Allgemeine Berichte | 18.06.2026, 09:29 Uhr

Firmung Ahrweiler Jugend 2026

Firmung in St. Laurentius Ahrweiler: 54 Jugendliche erhalten Glaubensstärkung

Mike John mit seinem Onkel.

Ahrweiler. Festlich, persönlich und zugleich nah an den Lebensfragen junger Menschen:

In der Kirche St. Laurentius in Ahrweiler haben am Sonntag, 14. Juni 2026, um 15 Uhr insgesamt 54 Jugendliche und Erwachsene das Sakrament der Firmung empfangen.

Jugendpfarrer Dominic Lück spendete die Firmung. Vorbereitet und begleitet wurde der gemeinsame Weg von Gemeindereferentin Sabine Dettinger.

Insgesamt machten sich im pastoralen Raum 145 Jugendliche auf den Weg zur Firmung. In St. Laurentius empfingen 52 Jugendliche sowie zwei Erwachsene das Sakrament. Dem feierlichen Gottesdienst war eine intensive Vorbereitungszeit vorausgegangen, in der sich die Firmbewerberinnen und Firmbewerber in verschiedenen Modulen mit Fragen des Glaubens, des Lebens und der Gemeinschaft auseinandersetzten.

Die Vorbereitung setzte dabei bewusst auf unterschiedliche Zugänge. Begegnungen bei Nightfever, Elemente aufsuchender Seelsorge und Gespräche über Vertrauen, Verantwortung und Endlichkeit gehörten ebenso dazu wie ein Besuch im Hospiz. Auch gemeinsame Erfahrungen mit den Firmpatinnen und Firmpaten spielten eine wichtige Rolle – etwa beim Klettern im Hochseilgarten, wo Vertrauen und gegenseitige Unterstützung ganz praktisch erlebt werden konnten.

Bereits zu Beginn des Gottesdienstes setzte Dominic Lück einen Gedanken, der im Gedächtnis blieb. „Der Gottesdienst heute ist eine Zumutung“, sagte er zunächst augenzwinkernd – und griff damit womöglich die Gedanken mancher Gottesdienstbesuchenden auf. Doch schnell wurde deutlich, worauf er hinauswollte: „Zumutung“ könne auch bedeuten, dass Menschen Mut zugesprochen werde. Mut, sich mit Glaubensfragen auseinanderzusetzen, Gemeinschaft zu erleben und den eigenen Weg bewusst zu gestalten.

In seiner Predigt griff der Jugendpfarrer ein Bild auf, das vielen Jugendlichen vertraut war: das sogenannte „Imposter-Spiel“. Während insbesondere die Jüngeren damit sofort etwas verbinden konnten, lernten manche Erwachsene den Begriff erst kennen. Im Spiel geht es darum, Rollen zu erkennen und gemeinsam herauszufinden, wer nicht zur Gruppe gehört. Dominic Lück nutzte dieses Bild als Brücke zum Evangelium des Tages, in dem die Jünger ausgesandt werden, Hoffnung zu schenken, Menschen zu stärken und Gottes Botschaft weiterzutragen.

Dabei schlug er den Bogen in die Gegenwart: Glauben zeige sich heute oft in kleinen, aber bedeutenden Gesten – in Aufmerksamkeit füreinander, in Ermutigung, im Zuhören oder darin, Hoffnung weiterzugeben. Christsein bedeute, sich auf den Weg zu machen und Vertrauen wachsen zu lassen.

Den Kern seiner Predigt fasste Dominic Lück schließlich mit einem Satz aus dem Evangelium zusammen: „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.“ Das Wort „umsonst“, so erklärte er, lasse sich auch als „geschenkweise“ verstehen. Genau darin liege die Bedeutung der Firmung: Sie sei nicht etwas, das man sich verdienen müsse, sondern ein Geschenk – Zuspruch, Stärkung und Ermutigung für den weiteren Lebensweg.

So wurde die Feier in St. Laurentius nicht nur zu einem besonderen Moment für die 54 Gefirmten, sondern auch zu einem sichtbaren Zeichen lebendigen Glaubens und gelebter Gemeinschaft im pastoralen Raum.

Mike John mit seinem Onkel. Foto: Nadine Kreuser

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