Unglaubliche Stimmung im neu eröffneten Tin Star Saloon in Mayschoß
Furioses Konzert von „Two Purple“
Mayschoß. „Der Weg hat sich gelohnt.“ „Wer heute nicht hier war, hat definitiv was verpasst.“ So die Aussagen der Besucher des Konzerts des z.B. von „Absolut Wein“ bekannten Akkustik-Duos „Two Purple“. Was als kleines Konzert unter Freunden geplant war, endete nach unzähligen Zugaben erst gegen drei Uhr nachts unter dem tosenden Beifall und dem Gesang von gesamt rund 200 Besuchern - und noch mehr Freunden. Die beiden Musiker Hildegard Romes aus Bonn (Wimbach) und Peter Naekel aus Mülheim (Mayschoß), eher bekannt für ruhigere Töne, heizten den Besuchern dabei den ganzen Abend so ein, und berührten gleichzeitig mit gefühlvollen Songs, dass bis auf den letzten Platz mitgesungen wurde. Das galt sowohl für Cover-Songs als auch für eigene Kompositionen der beiden Musiker, die seit über 15 Jahren Musik machen. Es lag auf und vor der Bühne eine solch gute Stimmung in der Luft, dass sich Musiker und Besucher ständig gegenseitig zum Weitermachen animierten.
Dabei machte die beiden Musiker nicht nur deren Freude am musizieren und die Auswahl der Instrumente äußerst symphatisch - vom Kazoo, über Cajon bis zur Ukulele wurde alles mit Hingabe gespielt. Sie gaben auch einheimischen Nachwuchskünstlern die viel zu seltene Möglichkeit, Ihr überaus großes Talent in ausgewählten Songs darzubieten. Mayschoß scheint ein guter Ort für Musiker zu sein. Das zeigte sich auch gegen Ende der Veranstaltung als „Two Purple“ den neuen Pächter des Tin Star Saloons Ray auf die Bühne holten. Der Ex-Musiker zeigte sein Können an der Gitarre und sang Pink Floyd zur Begeisterung aller Besucher.
Die Kleinkunstbühne könnte zu einem neuen Treffpunkt von Künstlern avancieren. Bleibt zu hoffen, dass die Bewohner Ahrauf- und abwärts das auch erkennen und vor allem unterstützen - der letzte Pächter hatte leider wenig Glück.
Die Bühne zeigte vor nunmehr sieben Jahren die 1.000 jährige Geschichte Mayschoß im Theaterstück Narrenschallen. Danach wurde es künstlerisch ruhiger - nur eine Handvoll Zuschauer kamen zu ausgewählten Konzerten. Man könnte meinen, die Bühne muss noch entdeckt werden. Das Konzert am vergangenen Freitag mit „Two Purple“, einem vollen Haus und den neuen, sympathischen Pächtern könnte ein Neustart in eine verheißungsvolle Zukunft sein. Eine Wiederholung mit „Two Purple“ in 2015 wünschten sich jedenfalls viele.
