Resilienz als Thema im AOK-Netzwerk zum betrieblichen Gesundheitsmanagement
Gesunde Mitarbeiter als unverzichtbares Unternehmensziel
Region. Vor etwa einem Jahr haben sich zehn Unternehmen der Region aus den verschiedensten Branchen unter Federführung der AOK zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Ziel dieses Netzwerkes ist der Austausch in Sachen „Betriebliches Gesundheitsmanagement“. Neben turnusmäßigen Treffen in den Partnerbetrieben, bei denen eben dieser Informationsaustausch im Vordergrund steht, sollten auch regelmäßig Experten zu gesundheitlich relevanten Themen oder neuen Entwicklungen informieren.
Eine solche Veranstaltung fand vergangene Woche in den Räumen des Netzwerkspartners Dr.-von-Ehrenwall’sche Klinik, in Ahrweiler statt. Auf Einladung der AOK referierte Dipl.-Psychologin und Businesscoach Britta Rossmann zum Thema Resilienz (s. Interview).
Diese besondere Facette aus dem Bereich der psychischen Gesundheit fesselte die Teilnehmerinnen von der ersten Sekunde an. Neben theoretischem Input vertiefte Britta Rossmann die Inhalte durch gelungene praktische Beispiele. Abgerundet wurde die hochwertige Veranstaltung durch Übungen, in denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst von der Wirksamkeit des Resilienztrainings überzeugen konnten.
Häufig bleibt am Ende von Seminarveranstaltungen bei den Teilnehmern die Aufgabenstellung, wie das Erlernte in die Praxis umzusetzen sei. Auch dieser Frage wurde der notwendige zeitliche Rahmen eingeräumt, sodass die Netzwerkteilnehmer gemeinsam mit der Referentin erste Lösungsansätze entwickeln konnten, um den Transfer aus der Theorie in die Praxis zu gewährleisten.
Nach einem anstrengenden aber überaus anregenden Seminartag waren sich alle im Netzwerk einig, wie lohnenswert es sei als Unternehmen aber auch als Privatperson an diesem Thema weiter zu arbeiten. Eine Meinung, der sich auch Werner Blasweiler von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland als Koordinator des Netzwerkes nur anschließen konnte anschloss. „Eine rundum gelungenen Veranstaltung. Vor allem auch, weil wir damit auch eindrucksvoll demonstrieren konnten, dass nachhaltiges Gesundheitsmanagement im Betrieb nicht bei Gesundheitskuren und oder Aktionstagen endet.“
Teilnehmer des BGM-Netzwerkes sind: Amazon Koblenz, Ardagh Metall Packaging, Weißenthurm, Die Lohner’s, Polch, Dr. von Ehrenwall’sche Klinik, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Griesson-de Beukelaer, Polch Globus Handelshof, Zell, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Krupp-Medienzentrum, Sinzig, Maranatha Seniorenzentrum, Sinzig-Bad Bodendorf und Stabilus Koblenz.
Blick aktuell wollte wissen: „Was ist Resilienz?“
Britta Rossmann (BR): Resilienz ist die Fähigkeit, belastenden Situationen, Krisen und Veränderungen gut und erfolgreich zu bewältigen. Diese Selbstregulationsfähigkeit schützt Mitarbeiter und Führungskräfte vor psychischer Überlastung und Burnout und ist somit ein ganz wesentlicher Faktor für Wohlergehen, Gesundheit und der Lebenszufriedenheit eines Menschen. Im psychologischen Sinne werden Menschen als resilient bezeichnet, die psychisch widerstandsfähig sind. Hierbei ist es aber ganz wichtig zu betonen, dass es nicht um Stärke oder Härte geht, sondern vielmehr um Flexibilität und Veränderungskompetenz.
Blick aktuell: Woher stammt der Begriff?
BR: Der Begriff Resilienz kommt ursprünglich aus der Werkstoffphysik und leitet sich aus dem lat. Wort „resilire“ (dt. zurückspringen, Spannkraft, Elastizität, Strapazierfähigkeit) ab. Resiliente Materialien finden nach einer Krafteinwirkung oder Verformung von außen wieder in die ursprüngliche Form zurück, wie z.B. ein Schwamm oder Gummi.
Ein anderes Bild, dass gerne verwendet wird, ist das Bild des Stehaufmännchens: Es kann sich aus jeder beliebigen Lage wieder aufrichten. Übertragen auf Menschen heißt das, dass sie in der Lage sind, in belastenden Situationen flexibel zu bleiben, in ihre alte „Form“ unbeschadet zurückfinden und an ihren Alltag anknüpfen können. Resilienz ist bei Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt, und lässt sich trainieren. Blick aktuell: Was bewirkt Resilienztraining?
BR: Ich gehe davon aus, dass der Druck in der Arbeitswelt in den nächsten Jahren weiter zunimmt. Insofern ist es dringend notwendig, die eigene Resilienz zu trainieren, Mitarbeiter und ganze Organisationen darin zu stärken. Resilienztraining bewirkt, dass Mitarbeiter und Führungskräfte den Umgang mit Stress- und Drucksituationen verbessern, Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und Selbstwirksamkeit entwickeln. Blick aktuell: Wie wirkt sich das Training auf die Führungsaufgabe aus?
BR: Die Fähigkeit lösungsorientiert zu denken und handeln wird durch das Training verstärkt und dadurch der eigene Handlungs- und Gestaltungsspielraum erweitert. Führungskräfte verstärken durch das Training die Fähigkeit sich selbst und ihre Mitarbeiter auch in schwierigen Situationen nicht mit Druck, sondern resilient und wertschätzend zu führen. Resiliente Führung wirkt sich positiv auf die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebenszufriedenheit der Mitarbeiter beruflich wie privat aus.
Britta Rossmann, Wirtschaftscoach und Managementtrainerin Expertin für Führungskräfteentwicklung, Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheitsprävention entra GmbH.
Foto: Bettina Volke Fotografie
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