Allgemeine Berichte | 08.07.2013

Erich Kästner-Realschule plus Bad Neuenahr-Ahrweiler setzt ihr Projekt für Burkina Faso fort

Erfolgreiche Afrika-Aktion: Ein T-Shirt und ein Euro

Die Pakete werden gut verschnürt und verklebt, bevor sie auf die Reise gehen. privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Drei von insgesamt vier Paketen mit einem Gewicht von jeweils zehn Kilogramm sind von der Poststelle in Ahrweiler aus nach Burkina Faso geschickt worden. Das vierte Paket folgt in wenigen Tagen. Mit ihrer Aktion „Ein T-Shirt - ein Euro“ setzten die Abschlussschüler der Erich Kästner-Realschule plus wiederum ein Zeichen der menschlichen Solidarität mit gleichaltrigen Kindern und Jugendlichen im westafrikanischen Burkina Faso. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Sammelaktion mit großem Erfolg durchgeführt. Unter der Regie der Realschulklasse zehn und mit der Unterstützung der anderen Abschlussklassen neun sammelten die Jugendlichen innerhalb ihrer Schulgemeinschaft über Hundert T-Shirts. Mit jedem T-Shirt wurde jeweils ein Euro vom Spender erbeten, um damit das Porto für den Posttransport ins westafrikanische Dorf Famberla zu bezahlen. Da einige Spender aus der Schulgemeinschaft mehr als einen Euro beigesteuert hatten, konnten die Paketinhalte durch anderes Nützliches wie Multivitaminpräparate und Hygieneartikel ergänzt werden.

Schulbesuch ist ein Luxus

Die Erich Kästner-Realschule plus pflegt mit ihrer Schulgemeinschaft auch gezielt das Miteinander mit Kindern und Jugendlichen auf der ärmeren Welthalbkugel. Dazu gehört ein Schulprojekt in Ruanda, dem Partnerland des Landes Rheinland-Pfalz, das von der Erich Kästner-Realschule plus ebenso unterstützt wird. Aber auch das Land Burkina Faso ist in das Blickfeld der Schule gerückt: Es gehört zu den ärmsten Ländern der Erde, besonders die Menschen im ländlichen Raum leiden unter bitterer Armut. Dort ist der Schulbesuch ein Luxus und die Säuglings- und Kindersterblichkeit ist in den Dörfern besonders hoch. So schickten die Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner -Realschule plus ihre Pakete bewusst zu Kindern und Jugendlichen in ein kleines Dorf namens Famberla, das hunderte Kilometer von der Landeshauptstadt Ouagadougou entfernt liegt. Es gibt weder eine Asphaltstraße, die ins Dorf führt, noch fließendes Wasser oder elektrischen Strom. Die Armut ist groß. Staatliche und internationale Hilfsprogramme finden keinen Weg in das kleine Dorf, das nur wenige Kilometer entfernt von der malischen Grenze liegt. Groß ist deshalb die Freude der Menschen in Famberla, wenn Pakete aus Ahrweiler eintreffen.

Persönliche Rückmeldung

Die persönliche Rückmeldung aus Famberla und die Gewissheit, dass die Spenden gut und direkt bei den Bedürftigen ankommen, ermutigte die Schülerinnen und Schüler zur Fortsetzung der Paketaktion auch in diesem Jahr. Bewährt hatte sich ebenfalls, diese Aktion in diesem Schuljahr wieder in die Unterrichtsinhalte zu integrieren. Eine intensive fächerübergreifende inhaltliche Auseinandersetzung der Realschulklasse zehn in den Fächern Deutsch, Erdkunde, Sozialkunde und Geschichte ging deshalb der Sammelaktion voraus. Die Schüler und Schülerinnen setzen sich dabei mit verschiedenen Aspekten der Lebenssituation von Menschen in den so genannten Entwicklungsländer auseinander. In diesem Rahmen wurden auch zwei Experten in die Schule eingeladen, die jeweils über die Situation an einer ruandischen Schule sowie über die Wasserproblematik in Westafrika berichteten und sich mit den Jugendlichen über diese Themen intensiv auseinandersetzten. Hierbei zeigten die Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Realschule plus ein großes fachliches Interesse und ein hohes Maß an menschlichem Einfühlungsvermögen.

Schülerinnen der Erich Kästner-Realschule plus beim Paketepacken.

Schülerinnen der Erich Kästner-Realschule plus beim Paketepacken.

Die Pakete werden gut verschnürt und verklebt, bevor sie auf die Reise gehen. Fotos: privat

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