Schüler der Privaten Ganztagsschule Carpe Diem spendeten 4000 Euro
Großzügige Finanzspritze erhalten
Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. freut sich
Bad Neuenahr. Unweit vom Kurpark Bad Neuenahr gelegen ist die Private Ganztagsschule mit Internat Carpe Diem in einer Jugendstilvilla beheimatet, die als staatlich anerkannte Ergänzungsschule 120 Schülerinnen und Schülern zur Mittleren Reife und zum Abitur führt. Schulleiter und Geschäftsführer Luca Bonsignore ist froh, dass sich seine Jugendlichen immer wieder besonders engagieren, wenn es um das Thema Armut und Not geht. So konnte eine Bibliothek in der Partnerschule in Ghana errichtet werden oder es wurden im September nach einem Hilfegesuch des Jugendamtes Leverkusen sechs unbegleitete Flüchtlinge in Schule und Internat aufgenommen. Der Spendenlauf im Herbst erbrachte 4.000 Euro. Jetzt haben die Schülervertretung, Schülersprecher Newton Arnold und Philipp Brübach, stellvertretender Schülersprecher, sowie Lehrerin Annette Flackus, Projektleiterin für kreative Projekte, und Rektor Luca Bonsignore ihre Spende der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. überreicht. „Das ist für uns ein bewegender Moment“, betonte Luca Bonsignore. 80 bis 90 Kinder liefen insgesamt 540 Kilometer. Favorit unter den Schülern ist Kastriot Krasniqi mit neun Runden, bei den Lehrern und Internat-Betreuern Sportlehrer Jörg Jenke mit 10 Kilometern. Auch musste sich jeder Läufer im Vorfeld Sponsoren suchen. Newton Arnold: „Es hat Spaß gemacht und wir sind sehr stolz auf die 4.000 Euro. In diesem Sinne: Carpe Diem!“ Werner Rex, Vorsitzender der Ökumenischen Flüchtlingshilfe, bedankte sich „für diesen großartigen Einsatz und das überwältigende Ergebnis. Ihre Spende hilft uns weiterzukommen, denn wir wissen nicht, was die Zukunft bringt.“ Früher kamen im Jahr 70 Flüchtlinge, heute sind es wöchentlich 70 bis 80 Menschen, die im Kreis Ahrweiler Aufnahme finden.
Dementsprechend eng ist es auch in den Gemeinschaftsunterkünften, wo bis zu sechs Personen in einem Zimmer zusammen leben, so lange im Kreis noch keine größeren Hallen belegt werden müssen. „Was an Kosten auf uns zukommt, die wir dann übernehmen werden, weiß ich nicht. Wir werden das Geld so einsetzen, dass es richtig hilft, damit Flüchtlinge eher in Deutschkurse, in einen Integrationskurs, in eine Arbeit, oder in eine Ausbildung kommen“, erklärte Werner Rex, dem es auch persönlich gut tut, dass die Arbeit der Ökumenischen Flüchtlingshilfe mit ihren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gesehen und so stark unterstützt wird.
