„Musterknaben“ hatten ein außerordentliches Meeting im Rathaus der Verbandsgemeinde Altenahr
Gemeinsamkeit ist auch ein Motivator
Altenahr. Die „Musterknaben“ hatten ein außerordentliches Meeting im Rathaus der Verbandsgemeinde Altenahr. Das Jugendbüro, Jugendpfleger Werner Söller, Mitarbeiter Niko Sicken und Marcell Heinsch, ehrenamtlicher Betreuer im Team, hatten für dieses Treffen den Referenten Erwin Germscheid von der Fachstelle für Jungenarbeit Rheinland-Pfalz verpflichtet. Anlass des Treffens war ein intensiver Rückblick und eine Neuausrichtung dieses weit und breit einmaligen Projekts. Der Dozent besprach mit den Teilnehmern positive und negative Aspekte der Gegenwart sowie Risiken für die ganze Gruppe, die im schlimmsten Fall auftreten könnten. Der Abend startete mit zwei kleinen Aufwärmübungen zum Einsteigen und Auflockern der Gruppe. Danach wurde hart gearbeitet. In der großen Gruppe wurde gemeinsam eine Sammlung positiver Aspekte in der Gegenwart erstellt. Darunter waren die Punkte „Survivalcamp“, die „Kundgebung gegen Rechts“, die „Selbstorganisation von Veranstaltungen“ sowie die Atmosphäre untereinander. Jedoch wurden auch negative Aspekte genannt.
Germscheid ließ alle überlegen, wie es um die „Musterknaben“ stehen könnte, wenn sie kein Ziel vor Augen haben, Unstimmigkeiten in der Gruppe erleben, das Interesse schwindet oder sich ein schlechtes Image verbreitet. Danach gingen die Anwesenden in verschiedene Kleingruppen und arbeiteten dort weiter. Sie sollten dort die drei Plakate reflektieren und Lösungsvorschläge sammeln, die sie am Ende dem Plenum vorstellten. Die erste Kleingruppe legte viel Wert auf Zusammenarbeit und einen möglichen Vorstand als auch auf strukturiertere und frühere Planung.
Der zweiten Gruppe ging es um die Motivation der Teilnehmer. Andere zu motivieren, den guten Ruf beibehalten und die Öffentlichkeitsarbeit stärken - das waren die Ergebnisse, die die jungen Leute formulierten. Die dritte Kleingruppe beschäftigte sich mit Aktionen und Beteiligungen, um so den guten Ruf in der Öffentlichkeit zu stärken und sich durch Projekte bekanntzumachen. Sie formulierten den Arbeitsauftrag „In Aktion bleiben“ und sollen sich dafür verantwortlich fühlen. In der Großgruppe schließlich waren alle überrascht über den Ergebnispool für das Jahr und darüber hinaus.
Im Abstand von vier Wochen wünschten sich die Teilnehmer ihre Treffen. Zudem möchten sie einen Vorstand wählen, ein Projekt ausführen und erstmalig am Jungen-Tag mit einem Tagesprojekt in einer sozialen Einrichtung mitwirken. Im Anschluss gönnten sich die Jungs ein gemeinsames Abendessen, denn auch diese Gemeinsamkeit ist ein Motivator. Finanziert wird diese Veranstaltung mit einem Zuschuss des Kreisjugendamts, der Fachstelle Jungenarbeit sowie einer Spende durch die Einrichtung „Kick-off 2 - Intensiv Ambulante Betreuung“ aus Ahrbrück.
