Jugend-Hilfe-Verein ist nach der AZAV zertifiziert
Fortführung der Arbeit gesichert
Verein bietet seit 25 Jahren für sozial benachteiligte junge Menschen ein Berufsorientierungsprojekt
Kreis Ahrweiler. Der Jugend-Hilfe-Verein erfüllt seit Dezember eine weitere wichtige Voraussetzung, um weiterhin als Träger der Jugendhilfe tätig zu sein und so auch in Zukunft jungen Menschen entsprechend dem Vereinszweck ein umfangreiches Hilfsangebot anzubieten. Mit Bescheid des TÜV Rheinland vom 19.12.2012 ist der Jugend-Hilfe-Verein nach der AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifiziert.
Im Pressegespräch informierten die Vorstandsvorsitzende Elisabeth Graff, Geschäftsführerin Petra Radermacher, Ulf Tolksdorf und Dietmar Leux über die Arbeit des Vereins. Seit 25 Jahren bietet der Jugend-Hilfe-Verein für sozial benachteiligte junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahre ein Berufsorientierungsprojekt, um sie in Ausbildung oder Arbeit zu bringen. Ziel ist es auch, den jungen Menschen eine Tagestruktur zu geben zur Erhöhung von Zuverlässigkeit und Belastbarkeit.
Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt wurde ein neues Kapitel zur Zulassung von Trägern und Maßnahmen in das Dritte Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) eingefügt. Die Regelungen verfolgen das Ziel, die Qualität der arbeitsmarktlichen Dienstleistungen und damit die Leistungsfähigkeit und Effizienz des arbeitsmarktpolitischen Fördersystems nachhaltig zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, können nur noch solche Träger zur Einbringung von Arbeitsmarktdienstleistungen zugelassen werden, die unter anderem ihre Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit nachweisen, qualifiziertes Personal einsetzen und ein System zur Sicherung der Qualität anwenden. Die Zulassungserfordernisse gelten für alle Träger, die Maßnahmen der Arbeitsförderung nach dem SGB III selbst durchführen oder durchführen lassen. Diese Erfordernisse wurden schriftlich dokumentiert und zusätzlich vor Ort von einem Auditor überprüft. Dieser bewertete die Gegebenheiten und die Arbeitsweise des Jugend-Hilfe-Vereins erfreulich positiv.
Das hält den Vorstand und Mitarbeiter aber nicht davon ab, auch in Zukunft die Qualität der Angebote stetig zu verbessern. Der Jugend-Hilfe-Verein für den Kreis Ahrweiler e.V. ist seit über 25 Jahren mit vielfältigen Angeboten für sozial benachteiligte junge Menschen im Einsatz. Während der Projektdauer von sechs bis zwölf Monaten haben diese jungen Erwachsenen die Möglichkeit, sich in den Bereichen Garten- und Landschaftspflege sowie Hauswirtschaft zu erproben. Dabei werden sie im Rahmen der Einzelfallhilfe kontinuierlich von den erfahrenen Sozialpädagogen des Vereins begleitet und unterstützt. Schulische Defizite werden aufgearbeitet, Probleme im Elternhaus werden zum Teil zusammen mit Teilnehmern, Eltern und Pädagogen erörtert und Lösungsmöglichkeiten initiiert, Unterstützung bei der Suche nach der eigenen Wohnung wird angeboten und Schuldenprävention - Beratung ist durch die Schuldnerberatungsstelle (L.O.S.) im Haus gewährleistet.
Unterstützung gibt es von Berufsberatungsstellen der Agentur für Arbeit, vom Kreis, vom Land/ESF sowie durch weitere Hilfsangebote des örtlichen Netzwerks. Dabei lobte Elisabeth Graff die zuverlässige finanzielle Unterstützung durch den Landkreis von jährlich 44.000 Euro.
Der Verein übernimmt Erziehungsbeistandschaften und Betreuungsweisungen für das Jugendamt und die Jugendgerichtshilfe und bietet mit dem sozialen Trainingskurs ein Anti-Aggressions-Training für straffällig gewordene junge Menschen an. Der Jugend-Hilfe-Verein bedankte sich bei IT-Fachmann Dietmar Leux aus Burgbrohl, der nicht nur durch seinen unermüdlichen Einsatz das Computernetzwerk des Vereins instand hält, sondern diesem auch zwei neue leistungsstarke PCs, zwei Monitore sowie drei Tastaturen mit Maus gespendet hat.
