Bürger von Heimersheim unterstützen die Landskroner Burgsänger
Drei Generationen renovieren Kapelle
Marienkapelle am Kirperichsweg wurde im Jahr 2004 erbaut - Erste Altersschäden beseitigt
Heimersheim. Die von den Landskroner Burgsängern im Jahr 2004 erbaute Marienkapelle am Kirperichsweg in Heimersheim zeigte erste Spuren ihres Alters. Durch die unterschiedlichen Witterungseinflüsse wurden die Ortgangsparren stark beschädigt, und auch eine Regenrinne war defekt. Die Ortgangsparren sollten mit Kupferblech verkleidet und die Regenrinne repariert werden.
Die Landskroner Burgsänger hatten im November 2001 die Idee, eine Marienkapelle zu bauen. Marga und Bert Effert hörten davon und schenkten den Burgsängern spontan ein entsprechendes Grundstück. Nach rund 80 Jahren sollte am Kirperichsweg in der Gemarkung Heimersheim wieder eine Marienkapelle errichtet werden. Und dann ging alles ganz schnell: Catrin und Berthold Becker planten in Abstimmung mit den Burgsängern so intensiv, dass bereits im April 2003 der Grundstein gelegt werden konnte.
Von nun an waren die Burgsänger, unterstützt von ehrenamtlichen Helfern, täglich bei Wind und Wetter und selbst an brütend heißen Sommertagen im Einsatz, um die Kapelle in Rekordzeit zu errichten. Über 1500 Arbeitsstunden investierte das Kapellenteam seinerzeit, und in vielerlei Art und Weise wirkten rund 32 Bauarbeiter aus dem Dorf bei der Errichtung der Kapelle mit. Das Ergebnis ist seit der feierlichen Einsegnung im März 2004 zu bestaunen: ein Kleinod am Waldesrand mit Blick in die Region und an klaren Tagen gar bis ins Siebengebirge. Wanderer nutzen die gut gepflegte begrünte Außenanlage mit Sitzbank gerne zum Verweilen. Das kleine Kapellchen steht jedem Gläubigen für ein stilles Gebet offen.
In diesem Jahr feiert das Kapellchen gewissermaßen runden Geburtstag. Vor zehn Jahren zeigten Heimersheimer Bürger Einsatz und Herz - zehn Jahre später nagt jedoch der Zahn der Zeit an dem selbst errichteten Bauwerk. Kleine Ausbesserungen standen an - und die Heimersheimer waren wieder am Start, sogar mit drei Generationen. Rudi Heimermann, Hubert Schäfer, sein Sohn Jörg und Enkel Luca Schäfer haben an einem Wochenende im ehrenamtlichen Einsatz ganze Arbeit geleistet und die Ortgangsparren mit Kupferblech fachmännisch verkleidet sowie die Regenrinne stellenweise erneuert. Die eisigen Temperaturen nahmen die ehrenamtlichen Helfer gelassen.
Dachdecker Jörg Schäfer hatte als Fachmann das Gesamtkommando übernommen. Sein Vater Hubert Schäfer und Rudi Heimermann, einer der Motoren der Landskroner Burgsänger, bauten das Gerüst auf und sicherten die Baustelle, während der siebenjährige Enkel Luca seinem Vater kleine Handlangerdienste leistete. So waren drei Generationen aus einer Familie an der Kapelle aktiv. Zur großen Überraschung der Hobby-Handwerker brachte Helga Welter ein zweites Frühstück mit belegten Brötchen und Glühwein aus der Kaffeekanne vorbei. Manfred Kolling spendierte dazu ein „Schnäpschen“. Dank des ehrenamtlichen Einsatzes ist die Marienkapelle wieder wetterfest - aber damit nicht genug: Die Landskroner Burgsänger haben die Kapelle nicht nur gebaut, sie halten sie auch in Ordnung und sauber. Woche für Woche wird sie geputzt und der Vorplatz gesäubert, und Bänke, Hecken, Bäume und Blumen werden ebenfalls akribisch gepflegt. In der Adventszeit brennen die Lichter an dem bei der Einweihung gepflanzten „Weihnachtsbaum“. Dank der Verbundenheit der Burgsänger zu „ihrer „Kapelle“ ist sie zum schmucken Kleinod direkt am Ahrsteig avanciert. „Manche Ahrsteig-Wanderer freuen sich, wenn sie nach dem steilen Anstieg am Kirperichsweg auf einer Ruhebank an der Kapelle eine Pause machen können“, weiß Manfred Kolling aus eigener Erfahrung zu berichten. „Hier haben sie einen herrlichen Ausblick über Heimersheim mit der Landskrone und über die östlichen Stadtteile bis zum Siebengebirge.“
