Jubiläums-Weiberdonnerstagzug in Bölingen
Die Möhnen waren jeck wie nie
Bölingen. „Gegenwart und Nostalgie, Bölinger Möhnen jeck wie nie“, so lautete das Motto der Bölinger Möhnen anlässlich ihres 60. Geburtstages, der mit einem sehenswerten Weiberdonnerstagszug zünftig gefeiert wurde. Am Vormittag hatte Obermöhn Dorothea Krämer schon den Rathausschlüssel von Bürgermeister Achim Juchem einkassiert und präsentierte ihn stolz der Zuschauermenge am Wegesrand.
Lecker, bunt und ausgeflippt
Ob als leckere Knallbonbons oder als Krümelmonster, die aber lieber einen Kümmel tranken – die Kostüme Bölinger Möhnen sind immer eine Augenweide.
Kuhglocken, Pinguine und Einhörner
Derweil machten sich die Junggesellen einen Reim auf die ungeliebte Bewegung „Pegida“ der freien Übersetzung: „Pinguine eskalieren gern in der Antarktis.“ So sonnten sich die jungen Bölinger in ihren Pinguin-Kostümen auf dem Prunkwagen. Gleich dahinter ließen es die Altgesellen in einer urigen Almhütte ruhiger angehen und feierten eine Hüttenparty. „Auf der Alm da gibt’s ka Sünd, weshalb wir heute in Bölingen sind“, läuteten die lustigen Kuhglocken durch das Tal. Die „Bezaubernden Hexen“ schwebten als sagenhafte Einhörner mit Perücken und langen Hörnern durch die Straßen des Ortes, während eine Kindergruppe als Mexikaner die Spitze des Zuges bildete. Am Ende des Zuges marschierten die Funken der Karnevalsgesellschaft „Ringener Wendböggele“. Das Narrenschiff des Vorstandes nahm ebenfalls Kurs durch den Nachbarort. Für die passende Musik sorgte die Musikkapelle „Ahrtaltramps“.
„Auf der Alm da gibt’s ka Sünd, weshalb wir heute in Bölingen sind“, läuteten die lustigen Kuhglocken durch das Tal.
