Allgemeine Berichte | 21.04.2026

Feuerwehren Verbandsgemeinde Altenahr

Investitionen in Millionenhöhe und digitale Vorreiterrolle

Gut besucht war die diesjährige Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr in der Vischeltalhalle in Berg-Freisheim. Während der Versammlung werden unter anderem die jährlichen Ehrungen für langjährige aktive Tätigkeit, Verpflichtungen, Ernennungen für besondere Funktionen und Entpflichtungen vom Bürgermeister und der Wehrleitung vorgenommen.

Dienstversammlung in Berg im Zeichen von Modernisierung, Wiederaufbau und einem starken Ehrenamt

Berg / VG Altenahr. Zur diesjährigen Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde (VG) Altenahr in der Vischeltalhalle Berg zogen Wehrleiter Florian Ulrich und Bürgermeister Dominik Gieler eine Bilanz, die von massivem Wiederaufbau, technischer Modernisierung und einem starken Appell an die interkommunale Zusammenarbeit geprägt war.

Das Einsatzgeschehen im Jahr 2025 war laut Bericht des Wehrleiters mit insgesamt 204 Alarmierungen fordernd. Besonders kritisch: Über 50 % dieser Einsätze fanden während der klassischen Arbeitszeit statt, was die Bedeutung der Freistellung durch die Arbeitgeber unterstreicht. Um die Schlagkraft dauerhaft zu sichern, investiert die Verbandsgemeinde im Jahr 2026 rund 5,1 Millionen Euro in den Brand- und Katastrophenschutz.

Ein technischer Meilenstein wurde bereits erreicht: Die VG Altenahr ist die erste Kommune im Leitstellenbereich Koblenz, die die Alarmierung vollständig auf digitale Meldeempfänger umgestellt hat. Zudem verstärken neue Fahrzeuge die Schlagkraft, wie das kurz vor der Auslieferung stehende Mehrzweckfahrzeug (MZF) 2 für Mayschoß mit Waldbrandlöschmodul sowie drei neue Tragkraftspritzenfahrzeuge Wasser (TSF-W) mit vergrößerten Wassertanks.

Fortschritte beim Wiederaufbau

Bürgermeister Gieler gab einen detaillierten Überblick zum Sachstand der durch die Flut zerstörten Feuerwehrhäuser und zu weiteren Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Nach langjähriger Planung konnte die Situation in Kesseling zwischenzeitlich deutlich verbessert werden. Der Einzug in das neue Feuerwehrgerätehaus ist für den Frühsommer 2026 geplant. In Lind kann ebenfalls eine Modernisierung eingeleitet werden. Die Baugenehmigung liegt vor, Architekten und Fachplaner arbeiten aktuell an der Ausführungsplanung und Ausschreibung, so dass die Bauarbeiten hoffentlich noch im Herbst beginnen. Die Wiederaufbauprojekte von flutbedingt zerstörten Feuerwehrgerätehäusern in Liers, das sich im vergleichbaren Planungsstand wie Lind befindet, sowie in Altenahr (Abbruch der Bestandsgebäude des ehemaligen Autohauses Mönch Anfang 2027) schreiten voran. Auch für Mayschoß ist ein Bauantrag bis Ende 2026 anvisiert.

Appell für die Zukunft

Sowohl der Bürgermeister als auch der Wehrleiter betonten die existenzielle Bedeutung einer funktionierenden Alarm- und Einsatzplanung. Wehrleiter Florian Ulrich warnte allerdings auch vor einer Überlastung des Ehrenamts durch steigende bürokratische Anforderungen. Angesichts des politischen Wechsels im Land forderte er eine zeitgemäße Novellierung des Brand- und Katastrophenschutzes.

Der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Ahrweiler, Johannes Jung unterstrich die Worte der Wehrleitung und des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Altenahr und richtete ebenfalls seinen Dank an die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren für das geleistete Engagement.

Silbernes Feuerwehr-Ehrenzeichen für Ralf Jungbluth

Nach fast 45 Jahren aktiver Dienstzeit wurde Oberbrandmeister Ralf Jungbluth aus Ahrbrück mit dem Silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für seine besonderen Verdienste ausgezeichnet. Jungbluth war unter anderem lange Jahre Löschgruppenführer in Ahrbrück. Während dieser Zeit setzte er sich für die Zusammenarbeit der Löschgruppen Ahrbrück und Brück ein. Daraus erfolgte im Jahr 2016 die Vereinigung beider Löschgruppen zur heutigen Freiwilligen Feuerwehr Ahrbrück. Auf eigenen Wunsch wurde er aus dem Feuerwehrdienst entpflichtet.

Ehrungen, Beförderungen und Entpflichtungen

Zahlreiche weitere Ehrungen und Personalentscheidungen standen im Mittelpunkt der Versammlung. Für ihre 15-jährige aktive und pflichttreue Tätigkeit in der Feuerwehr wurden Jens Kühnel, Dominik Mönch und Jan Viernich (Ahrbrück), Tim Viernich (Hönningen), Mara Bläser und Annika Meurer (Kesseling), Manuel Bungart (Kirchsahr) und Yannik Bungart (Berg) sowie Roman Stollenwerk (Liers) mit dem Bronzenen Ehrenzeichen ausgezeichnet.

Das Silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Joachim Petermeier (Ahrbrück), Andreas Bläser und Florian Hupperich (Kesseling), Erwin Nolden (Kirchsahr), Daniel Wald (Liers) und Stefan Grisotto (Rech).

Neben Ralf Jungbluth wurde Reinhold Pohl (Liers) nach langjährigem Engagement aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet.

Auch die personelle Zukunft der Wehren wurde durch zahlreiche Neuaufnahmen und Verpflichtungen gestärkt. Als neue ehrenamtliche Mitglieder wurden als Feuerwehrmannanwärter oder Feuerwehrfrauanwärterin Noah Josten, Simon Köb und Matthias Tobias Müller (Dernau), Sarah Jakobs, Florian Nelles und Frieda Maria Reich (Hönningen), Finn Küpper (Lind), Dimitri Axt (Kalenborn), Janik Hempel (Mayschoß) sowie Alexander Faltin und Daniel Solbach (Rech) offiziell in den Dienst aufgenommen.

Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Gerd Balter (Kalenborn) und Thomas Walgenbach (Liers) sowie zum Oberbrandmeister Rick Velstra (Dernau) verpflichtet.

Im Bereich der Führungskräfte gab es ebenfalls wichtige Veränderungen: Pierre Sebastian (Dernau) wurde von seinem Amt als stellvertretender Wehrleiter entpflichtet, bleibt jedoch als Alarm- und Einsatzplaner erhalten – eine Aufgabe, die zuvor Thorsten Schmitz (Kesseling) innehatte. Die Führung der Feuerwehr Dernau liegt künftig in den Händen von Wehrführer Christian Schrading und seinem Stellvertreter Norman Heß.

Abgerundet wurde der Personalteil durch die Beförderung von Fabian Mönch und Florian Mönch zu Löschmeistern sowie Matthias Lang und Michael Schaefer zu Oberbrandmeistern (alle Einheit Altenahr). Für die Einheit Ahrbrück wurde Dominik Mönch zum Oberbrandmeister und für die Einheit Rech Marvin Dievenich zum Brandmeister befördert.

Bürgermeister Dominik Gieler (li.), Wehrleiter Florian Ulrich (3. v. re.), stellvertretender Wehrleiter Thorsten Gasper (re.) und der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Ahrweiler, Johannes Jung (2. v. re.) bedankten sich bei (ab 2. v. re.) Stefan Grisotto (Rech), Florian Hupperich (Kesseling), Joachim Petermeier (Ahrbrück), Daniel Wald (Liers) und Erwin Nolden (Kirchsahr) mit dem Silbernen Ehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr.

Bürgermeister Dominik Gieler (li.), Wehrleiter Florian Ulrich (3. v. re.), stellvertretender Wehrleiter Thorsten Gasper (re.) und der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Ahrweiler, Johannes Jung (2. v. re.) bedankten sich bei (ab 2. v. re.) Stefan Grisotto (Rech), Florian Hupperich (Kesseling), Joachim Petermeier (Ahrbrück), Daniel Wald (Liers) und Erwin Nolden (Kirchsahr) mit dem Silbernen Ehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Oberbrandmeister Ralf Jungbluth (3. v. li.) aus Ahrbrück wurde mit dem Silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für seine besonderen Verdienste ausgezeichnet. Nach fast 45 Jahren aktiver Dienstzeit ließ er sich auf eigenen Wunsch aus dem Feuerwehrdienst entpflichten. Reinhold Pohl (3. v. re.) aus Liers wurde nach langjährigem Engagement ebenfalls von Bürgermeister Dominik Gieler (2. v. li.), Wehrleiter Florian Ulrich (2. v. re.), dem stellvertretenden Wehrleiter Thorsten Gasper (li.) und dem stellvertretenden Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Ahrweiler, Johannes Jung (re.) aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet.

Oberbrandmeister Ralf Jungbluth (3. v. li.) aus Ahrbrück wurde mit dem Silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für seine besonderen Verdienste ausgezeichnet. Nach fast 45 Jahren aktiver Dienstzeit ließ er sich auf eigenen Wunsch aus dem Feuerwehrdienst entpflichten. Reinhold Pohl (3. v. re.) aus Liers wurde nach langjährigem Engagement ebenfalls von Bürgermeister Dominik Gieler (2. v. li.), Wehrleiter Florian Ulrich (2. v. re.), dem stellvertretenden Wehrleiter Thorsten Gasper (li.) und dem stellvertretenden Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Ahrweiler, Johannes Jung (re.) aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Bürgermeister Dominik Gieler (li.), Wehrleiter Florian Ulrich (2. v. re.), stellvertretender Wehrleiter Thorsten Gasper (re.) und der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Ahrweiler, Johannes Jung (3. v. re.) freuten sich über zahlreiche Neuaufnahmen und Verpflichtungen in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr.

Bürgermeister Dominik Gieler (li.), Wehrleiter Florian Ulrich (2. v. re.), stellvertretender Wehrleiter Thorsten Gasper (re.) und der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Ahrweiler, Johannes Jung (3. v. re.) freuten sich über zahlreiche Neuaufnahmen und Verpflichtungen in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Fotostrecke

Investitionen in Millionenhöhe und digitale Vorreiterrolle
Gruppenfoto der Empfänger des Bronzenen Ehrenzeichens für 15-jährigen aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr.

Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Investitionen in Millionenhöhe und digitale Vorreiterrolle
Von links nach rechts: Thorsten Gasper, stellv. Wehrleiter VG Altenahr, Bürgermeister Dominik Gieler, Christian Schrading, Wehrführer Dernau, Thorsten Schmitz, Entpflichtung vom Alarm- und Einsatzplaner, Pierre Sebastian, entpflichtet vom stellv. Wehrführer Dernau und verpflichtet zum Alarm- und Einsatzplaner, Florian Ulrich, Wehrleiter VG Altenahr, Johannes Jung, stellvertretender Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Kreis Ahrweiler.

Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Investitionen in Millionenhöhe und digitale Vorreiterrolle
Gruppenfoto der beförderten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Altenahr.

Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Investitionen in Millionenhöhe und digitale Vorreiterrolle
Investitionen in Millionenhöhe und digitale Vorreiterrolle
Investitionen in Millionenhöhe und digitale Vorreiterrolle

Gut besucht war die diesjährige Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr in der Vischeltalhalle in Berg-Freisheim. Während der Versammlung werden unter anderem die jährlichen Ehrungen für langjährige aktive Tätigkeit, Verpflichtungen, Ernennungen für besondere Funktionen und Entpflichtungen vom Bürgermeister und der Wehrleitung vorgenommen. Foto: Thorsten Trütgen / VG Altenahr

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  • Anne: Ein Faustschlag mitten ins Gesicht und ein Dolchstoß mitten ins Herz aller Flutopfer…nicht nur der Toten und deren Angehörigen und Freunden, sondern insbesondere der unzählig vielen traumatisierten Menschen...
  • Betroffener: Wiedermal ein Totalversagen der Justiz und es werden Täter geschützt ! Inzwischen darf man sich wirklich fragen ob diese Justiz überhaupt noch der Gerechtigkeit und dem Volk dient oder einfach nur noch die Politiker zu schützen versucht !
  • Anne: Es ist das kalte Grauen. Wahrscheinlich denkt sich der Täter in Anlehnung an den Mordprozeß im Fall Anna K. aus Gimmigen mit einem ähnlich milden Urteil davon zu kommen. In was für einer Zeit leben wir...
  • Graf: Ja, sehr GUT Ukraine, ist doch bekannt , dass koruptestes Land in Europa ist. Mit den Politiker, sind unsere bezahlt worden? Wunderbar !
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