Chor Unterwegs im Wohnstift Augustinum in Bad Neuenahr
Ein Abend voller Melodien
Bad Neuenahr. Der Chor Unterwegs hatte zu seinem mittlerweile zur Tradition gewordenen Herbstkonzert am 3. November in den Konzert- und Theatersaal des Wohnstiftes Augustinum eingeladen. Und dieser Einladung folgten nicht nur einige Bewohner des Wohnstiftes, sondern viele Besucher, Jung und Alt, aus der ganzen Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, so dass der Saal nicht nur bis auf den letzten Platz besetzt war, sondern die Helfer noch viele zusätzliche Stühle in den Saal tragen mussten. Die Zuhörer, die sich an diesem stürmischen Herbstabend in das Augustinum begaben, wurden mit einem unterhaltsamen Konzertabend belohnt und erlebten zwischen Pop-Hits und Spirituals abwechselnd sowohl beschwingte als auch besinnliche Liedvorträge. Die Melodie des Liedes „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay summend, kamen die Sänger auf die Bühne, auf der bereits Wolfgang Lingen am Klavier Platz genommen hatte. Gesungen wurde dieses Lied jedoch erst am Schluss und umrahmte somit das Konzert. Zwischenzeitlich spannten sich die Liedvorträge über das durch das Popduo Simon & Garfunkel bekannt gewordene englische Volkslied „Scarborough Fair“ und die Popsongs „Your Song“ und „Can you feel“ von Elton John und Lieder mit geistlichem Ursprung wie „The Lord is my shepherd“ (Psalm 23) bis hin zu dem Lied „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens. Begleitet wurde der Chor nicht nur von Wolfgang Lingen am Klavier, sondern bei einigen Songs unterstrichen Sandra Ley am Saxophon, Anette Terporten an der Geige und Karsten Bierbrauer mit ihren Instrumenten gekonnt den jeweiligen Charakter des Liedvortrags.
Lang anhaltender Applaus
Als Solistin trat Ann Kathrin Danko mit der Querflöte, unterstützt durch Wolfgang Lingen in einer Instrumentalversion des durch Witney Houston bekannt gewordenen Songs „One Moment in Love“ auf. Gegen Ende des Konzertes wurde daran erinnert, dass Anfang November auch die fünfte Jahreszeit und damit auch im Ahrtal der „Fastelovend“ beginnt. Hierzu gab die Gruppe Jeckediz ein Gastspiel und trug ihren eigenen Song „Zo Hus“ und das Lied „Stammbaum“ von den Bläck Fööss vor. Besonderer Erwähnung bedarf Hanni Küpper, die es als Dirigentin verstand, den Chor durch wechselnde Tonhöhen, Dynamik und Tempi zu führen, so dass das Konzert insgesamt als überaus gelungen angesehen werden kann. Das Publikum dankte es dem Chor Unterwegs und den übrigen Interpreten mit lang anhaltendem Applaus und forderte ihn damit zu zwei Zugaben heraus. Während das Publikum mit dem Gefühl, einen unterhaltsamen Abend erlebt zu haben, den Saal in Richtung Herbststurm verließ, feierten die Chormitglieder ihren gelungenen Auftritt selbst noch gut gelaunt nach.
Hanni Küpper, die Dirigentin, führt den Chor durch wechselnde Tonhöhen, Dynamik und Tempi.
