbeiten wieder in der Ahrtal-Residenz, Willibrodusstraße 5 statt und zwar am Mittwoch, 8. Februar um 15.30 Uhr. Josef Kühlem rezitiert und liest aus der „Harzreise.“ Bildauswahl und Technik hat Herbert Kummert übernommen.
