Lokalsport | 07.10.2013

TuS Ahrweiler bei der Deutschen Berglaufmeisterschaft

„Ein Gefühl von Unbesiegbarkeit“

Julien Jeandrée kämpft sich zum Gipfel auf Platz acht

Julien Jeandrée.privat

Kreisstadt. Beim Bergen-Hochfelln-Berglauf am Chiemsee mussten die Läuferinnen und Läufer eine permanent ansteigende Strecke von 8,9 Kilometern mit 1.074 Höhenmetern bewältigen. Das Team der LG Kreis Ahrweiler/TuS Ahrweiler in der Besetzung Julien Jeandrée, Jan Kolberg und Julius Jahner ging die Strecke mit viel Respekt an. Gipfel und Ziel konnten wegen Nebels nicht eingesehen werden. Eigentlich den Jugendklassen noch zuzurechnen mussten die Drei bei den U23-Junioren an den Start gehen, da es für die jüngeren Altersklassen keine Wertung gab. Der erste Kilometer verlief zunächst noch sehr flach mit nur geringer Steigung, dann begab man sich in die eigentliche Steigung, diese war jedoch zunächst noch relativ harmlos. Doch wie sich ab Kilometer vier herausstellte, sollte dieses Rennen absolut alles von den Athleten abverlangen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das aus circa 500 Teilnehmern bestehende Feld schon deutlich auseinander gezogen. Die Athleten der LG befanden sich bei der Hälfte der Strecke noch im Mittelfeld. Doch genau nach der Hälfte sollte für alle Läufer, wie Kolberg nach dem Rennen sagte: „das härteste Rennen ihres Lebens beginnen.“ Jeandrée kommentierte die Strecke wie folgt: „Man konnte überhaupt keinen Rhythmus finden. Immer wieder musste man Steine überspringen, Treppen besteigen und war gezwungen zu gehen“. Immer wieder gab es Abschnitte mit größeren Steigungen. Ab Kilometer sechs entwickelte sich der Wettkampf zu einem Geherrennen. „Ich schaute vor mich und hinter mich“, sagte Jahner nach dem Rennen, „und überall gingen die Leute. Es kam nur darauf an, wer bekommt seine Beine am schnellsten nach vorne.“ Gekennzeichnet von der brutalen Strecke erreichte Julien Jeandrée nach 53:57 Minuten das Ziel und erzielte damit einen hervorragenden achten Platz. Julius Jahner folgte auf Platz 19 sowie Jan Kolberg einen Platz dahinter auf dem 20. Rang. „Wenn man oben ist, hat man das Gefühl von Unbesiegbarkeit, ein unbeschreibliches Gefühl, 1074 Höhenmeter bezwungen zu haben“, urteilte der 19-jährige Altenburger Julien Jeandrée am Gipfelkreuz. Diese Reise brachte die in der Triathlongruppe von Gerd Uhren trainierenden drei Sportler an ihre physikalischen Grenzen und genau dies macht den Reiz einer deutschen Berglaufmeisterschaft aus. Im Gesamten lässt sich sagen, dass es eine sehr starke Leistung der drei Athleten aus dem Ahrkreis war.

Julien Jeandrée.Foto: privat

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