Termine | 04.06.2026, 21:49 Uhr

Fünf Jahre nach der Flut: Podiumsdiskussion im Ahrtal

Flutschäden in Ahrweiler am Tag nach der Flutkatastrophe. Foto: ROB
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Fünf Jahre nach der verheerenden Flut im Ahrtal kehrt vielerorts der Alltag zurück. Häuser wurden wiederaufgebaut, Straßen erneuert und neue Strukturen geschaffen. Aber viele Wunden sind noch sichtbar, andere wirken im Inneren weiter.

Am Mittwoch, 17. Juni 2026, von 18:30 bis 20:30 Uhr, lädt die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in die Ehemalige Synagoge Ahrweiler, Altenbaustraße 12, Bad Neuenahr-Ahrweiler, zu einer öffentlichen Diskussion ein. Der Abend setzt genau dort an: beim ehrlichen Blick auf das, was erreicht wurde, und auf das, was weiterhin offen ist.

m Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, wie die Flut den Zusammenhalt im Ahrtal verändert hat: in Familien, Vereinen, Nachbarschaften, Verwaltungen und im Ehrenamt. Welche Konflikte bestehen noch? Wo trägt bürgerschaftliches Engagement weiterhin? Wo brauchen Menschen, Vereine und Kommunen mehr Unterstützung? Und was muss Politik aus dieser Katastrophe lernen, damit Warnketten funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und der Staat im Krisenfall schneller handeln kann?

Darüber diskutieren Menschen, die das Ahrtal und den Umgang mit Krisen aus unterschiedlichen Perspektiven kennen: Ulrich van Bebber, Vorsitzender der Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler e. V. und langjährig im Kreis Ahrweiler engagiert; Susanne Bell, Katastrophen- und Krisenforscherin an der Universität Bonn und Koordinatorin des Forschungsprojekts SOZIAHR; sowie Nick Falkner, der nach der Flut das Spenden-Verteilzentrum Ahrtal aufgebaut und später die Stiftung Ahrtal gegründet hat. Die Moderation übernimmt der freie Journalist Dr. Martin Wein.

Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich nicht nur an Fachleute. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, die die Flut erlebt haben, beim Wiederaufbau geholfen haben, sich ehrenamtlich engagieren oder wissen wollen, wie das Ahrtal fünf Jahre nach der Katastrophe zusammensteht. Die Gäste erwartet keine trockene Fachveranstaltung, sondern ein lebendiges Gespräch mit Raum für kritische Nachfragen, persönliche Erfahrungen und konkrete Beispiele aus Verwaltung, Wissenschaft und Ehrenamt.

Nach der Diskussion gibt es einen kleinen Empfang, um miteinander ins Gespräch kommen.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erwünscht. Interessierte können sich online über das Portal der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit anmelden oder den zentralen Service per E-Mail unter service@freiheit.org beziehungsweise telefonisch unter 030 22012634 anmelden.

Flutschäden in Ahrweiler am Tag nach der Flutkatastrophe. Foto: ROB

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