Bad Neuenahrer Kirmes begeistert Alt und Jung
Gelungener Mix aus Tradition und Moderne
Bad Neuenahr. Die Bad Neuenahrer Kirmes wurde auch in diesem Jahr wieder ihrem Ruf als Zuschauermagnet gerecht. Bedingt durch das spätsommerliche Wetter waren vor allem am Freitag und Samstag viele Familien mit ihren Kindern auf dem Weg nach Bad Neuenahr und durften sich über die eine oder andere Überraschung freuen. Kirmes, das hat Tradition, das verbindet sich mit Jugenderinnerungen, mit dem Geruch von gebrannten Mandeln und Zuckerwatte, mit Schießbude und Karussell. Aber auch nach Bratwurst und Gauklern oder gar einer Boxbude. Nun gab es zwar keine Boxbude, aber seit gefühlten Ewigkeiten gibt es die Apparate, wo man mit dem Hammer draufhaut und seine vermeintliche Stärke messen kann. Von Pudding in den Armen bis hin zum Schwergewichtschamp. Kirmestradition eben, und die wird in Neuenahr gepflegt wobei sich bereits am Eingang dann kein Karussell drehte sondern echte Pferde in einer kleinen Arena, wo nicht nur die weiblichen Kids gerne anstanden um die eine oder andere Runde drehen zu dürfen. Vorbei an Getränkebuden konnte man dann mittels einer Magnetangel versuchen, sich einen Preis zu ergattern, das sieht freilich dann einfacher aus als es für ungeübte Kinderhände ist, aber mit Lernfähigkeit und Geschicklichkeit konnte man hier einiges abräumen. Auch dies eine Idee, die schon viele Jahrzehnte auf dem Buckel hat, aber wie sollte es anders sein, zahlreiche Kinder begeisterte. Das galt auch für viele kleinere Karussells wo vor allem die Pampers-Fraktion schon mal erste Runden in einem Polizeiwagen drehen konnte. Freilich unter dem Blick der Eltern, die immer mit von der Partie waren.
Und es gab noch mehr klassische Buden, sei es die Schießbude als auch die Wurfbude, wo es mit einem Ball mittels drei Würfen die Dosen vom Regal zu räumen galt. Aber auch für die älteren Besucher gab es zahlreiche Attraktionen, vor allem die „Euro-Rutsche“ war sowohl bei Erwachsenen wie auch bei Kindern gefragt, konnte man sich doch dort über zwei Wellen gezielt in die Tiefe rutschen lassen.
Geisterbahnen und die „Crazy Mouse“
Was wäre eine Kirmes ohne Geisterbahn. Aber was das „Magic House“ betrifft, so hat man die „Bahn“ entfernt und das ganze in ein „Laufgeschäft“ verwandelt wo über drei Etagen eine Illusionswelt sich dem Betrachter eröffnete, die schon an der einen oder anderen Stelle das Blut in den Adern gefrieren ließ. Höhepunkt war aber das Fahrgeschäft „Crazy Mouse“. Auf 420 Metern Strecke ging es zunächst in die Höhe, um dann rasant abwärts zu gelangen, freilich wurde der Kick nochmals gesteigert, denn die Gondeln konnten sich im 360-Grad Winkel drehen, so dass sich manch einer wohl wie beim Astronautentraining vorgekommen sein mag. Dieses Vergnügen konnte mäan dann in einer viersitzigen Gondel auch teilen und mitunter war das Gekreische vor allem der weiblichen Fans auch nicht zu überhören. Schaukeln gab es natürlich auch jede Menge, so unter anderem die Riesenschaukel „Nessy“ mit einem Fassungsvermögen von bis zu 50 Personen. Aber eine Attraktion der Kirmes hat immer seine Fans und das mit einem seit Jahrzehnten fast unveränderten Konzept. Der Autoskooter begeistert alt und jung und so mancher Nachwuchsrennfahrer übt schon mal das rammen und losfahren und auch die Erwachsenen haben dabei eine Menge Spaß. So mancher Vater der an der Kirmes mit seinem Nachwuchs hier gesehen wurde, dürfte sich an seine Jugendzeit erinnern, als er das erste Mal mit seinem Vater in einem solchen Fahrgeschäft zu Gast gewesen war.
Wer das alles hinter sich hatte und über einen entsprechend robusten Magen verfügte (warum haben eigentlich Kinder diese Probleme nie?) für den wartete dann die nächste Currywurst mit Pommes oder leckerer Spießbraten oder gebackene Champignons. Oder man ging zur Feuerwehr, auch die wusste nämlich an der Kirmes richtig zu feiern, hatte man doch mit der heimischen Band „Jeckediz“ schon mal 6 Wochen vor Beginn der Session sich schon mal warm und in Stimmung geschunkelt. Abgerundet wurde die Kirmes am vergangenen Dienstag durch das traditionelle Höhenfeuerwerk. Und dann heißt es wieder ein Jahr warten bis zur nächsten Kirmes.
Spaß für Groß und Klein auf der „Euro-Rutsche“. Fotos: StF
Das Angeln mit dem Magneten will geübt sein.
Diese junge Dame hatte ihren Spaß bei „Hau den Lukas“.
