Gimmingen feierte sein traditionelles Bürgerfest
Großer Spaß für Jung und Alt
Gimmingen. Im Vorfeld des diesjährigen Bürgerfestes hatten die Gimminger schon für sich selbst die Parole „Mer bruche keiner - keiner dä uns sät, wie mer Beürgerfeste fiere deit“ ausgegeben und sich einen fast gleichnamigen Song der Kölner „Bläck Fööss“ damit als Ziel markiert. Denn so, wie man in Köln Karneval feiert, das kann man in Gimmingen schon lange.
Und so begann der Samstagabend dann auch mit dem traditionellen Fassanstich, zu dem man von der Kreissparkasse Ahrweiler Christian Etten begrüßen konnte. Dieser war natürlich ein gern gesehener Gast, hatte er doch nicht nur das Fass anzustechen, sondern stiftete im Namen der KSK Ahrweiler doch auch den Inhalt in Form von Freibier für die Bürgergesellschaft Gimmingen. Für die musikalische Unterhaltung sorgte an diesem Abend Paul Radau, wobei der Name da Programm ist und der Künstler tatsächlich so heißt. Musik machen kann er jedenfalls, denn die Besucher waren davon so angetan, dass man kaum genug davon bekam. Es war irgendwie schon klar, dass der Künstler bis Mitternacht spielen würde und damit in den Geburtstag des Vorsitzenden Stephan Hübinger hinein. Aber irgendwann ist dann immer Schluss - das wollten die Gimminger aber nicht wirklich in dieser lauen Sommernacht, und so wurde spontan eine Sammlung bei den Besuchern durchgeführt, damit eine entsprechende Gage zur Verfügung stand und Paul Radau ließ sich von diesem Engagement gerne überzeugen und spielte bis in den frühen Morgen.
So etwas geht natürlich nur bei einer funktionierenden Dorfgemeinschaft und eventuell liegt da auch der Erfolg der Gimminger Bürgergesellschaft begründet, weil viele mit anpacken. So auch Edeka-Chef Timo Boden, der dafür sorgte, dass diverse Leckereien den Weg auf den Grill fanden - von Pulled-Pork-Burgern über Rotwein-Hot-Dogs bis hin zu klassischen Steaks reichte die Palette. Unterstützt wurde Timo Boden dabei vom Gimminger Männerballett. Am Sonntag ging es dann mit dem traditionellen Frühschoppen weiter und es wurde ein „Sibbeschröm-Turnier“ gespielt, bei dem es zahlreiche Mitspieler um einen Wanderpokal gab. Für das leibliche Wohl sorgte der Hähnchenwagen und für Kaffee und Kuchen war natürlich auch bestens gesorgt. So konnte man also getrost Strom sparen und die heimische Küche kalt lassen, und für die Kinder war natürlich auch ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm geboten. So gab es riesige Strohballen zum Toben, aber auch Tauziehen, Tischtennis oder ein Torwandschießen. Da durfte sich dann auch der Fußball-Nachwuchs schon einmal wie Lukas Podolski fühlen.
Das Wetter spielte im Gegensatz zum letzten Jahr auch mit und so gab es bei den Verantwortlichen viele strahlende Gesichter. Der Dank des Vorsitzenden Stephan Hübinger galt jedoch den vielen Helfern vor und hinter den Kulissen, denn ein derartiges Fest benötigt zahlreiche helfende Hände, die jedoch in Gimmingen mit viel Tatkraft zur Stelle waren.
