Allgemeine Berichte | 03.11.2014

Dr. Johanna Mertins hört bei den „Spickern“ auf

Die große alte Dame tritt jetzt kürzer

Theatergruppe des Seniorennetzwerkes verliert wertvolle Schauspielerin

Mit einer kleinen Feier verabschiedeten die Schauspielkollegen und Heimleiterin Caroline Hillesheim die Ärztin Dr. Johanna Mertins, die nun kürzer treten will. WM

Bad Neuenahr. Sie spielte edle Damen, die „beste Ehefrau von allen“, war kumpelhafte Freundin, beherrschte die leichte Rolle wie das ernste Fach. Dr. Johanna Mertins war nun sieben Jahre lang die „große alte Dame“ der Theatergruppe „Die Spicker“ und brillierte dabei auch als sichere und einfühlsame Sprecherin. Die Laienspielschar des Seniorennetzwerkes in der Kreisstadt muss nun weitestgehend auf die beliebte und respektierte Darstellerin verzichten. Denn die Gynäkologin hat inzwischen das stolze Alter von 92 Jahren erreicht, das Laufen fällt ihr nicht mehr so leicht, und den Stress des Textlernens will sie auch lieber den Jüngeren der Gruppe überlassen. Die sind auch nicht mehr die Allerjüngsten, denn bei den „Spickern“ spielen Senioren für Senioren, da ist der Jüngste auch schon über 50, die meisten deutlich älter.

Kleine Überraschungsparty

Mit einer kleinen Überraschungsparty dankten die Schauspieler um Regisseur Günter Krause der 92-Jährigen und hatten kleine Geschenke dabei, ob Blumen, etwas Leckeres zum Trinken oder eine liebevolle direkte Ansprache. Und da die Theatergruppe ihre regelmäßigen Proben im Wohnstift Augustinum abhalten, kam auch Leiterin Caroline Hillesheim gerne dazu und reihte sich ein. Günter Krause lobte seine Kollegin. Die strahlte übers ganze Gesicht und war sichtlich gerührt wegen der herzlichen Worte der Schauspieler, die jetzt wohl auf die „große alte Dame“ verzichten müssen. Wenn Dr. Johanna Mertins auch immer willkommen ist.

Im Augustinum ist die Ärztin und Mitbewohnerin sehr bekannt, leitete sie doch über Jahre die Konversationskurse in Englisch und Französisch. Die Gynäkologin engagierte sich während ihrer Berufszeit ehrenamtlich im sozialen Bereich vor allem für Behinderte, war außerdem Gesundheitsreferentin bei der Arbeiterwohlfahrt. Als ihre Schwester Adelheid Thomsen mehr und mehr ihr Augenlicht verlor, brachte sie die Erkrankte ebenfalls im Augustinum Bad Neuenahr unter und kümmerte sich rührend um sie. Bei den „Spickern“ spielten beide Schwestern eine Saison sogar zusammen. Heute beschränkt sich Dr. Johanna Mertins auf das Mitmachen bei den Seniorentreffen des Stifts. Die überzeugte evangelische Christin setzte sich stets intensiv für das ungeborene Leben ein, geleitet von ihrem christlich-ethischen Denken. „Hier fühle ich mich sehr wohl. Mir konnte nichts Besseres passieren als das Augustinum“, sagte sie bei der kleinen Abschiedsfeier. Wenn ihr Lebensmittelpunkt wegen des Standortes ihrer Praxis auch in Siegburg lag, ist Dr. Johanna Mertins inzwischen in Bad Neuenahr heimisch geworden und schaut gerne bei „ihren“ Schauspielkollegen vorbei. Denn so ganz ohne die „Spicker“ geht es für sie wohl doch nicht. Regisseur Günter Krause hat bestimmt eine kleine Sprechrolle immer noch in Petto. Dann spielt sie vielleicht doch noch ein bisschen mit, wenn Rosel Mahler, Filiz Buldu, Annemarie Kanowski, Werner Frahm, Jochen Hörstensmeyer, Beatrix Schumacher, Mike Tappe, Helga Palm, Walter Klemm und Illa Manzius auf die Bühne kommen.

Aufmerksam verfolgte Dr. Johanna Mertins die kleinen Ansprachen der Kolleginnen und Kollegen.

Die große alte Dame tritt jetzt kürzer

Mit einer kleinen Feier verabschiedeten die Schauspielkollegen und Heimleiterin Caroline Hillesheim die Ärztin Dr. Johanna Mertins, die nun kürzer treten will. Fotos: WM

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Oster-Anzeige
Schulze Klima -Image
Dauerauftrag 2026
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Empfohlene Artikel
Vorstand der kfd Adenau mit den Jubilarinnen und Pastor Dr. Justen
67

Adenau. Zur Mitgliederversammlung der kfd Adenau am Mittwoch, 1. April, in der Scheune am Buttermarkt kamen 36 Damen und Herren zusammen. Die Sitzungsleitung lag bei Ruth Holbach. Nach der Begrüßung folgten ein gemeinsames Gebet sowie ein Totengedenken, das durch das Entzünden von elf Kerzen einen würdigen Rahmen erhielt. Die geistliche Einstimmung gestaltete Anneliese Nieten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2248

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag 2025
Holz Loth-Entsorgung
Alles rund ums Haus
Anzeige "Rund ums Haus"
Koblenz blüht
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
Container Anzeige
Stellenanzeige
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
PR-Anzeige
Ostergrußanzeige
Osteraktion
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige