Allgemeine Berichte | 04.12.2025, 16:40 Uhr

Ahrtal: Baustart der Gewässerwiederherstellung in Altenburg

Zunächst werden die Uferbereiche der Ahr tiefergelegt.  Foto: Svenja Berweiler / Björnsen Beratende Ingenieure GmbH
399

Altenburg. Baustart in Altenburg: Vor Kurzem haben die Arbeiten der Gewässerwiederherstellung im Bereich „Pappenauel“, auf dem ehemaligen Campingplatz der Ortsgemeinde Altenburg, begonnen. Ziel der Maßnahme ist es, den Wasserrückhalt zu erhöhen und den Abfluss zu verbessern. Gefördert wird die Maßnahme, die der Hochwasservorsorge dient, über den Aufbauhilfefonds des Bundes und der Länder.

Was wird gemacht?

Zunächst werden die Uferbereiche der Ahr tiefergelegt. Durch diese Vorlandabsenkung entstehen zusätzliche Retentionsflächen, die als natürliche Überschwemmungsgebiete dienen und dazu beitragen, die Ahr bei Hochwasserereignissen zu entlasten. Zur Abfuhr der Erdmassen wird eine Baubrücke errichtet, die einen sicheren und effizienten Transport ermöglicht.

Um die Stabilität der Böschungen vor allem an Stellen, an denen die Strömung besonders stark ist, zu gewährleisten, werden spezielle, nicht sichtbare Stützkonstruktionen unter der Erde verbaut. Diese sogenannten teilverklammerten Deckwerke verhindern, dass die Böschung abgetragen wird und die Ufer dadurch instabil werden.

Außerdem wird der Abwassersammler zwischen Altenburg und Altenahr, ein Sammelkanal, der das Abwasser aus mehreren kleineren Abwasserkanälen auffängt, stabilisiert. Hierdurch wird verhindert, dass die Leitung bei Hochwasser aufschwimmt. Auch diese Maßnahme wird unterirdisch durchgeführt.

Im Zuge der Maßnahme wird zudem die Ahr-Sohle zwischen Altenburg und Kreuzberg auf das Niveau vor der Flut abgetragen. An dieser Stelle des Gewässerbetts werden die Auflandungen – also die Ansammlungen von Materialien wie Kies, Steinen und Sedimenten – entfernt, die während der Flutkatastrophe 2021 entstanden sind. Durch diese Beräumungsmaßnahme soll eine Verbesserung des Hochwasserabflusses erreicht werden.

Weitere Informationen

„Von der Planung bis zur Umsetzung dieser Maßnahmen war eine Reihe von Schritten notwendig – von der Kampfmittelsondierung und den Baugrunduntersuchungen über die Abstimmung mit der Ortsgemeinde sowie die EU-weite Ausschreibung bis hin zur Vergabe den vorbereitenden Maßnahmen, wie der Vermessung des Geländes und Freischneidearbeiten. Es zeigt sich an vielen anderen Stellen bereits, dass sich diese Arbeiten lohnen. Jede Maßnahme zahlt in die Hochwasservorsorge ein und verbessert die Situation für die Anwohnerinnen und Anwohner“, erklärt Anja Toenneßen, Leiterin des Fachbereichs Aufbau und Nachhaltigkeit bei der Kreisverwaltung Ahrweiler.

Der aktuelle Fortschritt der Gewässerwiederherstellung kann über die Statusliste unter https://kreis-ahrweiler.de (Stichwort „Statusliste“) abgerufen werden.

Zunächst werden die Uferbereiche der Ahr tiefergelegt. Foto: Svenja Berweiler / Björnsen Beratende Ingenieure GmbH

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Stellenanzeige - Dauerauftrag 2026
Vorabrechnung, Nr. AF2026.000438.0, Oktober 2026
Rund ums Haus Daueranzeige
Zukunft trifft Tradition KW 42
Zukunft trifft Tradition KW 42
Stellenanzeige Zimmermädchen
Empfohlene Artikel
Die B267 in Altenahr.  Foto: ROB
2490

Altenahr. Ab Montag, 19. Oktober 2026, muss die B 267 in Altenahr auf Höhe des Bahnübergangs an der Altenburger Straße voll gesperrt werden. Grund hierfür ist die Herstellung einer Außenanlage. Die Sperrung wird voraussichtlich bis einschließlich 6. November dauern. Die Umleitung erfolgt aus Fahrtrichtung Altenburg kommend über die B 257 und den Roßberg, aus Fahrtrichtung Altenahr kommend erfolgt die Umleitung entgegengesetzt, das heißt über den Roßberg und die B 257.

Weiterlesen

Die B267 in Rech. Foto:ROB
330

Ahrtal. Das Projektbüro Wiederaufbau Ahrtal des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz mit Sitz in Sinzig lässt an zwei Tagen im Zeitraum der Kalenderwochen 44 bis 46 Luftaufnahmen im Bereich der Mittelahr erstellen. Ziel ist es, den aktuellen Bestand entlang der B 267 sowie eines Teilabschnitts der B 257 im Bereich Kreuzberg zu dokumentieren. Die Aufnahmen dienen als Grundlage für die Planung und Umsetzung der Wiederaufbauprojekte.

Weiterlesen

„Daumen hoch“ für das Altenahrer Weinfest.  Fotos: DU
88

Altenahr. Nach Heimersheim, Walporzheim und Ahrweiler, startete am vergangenen Wochenende auch die Mittelahr in die Weinfest-Saison. Drei Tage lang stand Altenahr nicht nur im Zeichen der Weinkultur, sondern auch im ausgelassenen Feiern und besonderer Momente. Mit dem Genuss-Hopping „A Taste of Altenahr“, an dem diesmal sechs verschiedene Altenahrer Hotels und Restaurants teilnahmen, hat sich seit ein paar Jahren ein überaus erfolgreiches Format zum Weinfest-Auftakt etabliert.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Josef Erhardt (rechts) gemeinsam mit den Gästeführern an der Nepomuk-Statue auf der Freiherr-vom-Stein-Brücke
0

Bad Bodendorf. 2025 führte der Weg die Gästeführer schon einmal nach Bad Bodendorf, in den historischen Teil des Ortes. Dort gab es so viel zu sehen, dass die Zeit nicht reichte für die jenseits der Ahr gelegene Seite. Deshalb vereinbarte man damals bereits eine Fortsetzung der Entdeckungstour.

Von Marina Zille aus Bad Breisig

Weiterlesen