Lokalsport | 05.05.2015

Jahreshauptversammlung der Grafschafter Spielvereinigung - Vorstand wurde im Amt bestätigt

Einkleben ins GSV-Sammelalbum

Witzige Idee in Zusammenarbeit mit dem Rewe-Markt Ringen

Der neu gewählte Vorstand der Grafschafter Spielvereinigung mit dem langjährigen Vorsitzenden Dieter Schäfer (1. Reihe, 2.v.li.) will dafür sorgen, dass der Verein auch in Zukunft eigenständig bleibt. JOST

Region. Die Grafschafter Spielvereinigung (GSV) besticht gern mit bemerkenswerten Ideen. Derzeit wird für die kommende Saison ein ganz besonderer Coup geplant: Was bei Fußball-Weltmeisterschaften die Sammelleidenschaft der Fußballfreunde weckt, soll nun auch der GSV zu mehr Aufmerksamkeit und Identität verhelfen.

Porträtfotoshooting

In Zusammenarbeit mit dem Rewe-Markt Ringen will sie nämlich ein Sammelheft erstellen, in dem sämtliche Vereinsmitglieder zu finden sein sollen. Dazu sollen an den beiden Samstagen, 6. und 13. Juni alle aktiven Vereinsmitglieder im Sportheim Vettelhoven ein Porträtfoto von sich schießen lassen, außerdem soll spätestens bis zur Sommerpause für alle Mannschaften ein aktuelles Mannschaftsfoto vorliegen. Beim Einkauf im Markt gebe es dann vom Einkaufswert abhängig eine bestimmte Anzahl von Stickern, mit denen man nach und nach das Album vervollständigen könne. „Das wird sicher cool, wenn man den eigenen Opa oder das eigenen Enkelchen ins Sammelbuch einkleben kann“, schmunzelte Jugendleiter Thorsten Jacks bei der Generalversammlung im Jugendheim Holzweiler.

Zwei Änderungen im Vorstand

Dort gab es nur zwei Veränderungen bei den Vorstandsneuwahlen. Rainer Oelkuch wurde neuer dritter Vorsitzender, nachdem Jörg Gaeb nicht mehr kandidiert hatte, ebenso wie Schriftführerin Bärbel Hecker, die von Elisabeth Gebhard ersetzt wird. In ihren Ämtern bestätigt wurden der Vorsitzende Dieter Schäfer, sein Stellvertreter Berthold Hansen, Geschäftsführer Christoph Schmitt, Schatzmeister Mario Reiß, Jugendleiter Thorsten Jacks, sein Stellvertreter Willi Gebhard, sowie die Beisitzer Werner Frey, Martin Schell, Thomas Krause, Hans-Jürgen Wüst und Gerd Kurth. Die Kasse werden Dennis Schäfer und Maximilian Wuzél prüfen. Alle Wahlen erfolgten einstimmig. Zuvor hatte der Vorstand seine Berichte abgegeben. „In den letzten beiden Jahren hat sich der Verein ständig weiterentwickelt und sich dabei weiterhin die Eigenständigkeit erhalten“, so der Vorsitzende Dieter Schäfer. „Wir können ohne Übertreibung sagen, dass die letzten Jahre die erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte sind.“ Doch Stillstand heiße Rückschritt, deshalb müsse auch in den kommenden Jahren an der Weiterentwicklung des Vereins gearbeitet werden.

15 aktive Mannschaften

Mit derzeit 15 aktiven Mannschaften, einer Damenriege, dem Kinderturnen und einem Lauftreff sei der Verein der größte in der Gemeinde Grafschaft mit etwa 650 Mitgliedern. Das Augenmerk des Vorstands gelte dem Ziel, die Eigenständigkeit auch in Zukunft zu erhalten. Mit der Fertigstellung des neuen Sportheims vor knapp einem Jahr sei ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der GSV gesetzt worden. „Wir können mit Stolz auf das erbrachte zurückblicken“, fand Schäfer. Zumal nur vier Monate später dem Verein der Fritz-Walter-Preis für hervorragende Jugendarbeit verliehen worden sei. Nach der Verleihung des Sepp-Herberger-Preises 2002 sei dies eine weitere Auszeichnung für vorbildliche Jugendarbeit der Grafschafter Kicker. Sein Dank gelte vor allem der Jugendabteilung, in erster Linie den ehrenamtlichen Jugendleitern für ihre hervorragende Arbeit. Auch die sportlichen Erfolge der vergangenen beiden Jahre könnten sich sehen lassen.

Sportliche Erfolge

Geschäftsführer Christoph Schmitt bestätigte: „Unser Verein hat sich im Kreis und darüber hinaus einen hervorragenden Namen erarbeitet.“ Das mache sich zum einen in der wunderschönen Sportanlage mit dem nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellten neuen Sportheim bemerkbar, zum anderen aber auch mit sportlichen Erfolgen. Zu letzterem gehöre nach dem Gastspiel der A-Jugend in der Rheinlandliga vor zwei Jahren aktuell die Erfolge der B-Jugend in der Bezirksliga und im Rheinland-Pokal – aber auch, dass einzelne Mannschaften immer wieder erfolgreich in der Kreisliga oben mitspielten. „Zudem konnte durch den Aufstieg der zweiten Mannschaft in die B-Klasse in dieser Saison auch im Seniorenbereich vorher nie da gewesenes Liga-Niveau erreicht werden.“ Weil die Obere Grafschaft nicht auf mehrere kleine Vereine aufgeteilt sei, identifizierten sich alle Mitglieder mit dem einen Verein, was die Vereinsarbeit einfacher und die Außendarstellung leichter mache. Trotz Rückgang der Spielerzahlen im Jugendbereich sei der Verein seit Jahren in der Lage, in allen Altersklassen mindestens eine Jugendmannschaft zu stellen. Die Sportanlage mit dem neuen Kunstrasen und dem neuen Sportheim steigerten die Attraktivität des GSV zudem immer mehr und ermöglichten hoffentlich auch in den nächsten Jahren, diesen Stand weiter zu halten.

Ehrenamtliche gesucht

Das funktioniere aber nur, weil sich auch weiterhin genügend Verantwortliche fänden, die durch umfangreiche ehrenamtliche Vereinstätigkeit dieses hohe Niveau erarbeiteten. Ihnen allen gebühre ein riesiges Dankeschön. Die sportliche Infrastruktur sei besser als je zuvor und auf einem Niveau, um das viele Vereine die GSV beneideten. Es gebe beste Voraussetzungen für eine gute Arbeit im Jugend- und Seniorenbereich. „Man sollte aber nicht vergessen, dass das Wichtigste beim Sport der Spaß und die Freude bleiben sollten“, schloss Schmitt seinen Bericht. Schatzmeister Mario Reiß berichtete, durch die Baumaßnahmen der vergangenen Jahre sei die Rücklage so gut wie abgebaut. Dennoch stehe der Verein finanziell nach wie vor sehr gut da. Die Kassenprüfer Michael Schneider und Oliver Wirtz bestätigten die einwandfreie Kassenführung, so dass dem Vorstand einstimmig die Entlastung erteilt wurde.

Arbeit hinter den Kulissen

Jugendleiter Thorsten Jacks und sein Stellvertreter Willi Gebhard berichteten anschließend ausführlich über die Situation der Nachwuchsmannschaften. Hier gelte der besondere Dank den Vätern und Müttern, die sich stark engagierten, um das Vereinsleben sowohl auf als auch neben dem Platz und in der Halle zu fördern durch Kuchenbacken, Frikadellenbraten, Getränkeverkauf oder als lautstarke Zuschauer. Dabei dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass neben der sichtbaren Arbeit auf dem Platz ein nicht unerheblicher Teil der Saisonvorbereitung, -durchführung und -nachbereitung hinter den Kulissen stattfinde.

Fußballcamp

Vom 19. bis 21. Juni seit der GSV Ausrichter eines Fußballcamps im Rahmen der 1. Deutschen Fußballcampmeisterschaft. Für etwa 50 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 14 Jahren wird mit Unterstützung von zwei DFB-Trainern drei Tage lang ein hoffentlich unvergessliches Erlebnis geschaffen und deutschlandweit einer der oberen Plätze beleget.

Der neu gewählte Vorstand der Grafschafter Spielvereinigung mit dem langjährigen Vorsitzenden Dieter Schäfer (1. Reihe, 2.v.li.) will dafür sorgen, dass der Verein auch in Zukunft eigenständig bleibt. Foto: JOST

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